Amelie Kober verpasst Olympia 2018
Amelie Kober schafft es nicht zu den Olympischen Spielen in Pyoengchang © Getty Images

Ramona Hofmeister nährt die Hoffnungen für Olympia, Medaillengewinnerin Amelie Kober verpasst die Spiele dagegen. Felix Loch patzt. Wintersport kompakt.

SPORT1 fasst die Wintersport-Ereignisse des Tages zusammen. 

+++ 17.32 Uhr: Pechstein enttäuscht bei Olympia-Generalprobe +++

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat knapp drei Wochen vor ihrer siebten Teilnahme an Olympischen Winterspielen eine verhaltene Generalprobe gegeben.

Beim Weltcup in Erfurt musste sich die fünfmalige Olympiasiegerin in 4:11,04 Minuten auf ihrer Nebenstrecke 3000 m mit dem elften Rang begnügen.

"Am Anfang waren die Runden gleichmäßig. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich noch nicht auf dem Level laufen kann, wie ich mir das vorgestellt habe", sagte Pechstein, die nach eigenen Angaben an einem Virusinfekt laboriert: "Das ist etwas anderes als eine kleine Erkältung. Eigentlich zieht sich das seit Weihnachten hin." 

Das Podium war für die 45 Jahre alte Berlinerin außer Reichweite. Die Kanadierin Ivanie Blondin, die Pechstein im direkten Duell distanziert hatte, siegte in 4:04,86 Minuten vor Antoinette de Jong (Niederlande/4:05,45) und Martina Sablikova (Tschechien/4:05,91).

Roxanne Dufter aus Inzell, die in Pyeongchang gemeinsam mit Pechstein in der Teamverfolgung starten wird, beendete ihr Rennen in 4:10,68 Minuten noch vor Pechstein auf dem zehnten Platz.

Pechstein plant in Südkorea vier Starts. Dabei fokussiert sie sich mit Blick vorrangig auf die 5000 m. Über die längste Einzeldistanz sind die Chancen auf ihre zehnte olympische Medaille am größten. 

+++ 15.39 Uhr Hofmeister siegt in Rogla +++

Snowboarderin Ramona Hofmeister hat mit ihrem zweiten Saisonsieg die Hoffnungen auf erfolgreiche Olympische Spiele in Pyeongchang genährt.

Die 21-Jährige aus Bischofswiesen setzte sich im Finale des zweiten Parallel-Riesenslaloms beim Weltcup im slowenischen Rogla gegen die Österreicherin Sabine Schöffmann durch.

Hofmeisters Triumph überlagerte das Olympia-Aus der einstigen Medaillengewinnerinnen Amelie Kober (Fischbachau) und Anke Wöhrer (Bernau). Das Duo konnte seine letzte Chance zur Erfüllung der nationalen Norm nicht nutzen und scheiterte in Slowenien bereits in der Qualifikation.

Beide hatten zuletzt mit Verletzungen bzw. langwierigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. "Die Enttäuschung ist sehr groß, ich wäre so gerne für meinen Sohn zu Olympia gefahren", sagte Kober (30).

Nach mehreren Operationen und einer erst acht Wochen zurückliegenden Sprunggelenksverletzung müsse sie "froh sein, schon wieder einigermaßen mithalten zu können. Ich habe alles versucht, aber es hat leider nicht geklappt."

+++ 14.25 Uhr: Ihle verpasst Podest hauchdünn +++

Eisschnellläufer Nico Ihle hat drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) ein wichtiges Erfolgserlebnis gefeiert, die erhoffte Medaille jedoch verpasst.

Am Schlusstag des Heim-Weltcups in Erfurt sprintete der Chemnitzer über 1000 m in starken 1:08,98 Minuten auf den undankbaren vierten Rang.

