Denise Herrmann holt sich in Östersund den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere
Denise Herrmann holt sich in Östersund den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere © Getty Images
Lesedauer: 16 Minuten

Denise Herrmann zeigt eine starke Reaktion auf ihr Schieß-Debakel. Felix Loch fährt beim Rodel-Weltcup aufs Podest. Wintersport kompakt.

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+++ Skeleton: Grotheer verpasst Podium hauchdünn +++

Die deutschen Skeletonis haben bei der dritten Weltcup-Station des Olympia-Winters in Whistler einen Podestplatz knapp verpasst.

Beim überlegenen zweiten Saisonsieg des Südkoreaners Yun Sung-bin fuhren Christopher Grotheer und Alexander Gassner  auf die Ränge vier und fünf, Vizeweltmeister Axel Jungk enttäuschte nach verpatztem ersten Durchgang mit Platz neun. Weltmeisterin Jacqueline Lölling hatte bereits am Freitag für den ersten Sieg der deutschen Skeletonsportler in diesem Winter gesorgt.

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Die 22-Jährige gewann vor Lokalmatadorin Jane Channell und Vizeweltmeisterin Tina Hermann. Trotz einer wilden Fahrt mit zahlreichen Wandkontakten im zweiten Lauf hatte Lölling am Ende mehr als zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Channell.

+++ Ski Alpin:Weltmeister Feuz gewinnt erste Abfahrt +++

Weltmeister Beat Feuz (Schweiz) hat die erste Weltcup-Abfahrt des olympischen Winters gewonnen.

Beim Rennen im kanadischen Lake Louise, zugleich dem ersten nach dem tödlichen Trainingssturz des Franzosen David Poisson, siegte er vor Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich/+0,09 Sekunden) und Aksel Lund Svindal (Norwegen/+0,32), der nach einer Verletzungspause wegen einer Knieoperation zum ersten Mal seit Dezember 2016 wieder am Start war.

Den deutschen Startern gelang ein guter Saisonauftakt. Thomas Dreßen (Mittenwald) fuhr auf Rang 14 (+1,53) und erzielte damit das drittbeste Resultat seiner Karriere. Andreas Sander (Ennepetal) belegte Rang 15 (+1,55).

+++ Ski Alpin: Rebensburg feiert zweiten Saisonsieg  +++

Viktoria Rebensburg hat auch den zweiten Weltcup-Riesenslalom des olympischen Winters gewonnen.

Nach dem Auftaktsieg im österreichischen Sölden dominierte die 28 Jahre alte Olympiasiegerin von 2010 diesmal in Killington/US-Bundesstaat Vermont.

Rebensburg lag beim 15. Weltcup-Sieg ihrer Karriere überlegene 0,67 Sekunden vor Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin (USA). Rang drei belegte Manuela Mölgg (Italien/+1,49 Sekunden).

+++ Skispringen: Adler landen auf Platz zwei +++

Angeführt von einem erneut starken Richard Freitag sind die deutschen Skispringer im Teamwettbewerb von Kuusamo auf das Podest geflogen. Die DSV-Adler mussten sich in Finnland als Zweite mit 1116,9 Punkten nur den überlegenen Norwegern (1184,2) geschlagen geben und sorgten für den ersten deutschen Podiumsplatz im Olympiawinter. Dritter wurde Japan (1108,2).

Der fünfmalige Weltcupsieger Freitag (Aue), bereits im ersten Durchgang mit 136,5 m bester Deutscher, konterte im letzten Sprung bei verkürztem Anlauf mit 138,0 m nicht nur die Attacke des Österreichers Stefan Kraft, der für sein Land mit dem Schanzenrekord von 147,5 m vorgelegt hatte. Der 26-Jährige fing auch Junshiro Kobayashi (129,5) ab, der mit Japan zuvor auf Platz zwei gelegen hatte.

In einem Team ohne Ausreißer nach unten zeigte der zweifache Vizeweltmeister Andreas Wellinger (Ruhpolding) mit 133,5 und 134,0 m weiter ansteigende Form. Pius Paschke (Kiefersfelden), der mit 27 Jahren sein erstes Mannschaftsspringen im Weltcup bestritt, gab mit starken 132,0 und 133,0 m ein glänzendes Debüt und bewarb sich nachdrücklich als deutsche Nummer vier für einen Olympia-Einsatz. Markus Eisenbichler (Siegsdorf/130,0+132,0) zeigte zwei sehr solide Sprünge.

