Speed Skating - Winter Olympics Day 7
Für die deutschen Eisschnellläufer um Claudia Pechstein lief bei Olympia wenig zusammen © Getty Images

Die DESG steht kurz nach dem Olympia-Debakel vor einem Umbruch in der sportlichen Leitung. Sowohl der Bundestrainer als auch der Sportdirektor treten zurück.

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) steht drei Wochen nach dem Olympia-Debakel von Pyeongchang vor einem Umbruch in der sportlichen Leitung.

Bundestrainer Jan van Veen erklärte am Sonntag, dass er seinen im Mai auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass auch Sportdirektor Robert Bartko seinen Abschied zum Monatsende angekündigt hat.

"Zwei Jahre habe ich mit viel Spaß und voller Energie für die DESG gearbeitet. Ich sehe aber langfristig keine Möglichkeiten, die DESG wieder an die Weltspitze zu führen", erklärte der Niederländer van Veen am Sonntagnachmittag am Rande des Weltcupfinals von Minsk.

"Ich habe große Zweifel, ob die notwendige Umstrukturierung, die meiner Meinung nach durchgeführt werden muss, von allen beteiligten Personen mitgetragen wird", erklärte van Veen weiter und meinte: "Ich habe mich deswegen entschieden, meinen Vertrag mit der DESG nicht zu verlängern."

Klärendes Gespräch fällt aus

Mit seiner Entscheidung kam der Niederländer offenbar seinem Rausschmiss zuvor. Für den kommenden Dienstag war ein klärendes Gespräch mit der DESG-Führung um Präsidentin Stefanie Teeuwen anberaumt.

Womöglich wollte auch Bartko einer erzwungenen Demission vorbeugen. Der frühere Bahnrad-Olympiasieger stand nach den sportlich schlechten Leistungen auf der Kippe.

"Robert Bartko hat uns informiert, dass er nach dem 31. März aus seinem Amt ausscheiden wird. Er sucht eine neue berufliche Herausforderung", teilte Teeuwen am Sonntagabend mit, "wir bedauern diese Entscheidung sehr, wünschen ihm aber alles Glück für seine Zukunft."

Jan van Veen hatte im Februar 2016 den Job des Bundestrainers übernommen, Robert Bartko wurde im Dezember 2014 Sportdirektor der DESG. Das Duo hatte eine Neuausrichtung des Verbandes angestrebt, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen. Bei den Winterspielen von Pyeongchang im Februar war das deutsche Team - wie schon vier Jahre zuvor in Sotschi - ohne Medaille geblieben.

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