Oskar Lindblom feierte sein Comeback für die Flyers
Oskar Lindblom feierte sein Comeback für die Flyers © Getty Images
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Die Philadelphia Flyers schocken die New York Islanders erneut. Ein Schwede feiert ein umjubeltes Comeback - sogar der Gegner applaudiert.

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Die New York Islanders haben im Playoff-Viertelfinale der NHL auch ihren zweiten Matchball vergeben.

Ohne die deutschen Nationalspieler Thomas Greiss und Tom Kühnhackl verloren die Islanders gegen die Philadelphia Flyers 4:5 nach Verlängerung und kassierten damit in der Serie den Ausgleich zum 3:3. Das entscheidende Spiel findet am Samstagabend (Ortszeit) in Toronto statt (Spielplan und Ergebnisse der NHL-Playoffs).

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"Wir müssen uns jetzt durchkämpfen und beißen, das gehört dazu", sagte Islanders-Coach Barry Trotz: "Wenn uns das gelingt, wachsen und reifen wir als Gruppe noch weiter. Wir spielen hier gegen das an Nummer eins gesetzte Team, alles ist extrem ausgeglichen."

Lindblom feiert Comeback nach Krebs

Die Islanders führten zwischenzeitlich, erst in der 50. Minute kassierten sie den Ausgleich durch Scott Laughton. In der zweiten Verlängerung schlug dann Iwan Proworow für die Flyers zu. 

Bei Philadelphia feierte der Schwede Oskar Lindblom ein emotionales Comeback. Bei dem Stürmer war im Dezember eine seltene Form von Knochenkrebs diagnostiziert worden, nach monatelanger Chemotherapie ist er nun krebsfrei.

"Es gibt keine Worte, die ausreichend beschreiben, wie stolz wir auf ihn sind, und wie wertvoll er für unser Team ist", sagte Flyers-Torhüter Carter Hart, der 49 von 53 Schüssen abwehrte. Als Lindblom das Eis betrat, erhielt er trotz aller Rivalität Applaus von beiden Teams.

Der Sieger der Serie trifft auf die Tampa Bay Lightning, die die Boston Bruins in fünf Spielen ausgeschaltet hatten.

Rookie-Keeper überragt

Bei den in Edmonton ausgespielten Duellen im Westen ist dagegen noch alles offen. Die Vancouver Canucks erzwangen durch ein klares 4:0 gegen die Vegas Golden Knights ein Entscheidungsspiel, auch die Colorado Avalanche und die Dallas Stars müssen in eine siebte Partie.

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Bei den Canucks überragte Rookie-Torhüter Thatcher Demko, der alle 48 Schüsse parierte und Vancouver damit zum zweiten Sieg nacheinander führte. Bereits im fünften Spiel der Serie hatte Demko begonnen, weil Stammtorhüter Jacob Markström verletzt ausfällt.

"Thatcher war unsere MVP (der wertvollste Spieler, d. Red) in beiden Spielen", sagte Torschütze Jake Virtanen: "Er macht es uns leicht, diese Spiele zu gewinnen."