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München - Pia Kästner ist nach langer Verletzungspause wieder fit. Im SPORT1-Volleytalk bezieht die 22-Jährige Stellung zum Streit zwischen Stuttgart und der Nationalmannschaft.

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Die Verletzung von Jungstar Pia Kästner sorgte im vergangenen Jahr für mächtig Zoff zwischen der Nationalmannschaft und ihrem Klub Allianz MTV Stuttgart.

Als Kästner, die als Zuspielerin der Zukunft in Deutschland gilt, im September 2019 mit starken Rückenschmerzen vom EM-Sommer mit dem DVV-Team zurückkehrte, erhob Stuttgarts Sportchefin Kim Renkema schwere Vorwürfe gegen den Verband.

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"Wir haben eine kaputte Spielerin zurückbekommen", schimpfte sie seinerzeit. Die Diagnose damals: Osteochondrose, eine Verschleißerkrankung an der Wirbelsäule.

Über ein Jahr später und nach langer Leidenszeit greift Kästner wieder an - im SPORT1-Volleytalk spricht die 22-Jährige über ihre Verletzung und versucht, die Wogen zu glätten.

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Kästner nimmt Schuld bei Verletzung auf sich

Dabei sieht die Zuspielerin die Schuld für ihren verletzungsbedingten Ausfall weder bei der Nationalmannschaft noch beim MTV, sondern viel mehr bei sich.

"Am Ende bin ich selbst Schuld, weil es mein Körper ist und ich hätte die Reißleine ziehen müssen und sagen, bis hier hin und nicht weiter", sagt Kästner heute.

Dass sie dies nicht schon im Laufe der EM getan habe, mag auch daran gelegen haben, dass Kästner nach eigenen Angaben schon ihr ganzes Leben an Rückenproblemen leidet.

Diagnose schockte Kästner 

Daher habe sie sich keine große Gedanken über ihre Beschwerden gemacht, obwohl diese zunehmend spürbar wurden.

Es fühlte sich so an, "als hätte ich ein Brett im unteren Rücken", erklärt die 22-Jährige. Ein MRT habe sie trotzdem erst nach der EM lassen machen, da währenddessen keine Zeit blieb.

Die Diagnose Osteochondrose "war für mich ein Schock, weil ich vorher auch damit gespielt und trainiert habe", berichtet Kästner: "Ich habe gedacht, dass ich dann jetzt erstmal raus bin. Ich hatte wirklich gar nicht damit gerechnet und das war für mich ein Schockmoment."

Kästner dachte "keine Sekunde" an Karriereende

Obwohl Kästner deutlich länger ausfiel, als zunächst gedacht, dachte die Nationalspielerin nie an ein Karriereende.

"Ich hab keine Sekunde dran gedacht, dass ich nie wieder auf dem Feld stehen werde, weil ich auch die Fortschritte gemerkt habe", erklärte Kästner.

Für ihr Durchhaltevermögen wurde sie nun belohnt: Beim 3:0 gegen die Roten Raben Vilsbiburg gab die 22-Jährige ihr Comeback, glänzte unter anderem mit einem frechen Punkt.

Kästner entscheidet über Comeback in der Nationalmannschaft 

Mittlerweile kann Kästner, trotz anhaltender, wenn auch geringer Schmerzen, wieder frei aufspielen. "Im Spiel und Training belastet mich die Situation null", berichtet die Zuspielerin.

Trotz der Meinungsverschiedenheiten zwischen Verein und Nationalmannschaft rechnet Kästner fest damit, dass Stuttgart sie wieder für die Länderspiele abstellen wird.

"Ich glaube nicht, dass der Verein was dagegen sagen würde. Stuttgart ist pro Nationalmannschaft. Man hat da viele Trainingseinheiten, viel Spielpraxis, das ist für jeden Verein förderlich. Und daher gehe ich davon aus, dass es da kein Problem geben wird. Die Entscheidung liegt bei mir", stellt Kästner klar.

Das komplette Gespräch mit Pia Kästner gibt es zum Nachhören im SPORT1-Volleytalk.