SSKATING-OLY 2018-PYEONGCHANG
Karolina Erbanova wurde 2017 Sprint-Europameisterin © Getty Images

Die tschechische Weltklasse-Eisschnellläuferin Karolina Erbanova tritt zurück und holt zum Rundumschlag gegen ihren Trainer aus.

Die tschechische Weltklasse-Eisschnellläuferin Karolina Erbanova hat schwere Vorwürfe gegen Nationaltrainer Petr Novak erhoben und ihren sofortigen Rücktritt erklärt.

"Ich bin nicht länger bereit, das Opfer von Manipulationen, Demütigungen und Erniedrigungen unseres Nationaltrainers Petr Novak zu sein", sagte die Olympiadritte von Pyeongchang über 500 m der tschechischen Presseagentur CTK.

"Seine persönliche Arbeitsweise und Arbeitsmethoden stimmen nicht mit den meinen überein. Auf diese Art und Weise kann ich keine Leistung bringen", so die 25-Jährige, die 2017 Sprint-Europameisterin geworden war und an drei Olympischen Spielen teilgenommen hat.

Trainer wartet mit Reaktion

Tschechischen Medien sagte Novak, dass er vor einer eventuellen Stellungnahme zunächst Erbanovas Erklärung gründlich lesen müsse. Novak wurde als Trainer der Langstreckenspezialistin Martina Sablikova bekannt, die er zu drei Olympiasiegen und 17 Weltmeistertiteln führte.

Nach den Winterspielen von Sotschi 2014 hatte sich Erbanova dem niederländischen Privatteam Continu der Trainer und Olympiasieger Marianne Timmer und Gianni Romme angeschlossen. 2016 war sie zum Sprintteam AfterPay um Olympiasiegerin Jorien ter Mors und Trainer Dennis van der Gun gewechselt.

Unter niederländischen Trainern gewann Erbanova 2015 jeweils Bronze bei der Sprint-Weltmeisterschaft und bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft über 1000 m. Nachdem ihr Team nach der Olympiasaison wie fast alle niederländischen Privatteams aufgelöst wurde, war Erbanova im Frühjahr nach Tschechien zurückgekehrt.