Laura Dahlmeier könnte künftig eine neue Rolle im deutschen Biathlon einnehmen
Laura Dahlmeier könnte künftig eine neue Rolle im deutschen Biathlon einnehmen © Imago
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Ehemalige Stars wie Laura Dahlmeier und Simon Schempp sollen im deutschen Biathlon künftig eine neue Rolle einnehmen. Konkrete Gespräche laufen bereits.

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Der Deutsche Skiverband (DSV) will ehemalige Biathlon-Stars wie Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier oder den viermaligen Weltmeister Simon Schempp für die eigene Nachwuchsarbeit gewinnen.

"Mit jedem, der aufhört, führen wir ein Abschlussgespräch und versuchen, ihn auch zukünftig in unsere Arbeit zu involvieren", sagte Sportdirektor Bernd Eisenbichler der Sport Bild.

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Einer der Kandidaten soll Schempp sein, der vor zwei Wochen nach zahlreichen Verletzungen seinen Rücktritt erklärt hatte. "Das Nachwuchsthema liegt ihm am Herzen. Vielleicht gelingt es uns, ihn trotz seiner Studienpläne in die Nachwuchsarbeit am Stützpunkt Ruhpolding einzubinden", sagte Eisenbichler. (Alles zum Biathlon und zur WM in Pokljuka)

Schempp und Lesser könnten Biathlon-Nachwuchs helfen

Schempp, der in Ruhpolding lebt und sich derzeit auf sein Studium konzentrieren will, habe schon seine Bereitschaft signalisiert.

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Laut Schempp sieht man aktuell "die Auswirkungen von Dingen, die vor einigen Jahren offensichtlich nicht rundgelaufen sind in der Nachwuchsarbeit. Es ist zu lange kein junges Talent mehr richtig reingekommen in das Weltcupteam", bemängelte der 30-Jährige im SPORT1-Interview.

Auch Erik Lesser, den sich Eisenbichler nach dessen Karriereende ebenfalls gut als Trainer vorstellen könne, sieht es ähnlich. "Wir schaffen es nicht, die Athleten, die wir haben, in der vollen Qualität auszubilden. Ich glaube, da gibt es Defizite, die wir noch nicht erkannt haben", sagte er im SID-Interview.

Austausch mit Dahlmeier - schlechte Chancen bei Neuner

Mit Dahlmeier habe der DSV indes bereits Gespräche geführt, "wir sind in gutem Austausch mit ihr", sagte Eisenbichler: "Sie macht aber ihr Studium in München und wollte zunächst ein bisschen Abstand vom Biathlon bekommen."

Einzig bei Rekord-Weltmeisterin Neuner stehen die Chancen schlecht, die 34-Jährige erwartet ihr drittes Kind. "Sie lebt momentan ihre Mutterrolle voll aus und genießt das", sagte Eisenbichler.