PYEONGCHANG-GUN, SOUTH KOREA - FEBRUARY 24:  Max Parrot of Canada  trains during the Men's Big Air Final on day 15 of the PyeongChang 2018 Winter Olympic Games at Alpensia Ski Jumping Centre on February 24, 2018 in Pyeongchang-gun, South Korea.  (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Der Wintersport bietet Spektakel und skurrile Rekorde in den verschiedensten Bereichen © Getty Images
Lesedauer: 9 Minuten

Zahlreiche Disziplinen verleihen dem Wintersport seine Faszination. Dazu liefern die Athleten atemberaubende Leistungen. SPORT1 zeigt die größten Rekorde im Wintersport.

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Höher, schneller, weiter!

Dieses olympische Motto findet natürlich auch im Wintersport seinen Niederschlag. Egal, ob auf Schnee, Eis oder sogar in der Luft - in der kalten Jahreszeit warten die Athletinnen und Athleten in den verschiedensten Disziplinen mit beeindruckenden Leistungen auf.

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SPORT1 präsentiert die größten Rekorde in Schnee und Eis und stellt die Protagonisten dieser einzigartigen Leistungen vor.

Wer ist der schnellste Mensch auf Skiern?

Ivan Origone - 254,958 km/h

Am 26. März 2016 sorgte Ivan Origone für den bis heute gültigen Geschwindigkeitsrekord auf Skiern.

In Vars erreichte der Italiener eine Spitzengeschwindigkeit von 254,958 km/h und legte damit zwitweise mehr als 70 Meter pro Sekunde zurück. Selbst seine Beschleunigung ist rekordverdächtig. Von 0 auf 200 brauchte der damals 28-Jährige lediglich 5,5 Sekunden.

Um diese Geschwindigkeit zu erreichen, stürtzte er sich die "Les Vautours" am Pic de Chabrières hinab. Die Strecke misst 1400 Meter und legt 435 Höhenmeter zurück. An der steilsten Stelle hat sie ein Gefälle von 98 Prozent.

Bei den Frauen hält Valentina Greggion mit 247,083 km/h den Rekord. Die Italienerin entscheid sich 2016 ebenfalls für die Strecke in Vars für ihren Rekord.

Die FIS hat für Weltcup-Rennen übrigens eine Geschwindigkeitsbegrenzung für 200 km/h erlassen. Sollte in einem Rennen eine höhere Geschwindigkeit erzielt werden, muss der Start entsprechend verlegt werden.

Wer ist der schnellste Rennrodler?

Felix Loch - 153,98 km/h

Den offiziellen Rekord stellte Felix Loch am Weltcupwochenende vom 20. und 21. Februar in Whistler auf. Im Einzelrennen rauschte der Deutsche die Bahn mit 153,98 khm/h hinunter. Noch nie zuvor war ein Mensch schneller per Rodel durch den Eiskanal gefahren.

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Im Jahr darauf war Manuel Pfister sogar noch schneller. Auf der gleichen Bahn war der Österreicher um 0,02 km/h schneller und knackte somit die 155 km/h. Allerdings gelang ihm diese Rekordleistnug im Training zum Olypischen Rodelrennen. Rekorde werden allerdings nur in offiziellen Rennen anerkannt.

Wer ist der schnellste Mensch auf einem Snowboard?

Edmond Plawczyk - 203 km/h

Es ist der 3. April 2015, als sich Edmond Plawczyk mit 203 km/h auf einem Snowbaord die Piste herunterstürzt. Auch der Franzose hat sich für seinen Weltrekordversuch die Piste in Vars ausgesucht.

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Wie hoch war der höchste Sprung beim Snowboard?

Terje Haakonsen - 9,8 Meter

Am 2. März 2007 landete Terje Haakonsen aus unglaublichen 9,8 Metern wieder in der Quarterpipe. Bei der Arctic Challenge erreichte er diese Höhe mit einem Backside 360. Damit verbesserte er die alte Bestleistung um einen knappen halben Meter.

