Laura Dahlmeier beendete dieses Jahr ihre Karriere
Laura Dahlmeier wird in Gelsenkirchen zum letzten Mal in die Loipe gehen © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier steht bei der World Team Challenge in Gelsenkirchen ein letztes Mal im Fokus. Unterstützt wird sie dabei von einem neuen Partner.

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Noch einmal eine große Show? Vielleicht sogar ein Sieg?

Bei ihrem sportlichen Abschied von der Biathlon-Bühne liebäugelt "Frührentnerin" Laura Dahlmeier mit einem perfekten letzten Rennen. "Sobald ich natürlich meine Startnummer anhabe, gebe ich Gas", versichert die Doppel-Olympiasiegerin, ehe sie bei der diesjährigen World Team Challenge auf Schalke ein letztes Mal in die Loipe geht.

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Dahlmeier im Team mit Nawrath

Bei der 18. Auflage des Showevents in der Gelsenkirchener Fußballarena geht die 26-Jährige am Samstag mit Philipp Nawrath an den Start. Wirklich weg wird die Biathlon-Königin aber auch nach diesem Rennen nicht sein. Beim Weltcup in Frankreich hatte Dahlmeier vor Weihnachten ihr TV-Debüt im ZDF gegeben, bei dem sie in der ersten Saison nach einer von ihr geprägten Ära zum Expertenteam zählt.

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Nun wird mit reichlich Wohlwollen noch einmal auf ihre Leistung geschaut. "Ich werde mein Bestes geben, um ein perfektes letztes Rennen zu laufen. Zwingend gewinnen muss ich nicht, es ist schon großartig, dabei zu sein", sagte Dahlmeier. Rund 4000 Kubikmeter Schnee aus der Neusser Skihalle und mehr als 45.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sorgen für einen spektakulären Rahmen. 

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Der Abschied von einer Traumkarriere

Der Trainingsaufwand ist wohl kaum mit dem in ihrer aktiven Laufbahn zu vergleichen. Aber konkurrenzfähig dürfte die Garmisch-Partenkirchenerin allemal sein. Erst im November hatte Dahlmeier, die in München ein Studium der Sportwissenschaften absolviert, für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei der Berglauf-WM teilgenommen. Im argentinischen Villa la Angostura bewältigte sie einen Höhenunterschied von mehr als 2000 Metern und belegte den 27. Platz. 

Im Biathlon hatte sie in ihrer kurzen, aber umso erfolgreicheren Karriere alles gewonnen: zwei Mal olympisches Gold, sieben Weltmeisterschaften, einmal den Gesamtweltcup, zudem die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres 2017. "Es war sicherlich nicht immer einfach, ich bin aber extrem dankbar, dass ich alles das erreichen durfte", sagte Dahlmeier, die zum Ende ihrer Karriere immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Starke Konkurrenz Auf Schalke

Auf Schalke, wo sie 2013 gewinnen konnte, bekommt sie es mit einem hochklassigen Teilnehmerfeld zu tun. Der Deutsche Skiverband (DSV), der sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen einen denkbar schwachen Saisonstart hinlegte, ist neben Dahlmeier und Nawrath mit Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann und Benedikt Doll vertreten. Nawrath war am Freitag für den kurzfristig erkrankten Ex-Weltmeister Erik Lesser nachgerückt. Auch die Titelverteidiger Dorothea Wierer und Lukas Hofer aus Italien sind in diesem Jahr wieder dabei.

Insgesamt gehen beim Nationen-Wettkampf zehn Teams am Start, zunächst im Massenstart, dann in der Verfolgung. Die Frauen laufen zweimal vier Runden auf der 1,3 km langen Loipe, die Männer müssen jeweils fünf Runden absolvieren. 

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Sportlich gesehen hat das Event, für das keine Weltcup-Punkte vergeben werden, aber einen eher geringen Stellenwert. Die Show dient der Vermarktung der Sportart - und ist für die Athleten ein kleiner Vorgeschmack auf die Rennen in Oberhof (6. bis 12. Januar) sowie in Ruhpolding (13. bis 19. Januar). Nur Dahlmeier wird dann wieder zurück in die Zuschauerrolle rücken.