Johannes Lochner war in St. Moritz nicht zu schlagen
Johannes Lochner war in St. Moritz nicht zu schlagen © Getty Images
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Johannes Lochner beendet die Siegesserie von Francesco Friedrich und gewinnt beim Bob-Weltcup in St. Moritz. Mariama Jamanka verpasst den Sieg knapp.

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Bob-Pilot Johannes Lochner hat die Dominanz von Francesco Friedrich gebrochen und den Zweier-Weltcup in St. Moritz gewonnen. Lochner setzte sich am Samstag mit seinem Anschieber Christopher Weber vor dem Weltmeister und Olympiasieger aus Oberbärenburg durch, 21 Hundertstelsekunden trennten die Kontrahenten nach zwei Läufen. Friedrich, mit Alexander Schüller angetreten, hatte im kleinen Schlitten zuvor vier Rennen in Serie gewonnen.

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Lochner sicherte damit auch seinen Startplatz im Zweier bei den Weltmeisterschaften in Altenberg in drei Wochen. Bisher war er lediglich für den Vierer gesetzt gewesen, im Zweier hatte er sich ein enges Rennen mit Richard Oelsner geliefert. Bundestrainer Rene Spies gab dem erfahreneren Lochner in St. Moritz nun aber eine weitere Bewährungschance: Ein Podestplatz auf der Natureisbahn war für den 29-Jährigen gleichbedeutend mit der WM-Nominierung.

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Jamanka verpasst zweiten Saisonsieg

"Mein Ego war ein bisschen angekratzt, auch, weil der Verband kein Vertrauen in mich hatte", sagte Lochner im ZDF: "Ich bin froh, dass ich gezeigt habe, dass ich es noch kann. Jetzt freue ich mich auf die WM in beiden Bobs. Der Gewinn der Zweier-Gesamtwertung ist Friedrich vor dem Weltcup-Finale in Sigulda (15./16. Februar) kaum noch zu nehmen. Mit Blick auf die anschließende WM auf seiner Heimbahn ist er ohnehin Topfavorit. 

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Bei den Frauen verpasste Olympiasiegerin Mariama Jamanka ihren zweiten Saisonsieg knapp. Die 29-Jährige präsentierte sich mit Anschieberin Kira Lipperheide wieder formverbessert und musste sich nur der Weltcup-Führenden Kaillie Humphries (USA), die ihren vierten Saisonsieg feierte, geschlagen geben. Für Jamanka war es in einem Winter voller Auf und Abs erst der dritte Podestplatz.

Nolte erleidet Rückschlag

Stephanie Schneider komplettierte das gute deutsche Ergebnis. Die Olympiavierte landete mit Leonie Fiebig nur eine Hundertstelsekunde hinter Jamanka auf dem dritten Platz.

Den ersten kleinen Dämpfer der Saison musste dagegen Laura Nolte hinnehmen. Die deutsche Senkrechtstarterin, die erst zum Jahreswechsel in den Kader gerückt war, fuhr dank eines starken zweiten Laufs zwar noch auf Rang sechs, verpasste bei ihrem erst fünften Weltcup allerdings erstmals das Podest.