Denise Herrmann (M.) feierte ihren dritten Weltcup-Sieg vor Franziska Hildebrand (r.) und Kaisa Mäkäräinen
Denise Herrmann (M.) feierte ihren dritten Weltcup-Sieg vor Franziska Hildebrand (r.) und Kaisa Mäkäräinen © Getty Images
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Die deutschen Biathletinnen feiern beim Weltcup in Soldier Hollow einen Doppelsieg. Denise Herrmann und Franziska Hildebrand fühlen sich für die WM gerüstet.

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Denise Herrmann und Franziska Hildebrand feierten ihren Weltcup-Coup mit einem schallenden "High Five", der erste Doppelsieg für die deutschen Biathletinnen seit mehr als zwei Jahren war pure Erlösung.

"Wir haben die Sache ganz schön gerockt", sagte Herrmann nach dem Triumph in der Verfolgung von Soldier Hollow: "Mit der Hildi auf dem Podest zu stehen, ist wirklich eine richtig coole Sache."

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Und eine überraschende zugleich. Sowohl Herrmann, die trotz zweier Strafrunden nach 10 km ihren dritten Karrieresieg feierte, als auch Hildebrand (eine Strafrunde), die ihren dritten wiederum um 4,2 Sekunden verpasste, hatten im bisherigen Saisonverlauf nämlich nicht überzeugt.

Bis zu den Wettkämpfen auf den olympischen Strecken von 2002 verbuchten beide neben zahlreichen Enttäuschungen nur einen neunten Rang.

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Und nun, knapp drei Wochen vor der WM in Östersund (7. bis 17. März), muss man beide plötzlich auf dem Zettel haben, wenn es um die Medaillenvergabe gehen wird.

"Ausflug hat sich gelohnt"

"Ich würde sagen, dass sich für das deutsche Team der Ausflug gelohnt hat", sagte Hildebrand, die in der Nähe von Salt Lake City schon im Sprint als Dritte auf das Podest gelaufen war. Das versetzte sie für das Jagdrennen in eine ähnlich gute Position wie Herrmann, die im Sprint Siebte geworden war.

"Ich wollte mich von Schießen zu Schießen hangeln. Das war die Grundlage für den Erfolg", sagte die ehemalige Langläuferin: "Endlich habe ich das gezeigt, was mir auch im Training schon häufig gelungen ist."

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Den zuvor letzten deutschen Doppelsieg hatten am 21. Januar 2017 in Antholz Nadine Horchler und Laura Dahlmeier gefeiert.

Hildebrand und Herrmann stark am Schießstand

In Abwesenheit der Doppel-Olympiasiegerin, die sich mit Blick auf den Saisonhöhepunkt in der Heimat vorbereitet, profitierten Hildebrand und Herrmann am Samstag zu Beginn vom guten Schießen.

Während die Rivalinnen patzten, blieb das deutsche Duo zweimal fehlerfrei - Platz eins für Hildebrand und drei für Herrmann waren bereits zur Halbzeit die schöne Folge.

Dann stand das auch wegen des Windes knifflige Stehendschießen an, aber Hildebrand feuerte weiter alle Patronen ins Ziel. Hinter ihr lag trotz einer Strafrunde Herrmann - in dieser Reihenfolge ging es auch auf die Schlussrunde, nachdem sich beide beim letzten Schießen eine Strafrunde eingehandelt hatten.

Herrmann: "Ein hartes Stück Arbeit"

Am Ende behielt die laufstärkere Herrmann die Oberhand, "obwohl ich wusste, dass auch Hildi gut drauf ist. Es war ein hartes Stück Arbeit." Hildebrand meinte: "Ich habe alles aus mir herausgeholt und wusste, dass die letzte Runde hart wird."

Bei den Männern verpassten der zweimalige Weltmeister Erik Lesser und Roman Rees trotz guter Ausgangspositionen das Podest. Beim Sieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet belegte der Sprint-Vierte Lesser den fünften Rang, der Sprint-Dritte Rees wurde nach fünf Fehlern gar nur 18.

Die Jagdrennen waren die letzten Einzelwettkämpfe vor dem Saisonhöhepunkt in Schweden. Am Sonntag stehen zum Abschluss der WM-Generalprobe noch die Mixed-Staffeln (ab 18.10 Uhr) auf dem Programm. Bei der WM wird es in diesem Jahr erstmals auch in der Single-Mixed-Staffel um Medaillen gehen.