Weltmeister Polen landete nur auf Platz sechs (985,5), nachdem Auftaktspringer Piotr Zyla im ersten Durchgang wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden war.

+++ Kombination: Rydzek bei Watabe-Sieg Dritter +++

Die erfolgsverwöhnten deutschen Kombinierer müssen auch nach dem zweiten Weltcup-Rennen auf den ersten Sieg im olympischen Winter warten. Der vierfache Weltmeister Johannes Rydzek erreichte im finnischen Kuusamo immerhin den dritten Platz und meldete sich nach dem schwachen Auftakt am Freitag zurück. Der 25 Jahre alte Allgäuer musste sich dem souveränen Sieger Akito Watabe (Japan) sowie im Zielspurt dem Finnen Eero Hirvonen geschlagen geben. 

Rydzek, der im Vorjahr beide Einzel-Wettbewerbe in Kuusamo gewonnen hatte, sorgte für den ersten deutschen Podestplatz der Saison. Im Ziel hatte er 32,8 Sekunden Rückstand auf Sieger Watabe, Hirvonen lag 1,1 Sekunden vor Rydzek.

Team-Weltmeister Fabian Rießle wurde Elfter (+1:08,3), der fünfmalige Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel kam auf Rang zwölf (+1:09,0) vor Vinzenz Geiger auf Platz 13 (+1:10,5). Für Björn Kircheisen, am Freitag als Achter bester Deutscher, reichte es nur zu Rang 22 (+1:59,6). 

Rydzek war als Siebter des Springens in die Loipe gegangen und hatte 50 Sekunden Rückstand auf den führenden Watabe. In einer achtköpfigen Verfolgergruppe attackierte der Allgäuer auf der vorletzten Runde ernst, stürzte dabei aber und musste sich wieder herankämpfen.

Beim ersten Wettkampf am Freitag waren Frenzel und Rydzek aufgrund schlechter Windbedingungen beim Springen weit zurückgefallen. Frenzel trat danach nicht mehr zum Langlauf über nur 5 km an, Rydzek belegte nach der besten Laufzeit aller Starter schließlich Platz 19.

Am Sonntag (10.45/13.30 Uhr MEZ) findet in Kuusamo ein dritter Einzelwettbewerb statt, am folgenden Wochenende macht der Weltcup in Lillehammer Station.

+++ Biathlon: Umsteigerin Herrmann gewinnt im IBU-Cup +++

Denise Herrmann hat den zweiten Sprint beim zweitklassigen IBU-Cup in Sjusjoen/Norwegen gewonnen und sich damit nachhaltig für eine Nominierung für den Weltcup-Auftakt in der kommenden Woche im schwedischen Östersund empfohlen. Karolin Horchler  rundete das gute Ergebnis der ohne die erste Garde angetretenen deutschen Biathletinnen mit Platz sechs ab.

Zwei Tage nach einem enttäuschenden 44. Platz und sechs Schießfehlern beim ersten Rennen über die 7,5 km hielt Herrmann dem gestiegenen Druck stand. Zwei Fahrkarten bei zehn Schüssen reichten der laufstarken Olympia-Dritten mit der Langlauf-Staffel (2014) zu ihrem insgesamt dritten Erfolg im IBU-Cup. In der Loipe distanzierte die furios laufende Herrmann die besten Konkurrentinnen um über 40 Sekunden.

Herrmann dürfte damit einer der beiden freien Plätze im Weltcup-Team für Östersund kaum noch zu nehmen sein. Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig will sein Aufgebot für die am Mittwoch beginnenden Wettbewerbe im Anschluss an die Mixed-Staffel in Sjusjoen am Sonntag bekannt geben.

"Sie ist im Biathlon angekommen. Sie hat sehr gutes Laufpotenzial, ihr Material im Frühjahr angepasst und jetzt mit viel Fleiß auch in der Schießtechnik einen Sprung gemacht", hatte Hönig vor dem IBU-Cup bei sportschau.de gesagt.

