Laura Dahlmeier verpasste beim Weltcup-Finale in Tjumen das Podest
Laura Dahlmeier verpasste beim Weltcup-Finale in Tjumen das Podest © Getty Images

Die deutschen Biathletinnen enttäuschen beim Weltcup-Finale in Tjumen. Darja Domratschewa feiert den Sieg im Sprint.

Laura Dahlmeier waren die Strapazen einer langen Saison deutlich anzusehen. Mit letzter Kraft rettete die Biathlon-Olympiasiegerin beim Weltcupfinale im russischen Tjumen im Sprint über 7,5 km einen sechsten Platz ins Ziel - zu wenig, um vielleicht doch noch ein kleines Wunder im Kampf um den Gesamtweltcup zu vollbringen.

Der verspricht vor den abschließenden beiden Rennen am Samstag (Verfolgung 10 km) und am Sonntag (Massenstart 12,5 km) reichlich Spannung.

Dreikampf um Gesamt-Weltcup 

Anastasiya Kuzmina (Weißrussland/756 Punkte), Kaisa Mäkäräinen (Finnland/740) und Darja Domratschewa aus Weißrussland (701) haben noch Chancen auf den Gesamtsieg. Für Dahlmeier, die als Vierte mit 653 Punkten zu weit zurückliegt, geht es am Sonntag nur noch um die kleine Kristallkugel im Massenstart.

In der Sprintwertung rettete Kuzmina ihren Vorsprung am Freitag knapp ins Ziel. Ihr reichte beim fünften Saisonsieg der viermaligen Olympiasiegerin Domratschewa ein zwölfter Rang. "Für mich ist es etwas ganz Besonderes, hier zu laufen. Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen. Deswegen freue ich mich sehr, hier auch den Sprint-Weltcup zu gewinnen", sagte eine "glückliche" Kuzmina im ZDF.

Domratschewa, der nach acht Sprintrennen in diesem Winter zehn Punkte fehlten, siegte zum Abschluss nach fehlerfreiem Lauf knapp vor Mäkäräinen und Tiril Eckhoff (Norwegen). Dahlmeier verschaffte sich mit 50 Sekunden Rückstand auf Domratschewa für die Verfolgung am Samstag eine gute Ausgangsposition. Ihr Hauptaugenmerk dürfte aber klar auf Sonntag liegen. Im Massenstart-Weltcup liegt sie mit 178 Punkten gleichauf mit Mäkäräinen.

Die Finnin wollte nach dem Sprint aber gar nicht zu sehr auf die Gesamt- und Massenstart-Wertung schauen. "Ich will mich nur auf meine Rennen konzentrieren. Das ist auch der beste Plan für das Wochenende. Alles ist möglich", sagte sie.

Horchler wird Elfte

Zweitbeste Deutsche im Sprint nach Dahlmeier war Karolin Horchler (0) als Elfte. Vanessa Hinz (1) kam auf Rang 20. Franziska Preuß (2), Franziska Hildebrand (2), Denise Herrmann (3), Maren Hammerschmidt (3) und Nadine Horchler (1) verpassten dagegen die Top 20 zum Teil klar.

Bei den Männern hat Dominator Martin Fourcade den Kampf um den Gesamtweltcup gegen seinen großen Rivalen Johannes Thingnes Bö (Norwegen) mit seinem Sieg am Donnerstag im Sprint bereits entschieden. Der Franzose kann am Wochenende aber auch noch die kleinen Kristallkugeln in der Verfolgung und im Massenstart holen und eine ohnehin schon unglaubliche Saison perfekt machen.

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