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Tina Hermann (Königssee) und Christopher Grotheer (Oberhof) haben ihre WM-Titel im Skeleton erfolgreich verteidigt.

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Tina Hermann (Königssee) und Christopher Grotheer (Oberhof) haben ihre WM-Titel im Skeleton erfolgreich verteidigt. Bei den Heim-Weltmeisterschaften in Altenberg gelang Hermann der bereits dritte Gold-Coup in Serie, die 28-Jährige setzte sich vor ihrer Teamrivalin Jacqueline Lölling (Winterberg) durch.

Grotheer war im Vorjahr an gleicher Stelle sensationell zu seinem ersten Titel gerast, sein Sieg am Freitag kam nun erneut überraschend. Alexander Gassner (Winterberg) holte hinter dem Russen Alexander Tretjakow wie im Vorjahr Bronze, Felix Keisinger (Königssee) verpasste als Vierter knapp seine erste WM-Medaille.

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Von einem "sehr, sehr spannenden Rennen" berichtete Hermann nach dem entscheidenden vierten Lauf: "Ich konnte nochmal zeigen, wo ich wirklich hingehöre. Der erste Lauf gestern war ja eine Katastrophe."

Denn Hermann hätte die Chance auf ihren insgesamt vierten WM-Titel nach 2016, 2019 und 2020 beinahe mit einem ganz schwachen Auftakt am Donnerstag weggeschmissen: Mehr als eine halbe Sekunde verlor sie auf die Spitze, in den Durchgängen zwei bis vier legte Hermann dann aber jeweils die Bestzeit hin und fing Lölling damit noch ab. Elf Hundertstelsekunden trennten die beiden besten Pilotinnen der vergangenen Jahre, Dritte wurde die Russin Jelena Nikitina mit bereits 1,6 Sekunden Rückstand.

Die beiden besten deutschen Frauen sorgten gemeinsam nun bereits für fünf Weltmeister-Titel in Serie, 2017 hatte Lölling WM-Gold gewonnen. In der zurückliegenden Weltcup-Saison tat sich das Duo allerdings schwer, Hermann war bis Freitag sogar sieglos geblieben - und gewann nun das wichtigste Rennen des Winters.

Noch bemerkenswerter ist allerdings der nächste Triumph Grotheers. Der 28-Jährige ist bereits seit acht Jahren im Weltcup unterwegs, hat aber bis heute lediglich drei Rennen auf höchstem Niveau gewonnen - und zwei davon brachten ihm einen WM-Titel.

Das sind allerdings nicht nur für Grotheer persönlich ungewohnte Erfolge, deutsche Weltmeister im Skeleton der Männer sind eine Seltenheit: Nach Willi Schneider (1998) und Andy Böhme (2000) ist Grotheer erst der dritte.