Bei den deutschen Meisterschaften im Sommer hatte Herrmann in Sprint, Verfolgung und Massenstart triumphiert. Am vergangenen Wochenende gewann die 28-Jährige zudem einen hochkarätig besetzten Testwettkampf in Sjusjoen.

Bei den Männern dürfen sich ebenfalls zwei Athleten Hoffnungen auf einen Weltcup-Start machen. Johannes Kühn überzeugte am Donnerstag mit einem zweiten Platz, musste sich beim zweiten Sprint aber mit Rang 23 begnügen. Bester Deutscher beim Sieg des Norwegers Tarjei Boe war Michael Willeitner als 19.

+++ Langlauf: Umstrittener Below verpasst Podest nur knapp +++

Der vom IOC lebenslang für Olympia gesperrte russische Skilangläufer Jewgeni Below hat beim Weltcup im finnischen Kuusamo nur knapp das Podest verpasst. Beim zweiten Sieg des Norwegers Johannes Hösflot Kläbo im zweiten Saisonrennen belegte der 27-Jährige über 15 km im klassischen Stil Platz sechs, Belows ebenfalls lebenslang gesperrter Landsmann Maxim Wylegschaninin kam auf Platz 16.

Norge-Jungstar Kläbo, der am Freitag bereits den Sprint gewonnen hatte, setzte sich mit 15,3 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Didrik Tönseth durch, Dritter wurde der finnische Weltmeister Iivo Niskanen (+17,7). Below, der auf den letzten Kilometern entscheidend nachgelassen hatte, fehlten 8,8 Sekunden zu Rang drei.

Bester der chancenlosen deutschen Starter war Andreas Katz, der als 25. (+1:13,7) immerhin Weltcup-Punkte sammelte. Sebastian Eisenlauer wurde 33., Thomas Bing 38., Jonas Dobler 56. und Thomas Wick 63. "Wir sind nicht ganz zufrieden, vielleicht haben sie bei den schwierigen Bedingungen auch nicht den optimalen Ski gewählt", sagt Andreas Schlütter, sportlicher Leiter beim DSV.

Das Internationale Olympische Komitee hatte Below und Wylegschanin sowie vier weitere russische Langläufer um Olympiasieger Alexander Legkow Anfang November wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien in allen Funktionen von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, aber keine Urteilsbegründung mitgeliefert.

Daher sah der Ski-Weltverband FIS bislang davon ab, die bereits von Dezember 2016 bis Ende Oktober 2017 suspendierten Russen für den Weltcup zu sperren.

+++ Curling: Dritter EM-Titel für Schottlands Curlerinnen +++

Schottlands Curlerinnen haben bei der EM in St. Gallen zum dritten Mal den Titel gewonnen. Die Britinnen siegten im Finale gegen den Rekordchampion und Vorjahreszweiten Schweden mit 6:3. Durch die Wiederholung seiner Erfolge von 1975 bei der Premiere der Titelkämpfe und 2011 trat Schottland die Nachfolge von Russland an, das in der Schweiz nach zwei EM-Triumphen in Folge die Halbfinals verpasst hatte.

Das Team des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) muss nach Platz sechs erwartungsgemäß weiter auf seinen neunten EM-Erfolg warten. Immerhin löste die Mannschaft um Skip Daniela Jentsch (Füssen) durch ihr Endergebnis das Ticket zur WM 2018 in Las Vegas.

Die DCV-Herren sind als EM-Fünfte ebenfalls bei der WM in Las Vegas dabei. Beide deutschen Teams hoffen im Dezember bei einem Ausscheidungsturnier in Pilsen zudem auf die Qualifikation für die Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar). Im Herren-Finale am Samstagnachmittag stehen sich wie bei den Damen Schottland und Schweden gegenüber.

+++ Rodeln: Starker Loch Zweiter in Winterberg +++

Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat bei der Wetterlotterie von Winterberg geglänzt. Der 28-Jährige aus Berchtesgaden fuhr bei dem von Schneefall und hoher Luftfeuchtigkeit beeinflussten Heim-Weltcup im zweiten Lauf noch von Platz zehn auf zwei. Der Italiener Kevin Fischnaller feierte überraschend seinen Premierensieg.

"Ich muss sagen: Ich bin überglücklich, es waren zwei super Läufe. Das Fahren fühlt sich deutlich besser an, das hat mir sehr gut gefallen", sagte Loch in der ARD.

