Die Biathlon-Massenstarts wurden verschoben
Franziska Preuß landet im Sprint nur auf Platz 23 © AFP/SID/MICHAL CIZEK
Lesedauer: 3 Minuten

Franziska Preuß muss im Kampf um Platz drei im Gesamtweltcup einen herben Dämpfer einstecken. Obwohl ihre Konkurrentin patzt, macht auch sie kein gutes Rennen.

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Franziska Preuß konnte ihre Enttäuschung kaum verbergen. "Irgendwie war vom ersten Schuss an der Wurm drin. Das ist nicht zufriedenstellend", sagte die 27-Jährige mit finsterer Miene. (Alle Biathlon-Rennen im LIVETICKER)

Anstatt im Kampf um Rang drei im Biathlon-Gesamtweltcup ein Ausrufezeichen zu setzen, fabrizierte Preuß ein Streichergebnis und landete in ihrem zweitschlechtesten Rennen des Winters nur auf einem schwachen 23. Rang.

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Läuferisch sei es zwar "ganz okay" gewesen, meinte Preuß nach dem Sprint über 7,5 km beim Weltcup-Finale im schwedischen Östersund in der ARD. Aber zwei Schießfehler seien eben doch "ärgerlich".

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Herrmann verpasst Top 30

Dennoch: Vor der Verfolgung über 10 km am Samstag (12.15 Uhr im LIVETICKER) war die Biathletin aus Haag um Zuversicht bemüht: "Es ist noch viel offen. Ich muss nach vorne schauen."

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Mit ihrem Frust war Preuß, die immerhin 17-mal in dieser Saison in die Top 10 kam, nicht alleine. Auch Denise Herrmann, zuletzt zweimal in Nove Mesto auf dem Podest, enttäuschte beim siebten Sprint-Erfolg in Serie von Tiril Eckhoff (Norwegen) als 34. auf der ganzen Linie.

"Ich merke, dass die Saison langsam ein Ende nimmt. Mir ging es im Laufen nicht gut", sagte Herrmann und fügte erschöpft an: "Es muss jetzt eine längere Pause her."

Eckhoff siegt trotz Strafrunde

Im ersten Rennen ohne Olympiasieger Arnd Peiffer waren auch die deutschen Männer chancenlos. Roman Rees kam als Bester auf Rang zehn. Benedikt Doll und Erik Lesser ("Mehr ist nicht drin") mussten sich beim Überraschungssieg von Lukas Hofer (Italien) dagegen mit den indiskutablen Plätzen 31 und 33 begnügen. Bei den Frauen lief es nicht viel besser: Janina Hettich war als 17. beste DSV-Athletin.

Keine Anzeichen von Müdigkeit zeigte dagegen einmal mehr Überfliegerin Eckhoff. Die Gesamtweltcup-Siegerin holte sich ihren 13. Saisonerfolg mit einem Fehler hauchdünn vor Dorothea Wierer (Italien) und ihrer Teamkollegin Ingrid Landmark Tandrevold. Wierer sicherte sich damit im Gegensatz zu Preuß wichtige Zähler für die Gesamtwertung.

Die Italienerin liegt nun mit 811 Punkten auf Rang vier vor Preuß (795). Auch Lisa Hauser aus Österreich, die Fünfte wurde, darf mit 786 Zählern noch aufs Podium hoffen. (Biathlon: Weltcup-Stände)

Öberg patzt erneut

Dritte hinter Eckhoff (1103) und Marte Olsbu Röiseland (Norwegen/924) bleibt erst einmal die Schwedin Hanna Öberg (824) trotz einer Nullrunde im Sprint mit einem indiskutablen 52. Rang. 

Spannend bleibt es auch bei den Männern. Da geht es aber noch um den Gesamtsieg. Johannes Thingnes Bö, der im Sprint Siebter wurde, und Sturla Holm Lägreid (6.) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

In Verfolgung und Massenstart am Sonntag zum Abschluss des Winters stehen noch zwei Rennen an. Da, so Preuß, "darf ich mir solche Fehler nicht mehr erlauben". (Biathlon-Weltcup: Kalender der Saison 2020/21)