Wasmeier wirbt für mehr Geduld bei der Nachwuchsarbeit
Wasmeier wirbt für mehr Geduld bei der Nachwuchsarbeit © AFP/SID/JEAN-LOUP GAUTREAU
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Markus Wasmeier hat trotz des starken Abschneidens bei der alpinen Ski-WM Kritik am DSV geäußert und sich besorgt über die Nachwuchsarbeit gezeigt.

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Olympiasieger Markus Wasmeier hat trotz des starken Abschneidens bei der laufenden alpinen Ski-WM Kritik am Deutschen Skiverband (DSV) geäußert und sich besorgt über die Nachwuchsarbeit gezeigt. Der 57-Jährige bemängelte, dass der DSV bei jungen Sportlern und Sportlerinnen Geduld und Feingefühl vermissen lasse.  

"Einige Probleme sind selbstgemacht. Man sollte sich auch als Verband sowie die einzelnen Trainer selbst einmal durchleuchten. Beim Fußball wird, wenn es nicht läuft, immer gleich der Trainer rausgeworfen. Im Skisport bleiben nur die Athleten auf der Strecke", sagte  Wasmeier bei Sport1: "Da wird immer kritisiert und angegriffen, was der Aktive wieder verkehrt macht. So kriegt der kein Vertrauen zu den Trainern." 

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Wasmeier wünscht sich bei manchen Trainern das nötige Verständnis und die passende Ansprache. "Wenn man zum Athleten sagt 'das könnt ihr sowieso nicht, lasst es bleiben' - dann wird es der Athlet oder Jugendliche auch bleiben lassen", sagte der Doppel-Olympiasieger von 1994: "In allen anderen Sportarten setzen sie auf Motivation. Aber wenn bei den Alpinen was nicht funktioniert, bist du sofort weg als Athlet."

Kritisch sei vor allem, dass einigen Athleten zu früh das Vertrauen entzogen werde. "Ich kapier nicht, dass ein 25-Jähriger schon als alt und nicht mehr ausbaufähig gilt. Es gibt Athleten in anderen Nationen, die viel später den Durchbruch schaffen", sagte Wasmeier.