Ralf Palik kam als zweitbester Deutscher auf Platz sechs. Johannes Ludwig fuhr auf Rang elf, Andi Langenhan nur auf Platz 15. "Heute sind die Jungs sehr stabil gefahren", sagte Bundestrainer Norbert Loch in der ARD: "Insgesamt bin ich mit der Leistungssteigerung zufrieden."

Im Verlauf des ersten Durchgangs hatte der Schneefall stetig zugenommen. Loch hatte dadurch als später Starter wie die übrigen Gesetzten einen großen Nachteil, fuhr dann aber noch weit nach vorn.

Der italienische Rodler Theo Gruber entkam nur knapp einem schweren Unfall. Der 21 Jahre alte Südtiroler war im zweiten Durchgang bereits unterwegs, als ein Arbeiter in einer Linkskurve noch in der Eisrinne stand und erst im letzten Moment mit einem Sprung auf die Bahnkante ein Unglück abwendete. Gruber war an der Stelle mit über 100 Stundenkilometern unterwegs.

"Alle noch mal Glück gehabt", sagte Loch zu dem "Schreckmoment". Ob die Italiener Protest einlegen, ist noch offen. Der nach dem ersten Durchgang zweitplatzierte Gruber fiel letztlich auf Rang neun zurück.

Bei den Doppelsitzern führten Toni Eggert/Sascha Benecken einen deutschen Dreifachsieg an und entschieden damit auch den zweiten Weltcup des olympischen Winters für sich. Die Weltmeister gewannen vor den Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt. Auf Rang drei landeten die Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm.

Elf Wochen vor den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) bringen sich Eggert/Benecken damit weiterhin für den größten Erfolg ihrer Karriere in Stellung. Die Thüringer arbeiten seit Jahren an einer Wachablösung an der Weltspitze der Doppelsitzer. Im vergangenen Winter gewannen sie erstmals WM-Gold und holten auch den Sieg im Gesamtweltcup. In dieser Saison wollen sie Wendl/Arlt nun auch das Olympia-Gold wegschnappen.

Die Frauen um Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und Weltmeisterin Tatjana Hüfner gehen am Sonntag (11.30/12.45 Uhr) in die Bahn in Winterberg.

+++ Langlauf: Björgen feiert 111. Weltcup-Sieg +++

Norwegens Skikönigin Marit Björgen hat im finnischen Kuusamo ihren 111. Sieg im Weltcup gefeiert und gleich zum Auftakt der Olympiasaison ein Ausrufezeichen gesetzt. Die 37 Jahre alte Rekordweltmeisterin setzte sich über 10 km im klassischen Stil in 25:07,6 Minuten mit 17,0 Sekunden Vorsprung auf ihre schwedische Dauerkontrahentin Charlotte Kalla durch. Dritte wurde Björgens Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg (+17,8).

Beste Deutsche beim ersten Distanzrennen der Saison war die frühere Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl (Zella-Mehlis), die als 19. (+1:20,4) die halbe Norm für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (zweimal Top 16) verpasste. Stefanie Böhler (Ibach) wurde 26. (+1:32,6), Sandra Ringwald (Schonach) 37. (+1:54,4) und Katharina Hennig (Oberwiesenthal) 42. (1:59,8). Nicole Fessel, beste deutsche Distanzläuferin, fehlt wegen der Nachwirkungen einer leichten Erkrankung in Kuusamo.

Björgen lag bis zur vorletzten Zwischenzeit bei 6,2 km noch hinter Kalla zurück und drehte auf den letzten Kilometern auf. Am Vortag war sie beim Klassiksprint überraschend noch wie sieben Teamkolleginnen in der Qualifikation gescheitert, die Norwegerinnen waren ohne Podestplatzierung geblieben.

Björgen, sechsmalige Olympiasiegerin und 18-malige Weltmeisterin, hatte im Dezember 2015 Sohn Marius zur Welt gebracht und war elf Monate später in alter Stärke in den Weltcup zurückgekehrt. Bei der WM 2017 in Lahti holte sie viermal Gold. Ihren ersten Weltcupsieg hatte die erfolgreichste Langläuferin der Geschichte 2002 beim Sprint in Düsseldorf gefeiert.