Ihle, der mit einer Leistungssteigerung am Wochenende dennoch seine Medaillenambitionen für Südkorea untermauerte, musste sich Weltmeister Kjeld Nuis (Niederlande/1:08,40), Havard Holmefjord Lorentzen (Norwegen/1:08,66) und dem Russen Denis Juskow (1:08,95) geschlagen geben. Joel Dufter (Inzell) belegte in 1:10,75 Minuten als zweiter deutscher Starter nur den 17. Platz.

Vor seinem guten 1000-m-Lauf hatte Ihle am Sonntag bereits über 500 m überzeugt. Als Fünftem fehlten ihm in 35,05 Sekunden zu Bronze und dem Kanadier Alex Boisvert-Lacroix (35,00) nur fünf Hundertstelsekunden. Den Sieg sicherte sich Lorentzen (34,85) vor dem niederländischen Weltmeister Jan Smeekens (34,95). 

+++ 14.01 Uhr: Halbe Olympia-Norm für Katz und Eisenlauer +++

Die Skilangläufer Andreas Katz und Sebastian Eisenlauer haben auf den letzten Drücker die halbe Norm für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang erfüllt.

Katz überzeugte beim Weltcup im slowenischen Planica über 15 Kilometer im klassischen Stil mit Rang 14. Eisenlauer hatte bereits am Samstag im Sprint den 15. Platz belegt. Für beide war es das beste Ergebnis der Saison.

Damit dürfte den deutschen Männern die Blöße erspart bleiben, erstmals seit 1948 bei Winterspielen keine Staffel an den Start zu bringen. Zwar haben nur Thomas Bing (Dermbach) und Lucas Bögl (Gaißlach) die Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) für Südkorea (9. bis 25. Februar) erfüllt. Allerdings darf der Deutsche Skiverband bis spätestens Dienstag weitere Läufer vorschlagen, um eine Staffel zu stellen.

Katz (Baiersbronn) empfahl sich am Sonntag mit einem beherzten Rennen für eine Nominierung. Auch Thomas Wick (Zella-Mehlis), Sprintspezialist Eisenlauer (Sonthofen) und Jonas Dobler (Traunstein) liefen auf den Rängen 18, 22 und 24 in die Punkte. Der Sieg ging an Alexey Poltoranin aus Kasachstan vor dem tags zuvor erfolgreichen Norweger Johannes Hösflot Kläbo, der seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute.

+++ 12.49 Uhr: Kobers Olympia-Traum geplatzt +++

Die hochdekorierten Snowboarderinnen Amelie Kober und Anke Wöhrer haben ihren Kampf um eine Olympia-Teilnahme in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) verloren.

Das Duo, das 2014 in Sotschi noch Medaillen geholt hatte, scheiterte auch im zweiten Parallel-Riesenslalom beim Weltcup in Rogla (Slowenien) bereits in der Qualifikation. Damit ließen beide ihre letzte Chance auf die Erfüllung der nationalen Norm ungenutzt.

Das Olympia-Aus kommt für Kober und Wöhrer allerdings nicht sehr überraschend, hatten sie doch zuletzt mit Verletzungen bzw. gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Beide hatten nur die halbe Olympia-Norm erfüllt.

Kober (30) gewann 2006 in Turin Olympia-Silber im Parallel-Riesenslalom und 2014 in Sotschi im jetzt nicht mehr olympischen Parallel-Slalom Bronze. Wöhrer (32) hatte vor vier Jahren unter ihrem Mädchennamen Karstens PSL-Silber geholt.

+++ 12.08 Uhr: Loch in Lillehammer nur Fünfter +++

Drei Wochen vor Beginn der Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang haben die deutschen Rodler um Olympiasieger Felix Loch den nächsten Dämpfer kassiert.

Der 28-Jährige aus Berchtesgaden fuhr auf der vorletzten Weltcup-Station im norwegischen Lillehammer beim Sieg des Südtirolers Dominik Fischnaller nur auf Platz fünf. Die beiden weiteren Olympia-Starter Johannes Ludwig (Oberhof) und Andi Langenhan (Zella-Mehlis) kamen auf die Plätze vier und 19.

