Die Berlin Recycling Volleys stehen im Pokalfinale
Die Berlin Recycling Volleys denken an einen Umzug nach Polen © SPORT1
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München - Die Berlin Recycling Volleys sorgen weiterhin mit ihrem angedachten Umzugsplan nach Polen für Aufsehen. Nun reagiert der Liga-Boss auf den Meister.

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Die BR Volleys haben die Lizenz für die kommende Saison in der Volleyball-Bundesliga eingereicht, doch mittelfristig will der zehnmalige deutsche Meister nach Polen wechseln.

"Jetzt sind die Pläne so konkret wie nie", sagte BR-Manager Kaweh Niroomand dem Tagesspiegel. Nach ersten Gesprächen mit Verantwortlichen der polnischen Liga "erhielten wir eine positive Reaktion", verriet Niroomand, er schränkte aber auch ein: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es mit einem Wechsel klappt, ist nicht so groß."

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Wechsel nach Polen aktuell nicht möglich

Ein Wechsel schon ab Herbst in die polnische PlusLiga, die qualitativ höher einzustufen ist als die Bundesliga, ist aufgrund vieler offener Fragen ohnehin nicht realisierbar. In Polen sind die Klubs durch die Coronakrise nicht so in wirtschaftliche Bedrängnis geraten wie in Deutschland, weil die Sportart dort einen deutlich größeren Stellenwert besitzt als hierzulande.

Durch den Rückzug dreier Klubs werde die Bundesliga "schwächer sein nach Corona", begründete Niroomand die Wechsel-Gedanken: "So können wir dort nicht mehr vorankommen. Aus eigener Kraft können wir nicht mehr wachsen." Entweder man gehe einen neuen Weg, "oder wir schrauben zurück".

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Liga reagiert überrascht: "Unsolidarisch"

Nach SPORT1-Informationen stößt der Berliner Klub vor allem wirtschaftlich in Deutschland bald an seine Grenzen. Internationale Stars, wie der Russe Sergej Grankin, wären dann nicht mehr in der Bundesliga zu halten.

Michael Evers, Präsident der Volleyball-Bundesliga, reagierte "sehr erstaunt" auf die Wechselgedanken. Mit Blick auf die erhoffte Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst empfindet Evers "das Verhalten der Berliner als unsolidarisch".