Titelverteidigerin Jörg will Erfolg wiederholen
Titelverteidigerin Jörg will Erfolg wiederholen © GETTY IMAGES/AFP/SID/EZRA SHAW
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Die deutschen Raceboarderinnen fahren als große Medaillenhoffnungen zur WM ins slowenische Rogla.

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Die deutschen Raceboarderinnen fahren als große Medaillenhoffnungen zur WM ins slowenische Rogla. Gesamtweltcupsiegerin Ramona Hofmeister, Titelverteidigerin Selina Jörg und Cheyenne Loch holten in jedem der sieben Saisonrennen Podestplätze. Gleich vier Mal standen zwei von ihnen gemeinsam auf dem Podium, Hofmeister gewann zweimal.

Und der Hang im Bacherngebirge, wo am Montag (14.00 Uhr) im Parallel-Riesenslalom und Dienstag (14.45 Uhr) im Parallelslalom die Entscheidungen fallen, liegt den Deutschen. Hofmeister und Jörg haben dort im Weltcup schon gewonnen, Loch war einmal Dritte. - Der SID stellt das Trio vor:

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Ramona Hofmeister

Die 24-Jährige war "mega happy" über die Corona-bedingte Verlegung der WM von China nach Slowenien - kein Wunder: In Rogla war sie 2016 Junioren-Weltmeisterin, 2018 gewann die Olympia-Zweite dort im Weltcup. "Das ist einer meiner Lieblingshänge", sagt sie, der Hang komm ihrem "wilden Fahrstil" entgegen.

Für die WM ist Hofmeister deshalb "sehr optimistisch". Auch, weil die Saison nach ihrer Corona-Erkrankung "bis jetzt perfekt gelaufen" sei. Dass sie als eine der Favoritinnen gilt, "macht mich stolz", als Hauptgegnerinnen sieht sie "meine Mannschaftskolleginnen" - und Ester Ledecka. "Eine zweite Ester", sagt Hofmeister über die Olympiasiegerin, "wird es nie geben".

Selina Jörg

Auch die Titelverteidigerin im Parallel-Riesenslalom hatte Corona, "aber zum Glück einen milden Verlauf". Nach einem zweiten und zwei dritten Plätzen sei ihr Ziel erneut eine Medaille, "die Disziplin ist mir wurscht, die Farbe egal". Schließlich gebe es in Rogla "ein paar harte Nüsse" zu knacken.

Ihre Goldmedaille von 2019 hat Jörg zuletzt nochmal angeschaut. "Sie hängt immer präsent bei uns im Hausgang, da hängen schöne Erinnerungen dran", sagt sie. Kann die 33-Jährige den Coup wiederholen? "Das wird schwer", sagt Jörg, aber: "Ich bin zuversichtlich und gut drauf."

Cheyenne Loch

Die 26-Jährige galt immer als großes Talent. Doch seit 2016, sagt sie, "hatte ich jedes Jahr 'ne OP oder Verletzung". Zwei Kreuzbandrisse links, zuletzt eine Operation am linken Sprunggelenk. Doch die Pechsträhne habe sie auch "gezwungen, mich mit mir selber auseinanderzusetzen", sagt sie.

"Ich weiß jetzt, wer ich bin. Und dass es okay ist, auch wenn ich kein gutes Ergebnis mache", meint Loch. Die neue Gelassenheit hat sie in diesem Winter zu drei zweiten Plätzen geführt. Klappt das auch in Rogla? "Ich habe als Wettkämpferin einen großen Schritt gemacht", sagt sie, und ja: "Eine Medaille ist möglich."

Und dann ist da noch: Ester Ledecka

Zwei vierte Plätze bei der Ski-WM - das war so gar nicht nach dem Geschmack der Olympiasiegerin (25) auf einem und zwei Brettern. "Es ist an der Zeit, zu einem Brett zurückzukehren", sagte die Tschechin danach. In Rogla, wo sie schon fünf Weltcup-Siege eingefahren hat, warte "ein wunderschöner Hügel". Dass die Gegnerinnen allesamt Spezialistinnen sind? "Egal. Es spielt keine Rolle, wer neben mir fährt."