SSKATING-OLY-2018-PYEONGCHANG
Patrick Beckert raste auf Rang sechs © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Die Brüder Nico und Denny Ihle sowie Patrick Beckert überzeugen für die Deutschen bei der Eisschnelllauf-WM. Der Norweger Sverre Lunde Pedersen siegt.

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Die deutschen Eisschnellläufer sind zum Auftakt der Heim-WM im oberbayerischen Inzell leer ausgegangen, haben aber mit teils guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Bei den Titelkämpfen über die Einzelstrecken sorgten die Chemnitzer Brüder Nico und Denny Ihle mit Rang vier im Teamsprint für die beste Platzierung des Tages. Langstreckler Patrick Beckert (Erfurt) beendete das stark besetzte 5000-m-Rennen auf Rang sechs in 6:15,76 Minuten. Beim 3000-m-Lauf der Frauen war aus deutscher Sicht der kurzfristige Startverzicht Claudia Pechsteins das große Gesprächsthema.

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Ihle: "Können zufrieden sein"

Die Ihle-Brüder hatten gemeinsam mit Lokalmatador Joel Dufter in 1:20,59 Minuten eine passable Zeit aufs schnelle Inzeller Eis gebracht. Zur Medaille reichte es aber beim Sieg der Niederländer (1:19,05/Bahnrekord) nicht.

"Wir können trotzdem zufrieden sein", sagte Nico Ihle, "es war ein super Warum-up für die folgenden Strecken."

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Langstrecken-Hoffnungsträger Beckert erreichte die angepeilte Top-10-Platzierung. Der Sieg ging an den Norweger Sverre Lunde Pedersen, der in Bahnrekord von 6:07,16 Minuten Patrick Roest (6:11,70) aus den Niederlanden und dessen Landsmann, Serienweltmeister Sven Kramer (6:12,53), auf die Plätze verwies.

Beckert: "Technisch gut angefühlt"

"Es war ein sehr guter Lauf. Die Rundenzeiten waren richtig gut, auch technisch hat es sich gut angefühlt. Mir persönlich war es auch wichtig, besser als bei den Olympischen Spielen zu laufen", sagte Beckert, der 2018 in Pyeongchang Zehnter (6:17,91) geworden war.

In Abwesenheit Pechsteins lief Roxanne Dufter (Inzell/4:09,07 Minuten) als einzige deutsche Starterin über 3000 m nur auf den 15. Rang. Ihr 14. Gold bei Einzelstrecken-Weltmeisterschaften sicherte sich die Tschechin Martina Sablikova mit Bahnrekord von 3:58,91 Minuten.

Pechstein hatte wenige Stunden vor ihrem geplanten Auftaktrennen über 3000 m verkündet, sowohl auf die kürzere Langstrecke, als auch auf den Einsatz in der Team-Verfolgung am Freitag zu verzichten. In letzterer bekommt der WM-Gastgeber nun kein Frauenteam zustande. An den Rennen über ihre Spezialstrecke 5000 m am Samstag und im Massenstart am Sonntag will Pechstein teilnehmen.

Pechsteins Rückzug ist nach eigenen Angaben eine Reaktion auf ihre juristische Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), über den sie am Dienstag in Kenntnis gesetzt worden war - nur zwei Tage vor WM-Beginn.