Die eisigen Temperaturen in Canmore bereiten nicht nur Laura Dahlmeier große Probleme
Die eisigen Temperaturen in Canmore bereiten nicht nur Laura Dahlmeier große Probleme © Getty Images
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In Canmore sollten am Sonntag die Sprint-Rennen der Damen und Herren stattfinden. Doch die arktischen Temperaturen ließen keine Wettkämpfe zu. Die IBU reagierte.

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Eigentlich sollte es für die Biathlon-Weltelite noch einmal 7,5 bzw. zehn Kilometer durch den Gefrierschrank gehen. 

Doch die arktische Kälte Kanadas machte den Läuferinnen und Läufern am Sonntag einen Wettkampf unmöglich. Beide Rennen wurden abgesagt, da das Thermometer minus 29 Grad anzeigte. 

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Wegen der anhaltend eisigen Temperaturen in Canmoreh sagte die Internationale Biathlon-Union (IBU) die für Sonntag geplanten Weltcup-Sprintrennen der Frauen und Männer kurzfristig ab.

Die Entscheidung sei nach einer Sitzung der Rennjury am Sonntagmorgen (Ortszeit) gefallen, "da für den ganzen Tag Temperaturen von etwa minus 20 Grad vorhergesagt sind", teilte die IBU mit.

Die Grenze liegt laut Regelwerk bei unter minus 20 Grad. 

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Nächste Rennen in den USA

Die nächste Station des Biathlon-Weltcups wird Soldier Hollow/Utah in den USA sein. Dort sind von Donnerstag bis Sonntag Sprint, Verfolgung, Single-Mixed- und Mixed-Staffeln geplant. Die Rennen sind die Generalprobe für die WM in Östersund/Schweden, die am 7. März beginnt.

Aufgrund der eisigen Temperaturen wurde der ursprünglich einmal als Massenstart angesetzte Wettkampf bereits nicht nur zum kürzeren Sprint umfunktioniert, sondern dann auch von Samstag auf Sonntag verlegt.

Grenzwertige Bedingungen in Staffeln

Schon in den Staffeln waren die extremen Bedingungen nur schwer zumutbar gewesen. Nicht wenige Sportler hatten sogar eine Absage befürwortet.

"Ich fand es wirklich brutal kalt. Ich habe das ganze Rennen eigentlich meinen linken Daumen nicht gefühlt", sagte Roman Rees: "Es ist von der Temperatur an der Grenze. Viel kälter hätte es nicht sein dürfen."

Bei Vanessa Hinz flossen nach ihrem Rennen sogar Tränen ob der Strapazen in der Kälte. "Es ist sehr an der Grenze, bis dahin, dass man es hätte absagen müssen, weil es arschkalt ist", sagte sie.

Letzter Wettkampf vor WM für Dahlmeier

Trotz der Kälte lief es bei den deutschen Damen allerdings exzellent. Das Quartett um Laura Dahlmeier gewann die Staffel vor Norwegen und Frankreich.

Für Dahlmeier wäre der Sprint der letzte Wettkampf vor der WM in Östersund (7. bis 17. März) gewesen, da sie kommende Woche in Soldier Hollow nicht antritt.