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Große Freude bei den deutschen Biathleten. Beim Sprint im französischen Le Grand Bornand beschert Benedikt Doll dem DSV-Team den ersten Sieg des Winters.

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Eiskalt am Schießstand, blitzschnell in der Loipe: Völlig ausgepumpt jubelte Benedikt Doll den Fans im Zielbereich zu und grinste über beide Backen.

Mit einer Glanzleistung hat der Ex-Weltmeister den deutschen Biathleten zum Auftakt des Weltcups im französischen Le Grand Bornand im Sprint den ersten Saisonsieg beschert. Erst zum zweiten Mal in seiner Karriere stand der Breitnauer ganz oben auf dem Podium.

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"Ich hätte absolut nicht gedacht, dass es heute für diese Topplatzierung reicht", sagte Doll im ZDF: "Ich habe mich heute morgen doch nicht ganz so frisch gefühlt." Davon war ihm am Donnerstagmittag aber rein gar nichts mehr anzumerken.

Peiffer lobt Doll

"Der macht heute ein extrem gutes Rennen und ist verdient vorne", lobte Teamkollege Arnd Peiffer. Doll brannte die zweitschnellste Laufzeit in die Loipe und traf am Schießstand alle zehn Scheiben, wobei er gestand: "Ich hatte heute auch ein bisschen Glück am Schießstand. Ich hatte einen rattigen Schuss, da habe ich gesehen, wie die Scheibe ganz langsam umklappt."

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In den vorherigen vier Einzelrennen des Winters hatte das Männer-Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) keinen Podestplatz verbuchen können, doch schon der nur hauchdünn verpasste Sieg in der Staffel von Hochfilzen hatte am Sonntag ordentlich Rückenwind gegeben. 

"Die Leistungskurve geht steil bergauf", analysierte Doll. Als einziger weiterer DSV-Athlet kam allerdings nur Johannes Kühn (2) als 14. in die Top 20.

Befreiung für deutsches Team

Vor allem Dolls tadellose Leistung am Schießstand wirkte wie eine Erlösung, hatte das deutsche Team dort zuvor doch arge Schwächen präsentiert. Als auch die zehnte Scheibe fiel, ballte Bundestrainer Mark Kirchner die Faust.

Im Ziel hatte Doll 9,4 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Tarjei Bö (0 Strafrunden), Lokalmatador Quentin Fillon Maillet (Frankreich/0/+11,3 Sekunden) wurde Dritter.

Erst zum zweiten Mal in diesem Winter geschlagen wurde der norwegische Star Johannes Thingnes Bö. Der Gesamtweltcupsieger, der zuvor drei der vier Rennen gewonnen hatte, verpasste nach zwei Strafrunden als Vierter das Podest trotz der schnellsten Laufleistung knapp.

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Frauen wollen nachziehen

Am Freitag wollen die Frauen nachziehen, im Sprint wollen sie Wiedergutmachung für den katastrophalen Weltcup in Hochfilzen betreiben. In der Vorwoche hatten sie einen geschichtsträchtigen Tiefpunkt erlebt, im Sprint verpassten sie geschlossen die Top 40, die Staffel landete auf Rang zwölf - beides in der erfolgreichen Historie noch nie dagewesen.

Kritisch beäugt wird das Ganze von der früheren Biathlon-Königin Laura Dahlmeier, die im ZDF ihr Debüt als Expertin geben wird. Dabei wolle die zweimalige Olympiasiegerin "ehrlich sein, aber keinen in die Pfanne hauen", wie sie der Augsburger Allgemeinen sagte.