Laura Dahlmeier gibt am Freitag ihr Comeback im Biathlon
Laura Dahlmeier landete auf Platz drei © Getty Images

Bei den Biathlon-Frauen bleibt der Kampf um den Weltcup spannend. Laura Dahlmeier zeigt in Tjumen erneut ihre Klasse und hofft nun auf den Massenstart.

Laura Dahlmeier ist froh, wenn eine strapaziöse Saison am Sonntag zu Ende geht. Aber zum Abschluss bündelt die 24-Jährige noch einmal alle Kräfte.

Im Verfolgungsrennen über 10 km belegte die Olympiasiegerin beim Weltcup-Finale im russischen Tjumen am Samstag hinter Kaisa Mäkäräinen (Finnland) und Anais Bescond (Frankreich) einen starken dritten Platz.

"Ich bin sehr zufrieden. In der letzten Runde sind mir etwas die Körner ausgegangen, aber ich habe das Beste rausgeholt", sagte Dahlmeier im ZDF.

Im Massenstart am Sonntag über 12,5 km steht Dahlmeier eine letzte Kraftanstrengung bevor.

Für die Gesamt-Weltcup-Gewinnerin des vergangenen Winters geht es immerhin noch um die kleine Kristallkugel.

Dahlmeier und Mäkärainen punktgleich

Vor dem "Finale" liegt Dahlmeier mit 178 Zählern punktgleich mit Mäkärainen an der Spitze.

Reichlich Spannung verspricht auch der Kampf um den Gesamt-Weltcup bei den Frauen.

Mäkäräinen hat das Gelbe Trikot durch ihren Erfolg von Anastasiya Kuzmina (Slowakei) übernommen. Der Vorsprung beträgt aber nur fünf Punkte. Darja Domratschewa (Weißrussland) hat nur noch theoretische Chancen, Dahlmeier als Vierte gar keine mehr.

Kuzmina reichte ein sechster Platz in der Verfolgung allerdings zum Sieg in der Disziplinwertung vor Mäkärainen und Dahlmeier.

Für die Deutsche war Platz drei immerhin die siebte Podestplatzierung im Weltcup in diesem Winter. Karolin Horchler machte mit Platz fünf auf sich aufmerksam.

"Das hat richtig Spaß gemacht", sagte sie nach dem besten Weltcup-Resultat ihrer Karriere. Franziska Preuß auf Rang zehn und Nadine Horchler als Zwölfte rundeten das gute deutsche Ergebnis ab.

Nächste Kugel für Fourcade

Bei den Männern verpassten Erik Lesser und Arnd Peiffer in der Verfolgung über 12,5 km als Fünfter und Sechster das Podest.

Im Mittelpunkt stand einmal mehr Martin Fourcade, der seine unglaubliche Erfolgsgeschichte fortschrieb.

Der 29 Jahre alte Franzose sicherte sich mit seinem neunten Saisonsieg die nächste Kristallkugel.

Der Olympiasieger hatte zuvor bereits zum siebten Mal in Folge den Gesamtweltcup und den Sprint-Weltcup gewonnen. Auch im Einzel war er zusammen mit Johannes Thingnes Bö (Norwegen) das Maß der Dinge.

Am Sonntag kann Fourcade im Massenstart über 15 km seine Saison krönen.

Fourcade, der bei seinen bisher 20 Weltcupstarts in diesem Winter immer das Podest erreicht hat, lag bei seinem 70. Weltcupsieg vor Bö und dem Italiener Lukas Hofer. Lesser, schon im Sprint Fünfter, vergab mit drei Schießfehlern eine Platzierung auf dem Podium. Dennoch war er "ganz zufrieden. Bö und Hofer waren auf der Strecke zu stark", sagte er im ZDF.