ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zeigt sich angesichts des Dopingskandals entsetzt
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zeigt sich angesichts des Dopingskandals entsetzt © Getty Images
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Der Dopingskandal im Wintersport könnte beim ÖSV weitreichende Folgen haben. Der Verbandpräsident schlägt vor, den Langlaufsport neu zu organisieren.

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Präsident Peter Schröcksnadel vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) will angesichts des aktuellen Dopingskandals die Strukturen im nationalen Langlaufsport auf den Prüfstand stellen.

"Laut den Ermittlungen der Behörden gibt es keinen Hinweis darauf, dass Betreuer des ÖSV in diesen Dopingfall involviert sind", sagte Schröcksnadel: "Unabhängig davon werde ich dem Präsidium vorschlagen, nach dieser Saison den Langlaufsport im ÖSV völlig neu zu organisieren."

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Wer die Regeln verletze, werde verbandsintern weiterhin härtest möglich bestraft. "Wir können nicht für jeden Einzelnen garantieren, dass er sich an die strengen Bestimmungen hält", sagte Schröcksnadel: "Die Verantwortung trägt jeder einzelne Athlet selbst, die Folgen auch. Klar ist, wer dopt, wird unverzüglich aus dem ÖSV ausgeschlossen. Die juristischen Konsequenzen werden die Behörden ziehen."

Neun Personen bei Razzien in Seefeld und Deutschland festgenommen

Bei mehreren Razzien in Seefeld und in Deutschland waren nach Angaben des österreichischen Bundeskriminalamts (BK) am Mittwoch im Rahmen der "Operation Aderlass" insgesamt neun Personen festgenommen worden, darunter fünf Sportler: Zwei Österreicher, zwei Esten und ein Kasache.

"Nichts ist niederträchtiger als das Erkaufen von besseren Resultaten durch illegale leistungssteigernde Methoden", sagte Schröcksnadel: "Ich bin zutiefst verärgert, dass einzelne Athleten offenbar nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Im ÖSV gilt Null-Toleranz gegenüber Doping."