Lediglich die Landung war nicht ganz meisterlich. Aber aufgrund der Höhe sei ihm die katzenähnliche Vier-Punkt-Landung verziehen.

Wie weit war der weiteste Sprung beim Skspringen?

Stefan Kraft - 253,5 Meter

Den Titel für den weitesten Sprung auf Skiern darf Stefan Kraft sein eigen nennen. Am 18. März 2017 landete er in Vikersund erst nach schier unendlich scheinenden 253,5 Metern wieder auf dem Boden.

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Allerdings darf man bei dieser Weiter schon eher vom fliegen als vom Springen reden. Dementsprechend wurde der Rekord natürlich auch beim Skifliegen aufgestellt. Von den Disziplinen wird zwischen Skispringen und Skifliegen unterschieden, der rekod gilt aber für beide Wertungen, da im Skispringen solche Weiten nicht ansatzweise erreicht werden.

Bei den Frauen steht ebenfalls eine Österreicherin ganz vorne. Daniela Iraschko-Stolz  flog im Rahmen des Skifliegens der Herren 2003 am Kulm auf genau 200 Meter. Da dies aber kein eigener Frauen-Wettbewerb war, wird dieser rekord nicht offiziell anerkannt.

Welches Weltcup-Rennen war die knappste Entscheidung?

Abfahrt in Bormio - 29.12.2012

Bei der Weltcup-Abfahrt in Bormio bekamen die Zuschauer die spannendste Entscheidung des alpinen Ski-Weltcups zu sehen. Dominik Paris sowie Hannes Reichelt belegten zeitgleich den ersten Rang. Hitner dem Italiener und Österreicher fuhr der Norweger Aksel Lund Svindal mit nur einer Hundertstel Rückstand auf Rang drei. Mit einer weiteren Hunderstel mehr auf Rang vier machte der Österreicher Klaus Kröll den Ski-Thriller perfekt.

Welches Weltcup-Rennen hatte die meisten Sieger?

Riesenslalom in Sölden - 26.10.2002
Super-G in Hafjell - 3.3.2006

Gleich zwei Mal mussten sich drei Fahrrerinnen im alpinen Ski-Weltcup auf die oberste Podeststufe zwängen. In Sölden teilen sich Tina Maze (SLO), Andrine Flemmen (NOR) und Nicole Hosp (AUT) den Sieg. In Hafjell wiederholten dann Nadia Styger (SUI), Lindsey Vonn (USA) und Michaela Dorfmeister (AUT) das Kunststück. Fast hätte sich das Rennen den alleinigen Rekordtitel geholt. Die Viertplatzierte Kelly Vanderbeek aus Kanada verpasste die Bestzeit nur um 0,01 Sekunden.

Wem gelang ein Sieg im Ski Alpin-Weltcup mit der höchsten Startnummer?

Markus Foser - 17.12.1993

Markus Foser sorgte für eine der größten Sensationen überhaupt im Ski-Weltcup. Mit der Startnummer 66 düpierte der Liechtensteiner beim Abfahrtslauf in Sölden die gesamte Weltelite und fuhr zu seinem einzigen Weltcupsieg.

Er nutzte bei seinem Coup die perfekten klimatischen Bedingungen. Im Laufe des Rennens kam die Sonne immer mehr hinter dem Langkofel hervor, weswegen die Strecke im oberen Abschnitt immer schneller wurde.

Wiederholen konnte er diese Sensation aber nicht. Lediglich zwei weitere Top-10-Platzierungen stehen in seiner Vita. Nach der Saison 1996/97 beendete er seine Karriere.

Wegen seines Erfolges in Sölden wurde er 1994 aber in Liechtenstein zum Sportler des Jahres gewählt.

Was ist der Rekord im Dauerskifahren?

Christian Flühr - 264 Stunden

Vom 11. bis zum 22. Januar 2008 wedelte Christian Flühr ganze 264 Stunden auf den Pisten von Obergurgl-Hochgurgl im Ötztal.

