Vinzenz Geiger hat es mit Partner Johannes Rydzek auf das Podest geschafft
Vinzenz Geiger hat es beim Triple in Seefeld auf das Podest geschafft © Getty Images
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Starke Leistung von Vinzenz Geiger. Beim Triple in Seefeld gelingt dem Kombinierer der Sprung auf das Podest. Ein norwegisches Duo ist nicht zu schlagen.

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Vinzenz Geiger sprintete mit letzter Kraft ins Ziel, dann jubelte der erkältete Team-Olympiasieger völlig erschöpft über seinen Podestplatz beim Seefeld-Triple: Dank eines letzten Kraftakts hat Deutschlands bester Kombinierer beim Saisonhöhepunkt den starken dritten Rang erobert.

"Dritter trotz Infekt, das ist echt genial", sagte Geiger, der einzig dem norwegischen Dominator Jarl Magnus Riiber und auf den letzten Meter auch dessen Teamkollegen Jörgen Graabak den Vortritt lassen musste.

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Geiger hatte mit den Plätzen zwei und drei am Freitag und Samstag die Grundlage für das starke Abschneiden gelegt, insgesamt stand er zum neunten Mal in diesem Winter auf dem Treppchen. "Ich bin richtig froh, dass das Wochenende so gelaufen ist, auch wenn ich Jörgen gerne noch erwischt hätte", sagte der 22-Jährige aus Oberstdorf nach dem knapp verlorenen Zielsprint um Rang zwei im ZDF. Der weit enteilte Riiber feierte da bereits seinen ersten Triple-Triumph.

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Riiber siegt in Seefeld

Weil der dreimalige Olympiasieger Eric Frenzel als Fünfter das starke deutsche Ergebnis abrundete, war auch Hermann Weinbuch zufrieden. "Vinz war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, insgesamt waren sogar vier Leute leicht erkältet. Daher passt das", sagte der Bundestrainer und fügte an: "Wir haben hier gute Platzierungen geholt und speziell beim Springen einen Schritt nach vorne gemacht."

Ein Klasse für sich war erneut Riiber, der an allen drei Tagen dominierte und als erster Norweger den lukrativen Wettbewerb gewann. "Das war ein perfektes Wochenende. Drei Siege beim Triple, davon habe ich schon lange geträumt. Frenzel hat es vor mir geschafft, das hat mich motiviert", sagte Riiber.

Im Ziel des abschließenden "Marathons" über 15 Kilometer lag der Überflieger stolze 50,2 Sekunden vor Graabak und Geiger und feierte im 13. Wettkampf der Saison den elften Sieg. Riiber fehlt somit nur noch ein Erfolg, um den von ihm und dem Finnen Hannu Manninen gehaltenen Rekord zu egalisieren.

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Frenzel mit Platz fünf zufrieden

Geiger ging am Sonntag nach einem starken Sprung mit einem Rückstand von 1:22 Minuten auf Riiber als Zweiter in die Loipe, für eine Aufholjagd auf der ungewohnt langen Distanz fehlte dem zweimaligen Saisonsieger aber die Kraft. "Das war schade, denn sie hätten die Chance gehabt, nach vorne zu kommen", sagte Weinbuch.

Besser lief es für Frenzel, der in seinem "Wohnzimmer" noch zwei Plätze gutmachte. "Ich bin mit dem ganzen Wochenende sehr zufrieden", sagte der dreimalige Olympiasieger, der in Seefeld bereits 13 Weltcup-Siege geholt hat.

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Der Vorjahreszweite Fabian Rießle (Breitnau) lief noch auf den zehnten Rang nach vorne. Der sechsmalige Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) durften nach seinem schwierigen Saisonverlauf mit Rang elf ebenfalls zufrieden sein. Im Gesamtweltcup liegt Riiber mit 1260 von 1300 möglichen Punkten weiter klar vor Graabak (851) und Geiger (785), nach zwei freien Wochenenden kann er schon in Trondheim (22./23. Februar) zum zweiten Mal in Folge die Kristallkugel gewinnen.