Andreas Wellinger liegt nach dem ersten Durchgang auf Rang fünf
Skispringer Andreas Wellinger und seine Kollegen wurden vom schlechten Wetter gestoppt © Getty Images

Die DSV-Adler um Richard Freitag und Andreas Wellinger werden in Titisee-Neustadt vom schlechten Wetter gestoppt. Im Skeleton gibt es einen deutschen Sieg. Wintersport Kompakt.

+++ Skispringen: Quali fällt dem Wind zum Opfer +++

Beim ersten Heimweltcup der deutschen Skispringer in Titisee-Neustadt ist die Qualifikation am Freitagmittag nach nur acht Startern abgebrochen worden. An der modernisierten Hochfirstschanze im Schwarzwald herrschten stark wechselnde Winde, die eine Austragung unmöglich machten.

Bevor Österreichs Topstar Gregor Schlierenzauer bei seinem Weltcup-Comeback mit der Startnummer neun vom Bakken gehen konnte, beendete die Jury den Durchgang vorzeitig. Die Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) wird nun am Samstag (14.30 Uhr) vor dem Teamwettkampf nachgeholt.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Constantin Schmid (Oberaudorf) nach einem Sprung auf 122,5 m in Führung. In den beiden Probedurchgängen zuvor hatte der Weltcup-Führende Richard Freitag (Aue) mit zwei zweiten Plätzen überzeugt, Vizeweltmeister Andreas Wellinger (Ruhpolding) gewann den ersten Durchgang.

+++ Skeleton: Lölling holt zweiten Saisonsieg +++

Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat auf ihrer Heimbahn in Winterberg den zweiten Saisonsieg im Weltcup gefeiert. Die 22-Jährige setzte sich mit einem Vorsprung von einer Viertelsekunde vor der Kanadierin Elisabeth Vathje (+0,24) und der Russin Jelena Nikitina (+0,25) durch. Lölling baute durch den Sieg zwei Wochen nach ihrem Erfolg im kanadischen Whistler ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee) fiel im schwächeren zweiten Durchgang vom dritten auf den fünften Platz zurück. Anna Fernstädt (Berchtesgaden) schaffte als Neunte ebenfalls erneut den Sprung unter die Top 10.

Die Russin Nikitina, Siegerin des zweiten Weltcuprennens in Park City/USA, durfte nach ihrer Sperre von Whistler in Winterberg wieder an den Start gehen. Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF hatte die vorläufige Suspendierung gegen die Athletin bis zum Erhalt der schriftlichen Begründung der Olympia-Sperre durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgehoben.

Das IOC hatte Nikitina und vier weitere russische Skeletonis wegen der Verwicklung in den Staatsdoping-Skandal mit einem lebenslangen Olympia-Bann bestraft.

Weiterlesen