Benedikt Doll gewann bei der Biathlon-WM 2017 Gold im Sprint
Benedikt Doll gewann bei der Biathlon-WM 2017 Gold im Sprint © Getty Images
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Benedikt Doll sprintet beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding aufs Podest, ein Schießfehler verhindert eine bessere Platzierung. Die Boe-Brüder dominieren.

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Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau) hat den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere mit dem letzten Schuss vergeben.

In Ruhpolding sprintete der 28-Jährige über 10 km nach einem Schießfehler auf den dritten Rang. Doll musste sich nur dem norwegischen Seriensieger Johannes Thingnes Bö und dessen Bruder Tarjei geschlagen geben.

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Johannes Thingnes, der bei seinem achten Saisonsieg ebenfalls eine Strafrunde drehen musste, lag im Ziel 7,9 Sekunden vor Tarjei - vor drei Jahren hatten die Skandinavier in Ruhpolding schon einmal einen Doppelsieg gefeiert. Doll hatte im Ziel 10,5 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Doll: "Habe leider zu viel nachgedacht"

"Wenn es um das Podest geht, gibt man immer alles. Leider habe ich vor dem letzten Schuss zu viel nachgedacht und abgedrückt, als ich nicht im Ziel war", sagte Doll der ARD. Sieger Bö meinte: "Ich hatte nicht geglaubt, Benedikt schlagen zu können. Er war sehr schnell."

Der Schwarzwälder Doll, der vor zwei Jahren ausgerechnet bei der WM in Hochfilzen im Sprint seinen ersten Erfolg gefeiert hatte, glänzte vor allem in der Loipe. Nur der in dieser Saison alles überragende Johannes Thingnes Bö war schneller.

Kühn überzeugt mit Top-10-Platz

Eine erfreuliche Leistung zeigte auch Johannes Kühn (Reit im Winkl), der trotz eines Schießfehlers den siebten Rang belegte.

Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/22.), Philipp Nawrath (Nesselwang/30.), Roman Rees (Schauinsland/32.) und Philipp Horn (Frankenhain/43.) verpassten hingegen vordere Platzierungen.

Für Freitag (Männer) und Samstag (Frauen) sind die Staffel-Wettbewerbe geplant. Die Massenstartrennen schließen die Veranstaltung am Sonntag ab.