Gegessen hatte der deutsche Marathonskifahrer im Lift, in der Kabine wurden die Kleider gewechselt. Selbst für den Schlaf musste die Gondel herhalten. In der paar Minunten dauernden Fahrt hat er sich regelmäßige Powernappings gegönnt. Nach eigener Aussage waren die Vormittage immer die größten Herausforderungen. Zu dieser Zeit waren die Pisten härter und damit schneller.

Er scheint aber ein Faible für diese Art der Qual zu haben. Immerhin hatte er den alten Rekord gleich um 22 Stunden verbessert. Den hielt übrigens auch schon Chrisitan Flühr.

Was ist die längste Abfahrt, die in 24 Stunden absolviert wurde?

Tammy McMinn - 93.124 Meter

Der Kanadier Tammy McMinn war zwar keine elf Tage im Ski-Dauereinsatz, hat dafür aber innerhalb von 24 Stunden die Rekordstrecke von 93.124 Metern zurückgelegt.

Mit seinem Snowboard ließ sich der Weltrekordler 1998 101 Mal per Hubschrauber zum Pistenstart fliegen, um sich dann wieder den Hang im kanadischen Atlin hinunterzustürzen.

Etwas einfacher - aber nicht weniger spektakulär - hat es sich übrigens der Norweger Johan Olofsson gemacht. Statt sich 24 Stunden zu quälen, hält der Snowboarder den Rekord für die längste vertikale Strecke in 35 Sekunden. Bei der halsbrecherischen Abfahrt mit einem Gefälle von über 40 Grad legte er knapp 1000 Meter zurück und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h.

Wer hält den Rekord im Dauerlanglauf?

Erik Wickström - 438,575 km

Nach den Rekorden im Bergabfahren ist es nun Zeit für den Langlauf. Vom 30. März bis zum 1. April 2016 legte Erik Wickström sage und schreibe 438,575 km auf Langlaufskiern zurück. Im Vorfeld des traditionsreichen Arefjällloppet-Skimarathons im schwedischen Valadalen schaffte der Schwede 1064,5 Runden auf der 412 Meter langen Loipe.

Damit übertraf er die bisherige Bestmarke von Teemu Virtanen um 5,5 Kilometer. Der Finne versuchte zwar, seinen Rekord zu verteidigen, musste bei diesem Weltrekordversuch aber nach 21 Stunden aufgeben. Der dritte Teilnehmer - Denis Kabanen aus russland - musste bereits nach 16 Stunden die Segel streichen.

Wer ist am schnellsten rückwärts auf Skiern gefahren?

Elias Ambühl - 131,23 km/h

Ein Hobbyskifahrer fährt im Schnitt mit rund 50 km/h zu Tale. Darüber lacht Elias Ambühl nur. Er gönnte sich am Weisshorn in Arosa eine Abfahrt mit 131,23 km/h. Und um das Ganze noch zusätzlich aufzupeppen, fuhr er die Piste am 28. Februar 2017 rückwärts hinunter.

Mit dieser Glanzleistung knackte er den bestehenden Rekord von Anders Backe. Der Norweger war 2012 rückwärts eine Skischanze heruntergefahren und dabei auf 128,7 km/h gekommen.

Wer rannte am schnellsten eine Sprungschanze hinauf?

Joannes Rydzek - 27,69 Sekunden

Am 22. September 2017 stellte Johannes Rydzek den Rekord im schnellsten 50m-Sprint mit einer Steigung von mindestens 37 Grad auf. Für die Strecke auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf brauchte er lediglich 27,69 Sekunden. Für den zweimaligen Olympiasieger und sechsmaligen Weltmeister in der Nordischen Kombination war es eine willkommene Abwechslung zum handelsüblichen Sommertraining.

"Es war ein cooles Erlebnis. Es ist eine große Ehre für mich, jetzt einen Guinness-Weltrekord zu haben. Vor allem die letzten zehn Meter kurz vor dem Schanzenkopf waren unglaublich hart", sagte Rydzek nach seinem Coup. Dabei hätte er sich aber sogar noch Zeit lassen können. Den vorherigen Rekord von 35 Sekunden pulverisierte er geradezu.