Der ehemalige Vizeweltmeister Ralf Palik (Oberwiesenthal) fuhr auf Rang 22, Chris Eißler (Zwickau) wurde 32. und damit Letzter. "Es muss mal langsam etwas besser werden. Insgesamt muss bei den Männern Stabilität rein", kritisierte Bundestrainer Norbert Loch in der ARD seine Schützlinge: "Das ist etwas, das mir stinkt."

+++ 11.59 Uhr: Fischer holt Olympia-Ticket - und verletzt sich +++

Snowboardcrosserin Jana Fischer hat sich mit ihrem besten Weltcup-Ergebnis einen sicheren Startplatz bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) geholt.

Die 18-Jährige aus Bräunlingen im Schwarzwald belegte in Erzurum/Türkei Platz acht und war damit beste Deutsche. Im Training für den Teamwettbewerb am Sonntag krachte Fischer allerdings in einen im Kurs liegenden Fangzaun und zog sich Bundestrainer Bernard Loer zufolge eine leichte Gehirnerschütterung zu.

"Da haben die Streckenposten nicht sauber abgewunken", sagte Loer verärgert. Fischer und ihre Kollegin Hanna Ihedioha (Geisenhausen) konnten deshalb nicht an den Start gehen und wurden auf Rang acht gewertet. Auch Paul Berg (Konstanz) und Martin Nörl (Adlkofen) hatten Pech. Sie schieden nach einem unverschuldeten Sturz im Viertelfinale des Team-Wettbewerbs aus und belegten Platz 14. Der Kanadier Kevin Hill war in Berg hineingefahren.

"Er kann sich bewegen. Auf den ersten Blick ist nichts gebrochen. Wahrscheinlich ist es nur eine schwere schmerzhafte Gesäßprellung", sagte Loer über Berg. Dieser war im Einzel am Samstag als 14. bester Deutscher.  

+++ 11.04 Uhr: Olympia-Generalprobe der Skispringerinnen abgesagt +++

Die für den 3. und 4. Februar geplante Olympia-Generalprobe der Skispringerinnen ist dem Wetter zum Opfer gefallen. Anhaltend hohe Temperaturen zwangen die Organisatoren im österreichischen Hinzenbach am Sonntag zu einer Absage der beiden Weltcup-Konkurrenzen. 

"Wir hatten seit Silvester keine passenden Minustemperaturen, um Maschinenschnee zu produzieren. Und der wenige Schnee, den wir hatten, ist längst dem Regen zum Opfer gefallen", sagte Bernhard Zauner, Verantwortlicher des lokalen Organisationskomitees. 

Sollte kein Ersatz gefunden werden, finden die letzten Weltcup-Springen vor den Winterspielen im südkoreanischen Pyeonchang (9. bis 25. Februar) somit am kommenden Wochenende im slowenischen Ljubno statt.

+++ 10.52 Uhr: Zwei Deutsche Langläuferinnen in Top 20 +++

Skilangläuferin Stefanie Böhler (Ibach) hat beim Weltcup im slowenischen Planica mit Platz 17 für das beste deutsche Ergebnis gesorgt.

Nach zehn Kilometern im klassischen Stil hatte die 36-Jährige 1:33 Minuten Rückstand auf die Finnin Krista Pärmäkoski, die den ersten Sieg ihrer Karriere feierte. Eine Überraschung gelang Pia Fink (Bremelau) auf Rang 19. Für die 22-Jährige war es das beste Ergebnis ihrer Laufbahn.

Pärmäkoski gewann nach 27:08,7 Minuten knapp vor der Schwedin Charlotte Kalla (+3,6 Sekunden) und Tour-de-Ski-Siegerin Heidi Weng aus Norwegen (+33,5), die ihre Führung im Hesamtweltcup behauptete. Die übrigen DSV-Starterinnen verpassten in Abwesenheit von Nicole Fessel (Oberstdorf) die Punkte. 

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