+++ Kombination: Weltmeister Rydzek nach Springen auf Schlagdistanz +++

Die deutschen Top-Kombinierer Johannes Rydzek (Oberstdorf) und Eric Frenzel (Oberwiesenthal) kämpfen nach dem enttäuschenden Saisonstart im zweiten Wettkampf des Olympiawinters um eine Spitzenplatzierung.

Im finnischen Kuusamo liegt Vierfach-Weltmeister Rydzek nach dem Springen aussichtsreich auf Rang sieben, auch der fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinner Frenzel hat als Elfter noch alle Chancen.

Bei im Gegensatz zum Freitag besten Windbedingungen auf der Rukatunturi-Schanze sprang Rydzek 134,0 m und geht gleichauf mit Auftaktsieger Espen Andersen (Norwegen) mit 50 Sekunden Rückstand auf den führenden Japaner Akito Watabe (142,5 m) in den abschließenden 10-km-Langlauf ab 14.30 Uhr.

Frenzel, wie Rydzek ein enorm starker Läufer, sprang mit einer Luke mehr Anlauf zwei Meter weiter als der Allgäuer und geht mit 1:20 Minuten Rückstand auf die schwere Strecke.

"Ich wusste, dass meine Sprünge gut sind. Auf dieser Schanze braucht man einfach die richtigen Bedingungen, heute hatte ich diese", sagte Frenzel in der ARD. Beim ersten Wettkampf am Freitag waren Frenzel und Rydzek aufgrund schlechter Windbedingungen beim Springen weit zurückgefallen.

Frenzel trat danach nicht mehr zum Langlauf über nur 5 km an, Rydzek belegte nach der besten Laufzeit aller Starter schließlich Platz 19.

Drittbester Deutscher ist Vinzenz Geiger (Oberstdorf) auf Platz zwölf (+1:25), Terence Weber (Geyer) liegt auf Platz 17 (+1:34), Team-Weltmeister Fabian Rießle (Breitnau) geht nach einem soliden Sprung auf 134,0 m von Rang 18 (+1:41) ins Rennen.

Manuel Faißt (Baiersbronn) liegt auf Platz 27 (+2:17), Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), am Freitag als Neunter bester Deutscher, kam nicht über Rang 28 (+2:20) hinaus.  

+++ Bob: Deutsche Bobfahrer in Whistler nur Statisten +++

Die deutschen Bob-Piloten haben zum Abschluss der Übersee-Weltcuprennen im Olympia-Winter das Podest erneut klar verpasst.

Zweifach-Weltmeister Francesco Friedrich verfehlte im kanadischen Whistler mit Anschieber Thorsten Margis in seiner Spezialdisziplin Zweierbob mit Rang 13 wiederum eine Spitzenplatzierung.

Der Stuttgarter Johannes Lochner schied mit Christian Rasp als 21. bereits nach dem ersten Durchgang aus. Bester Deutscher beim Sieg von Lokalmatador Chris Spring war Friedrichs Vereinskollege Nico Walther mit Anschieber Alexander Rödiger auf Platz sieben.

"Manchmal ist man einfach zu doof", sagte Friedrich in der ARD. Der 27-Jährige aus Oberbärenburg hatte seinen Wallner-Erfolgsschlitten aus Österreich nach der überragenden Vorsaison verkauft, mit dem neuen Bob fährt er nun hinterher: "Darüber haben wir im Sommer vielleicht nicht nachgedacht."

Bei den Frauen wurde Europameisterin Mariama Jamanka (Oberhof) elf Wochen vor den Winterspielen in Pyeongchang/Südkorea (9. bis 25. Februar) mit Sarah Noll Vierte. Anna Koehler (Winterberg) fuhr mit Franziska Fritz-Glahn auf Platz 14, Stephanie Schneider (Oberbärenburg) belegte mit Ann-Christin Strack nur Rang 20. Der Sieg ging an die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada.

Walther hatte das Weltcup-Auftaktrennen im Zweierbob in Lake Placid noch gewonnen, ansonsten konnten die Piloten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) im kleinen Schlitten bislang keinen weiteren Podestplatz einfahren.

Im Viererbob hatten Walther und Lochner die ersten beiden Rennen des Winters für sich entschieden. Der dritte Wettkampf findet am Samstagabend (23.00 Uhr) statt.