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Marco Sturm glaubt nicht an eine Fortsetzung der aktuell unterbrochenen NHL-Saison. Im Hintergrund arbeitet die Liga bereits an möglichen Notfall-Szenarien.

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Seit dem 12. März setzt die NHL den Spielbetrieb wegen der weltweiten Coronakrise auf unbestimmte Zeit aus.

Dass die Spieler der 31 Franchises in dieser Saison aber tatsächlich noch einmal zurück aufs Eis zurückkehren werden, daran darf aufgrund der immer verheerender werdenden Lage in den USA inzwischen aber gezweifelt werden.

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"Wenn man die momentanen Bilder aus New York oder New Orleans oder sonst irgendwoher sieht, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass wir diese Saison noch spielen", erklärte der aktuelle Assistenztrainer der LA Kings Marco Sturm im Interview mit SPORT1.

NHL geht mögliche Optionen durch

Zwölf Spiele hätte sein Team in der Hauptrunde noch bestreiten müssen. "Die wird man in diesem Jahr glaube ich nicht mehr sehen", meinte der ehemalige Bundestrainer, wenngleich er verdeutlichte, dass es in den Überlegungen der Liga noch andere Optionen gibt.

Denkbar wäre laut dem 41-Jährigen beispielsweise, ein Turnier um den Gewinn des Stanley Cups in einer oder mehreren Städten auszutragen. "Es sind verschiedene Variationen, die durchgegangen werden", sagte er.

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Damit seine Spieler für den Fall der Fälle auch vorbereitet sind, haben die Kings eigens eine interne Workout-App mit der sich die Spieler inklusive Sturm fit halten.

"Von daher sind sie gut versorgt von uns und sie wissen haargenau, dass sie bereit und fit sein müssen, wenn es wirklich irgendwann weitergeht. Dafür werden sie bezahlt", erklärte der 1.006-malige NHL-Spieler.

Sturm spürt ersten Anflug von Panik

Er selbst hält sich aktuell zu Hause in Florida auf, wo er zwischen 2011 und 2012 für die Panthers spielte, ehe er seine Karriere in der DEL bei den Kölner Haien ausklingen ließ. Einschränkungen aufgrund der Coronakrise spürt er dort bislang aber kaum, wobei man "speziell in den letzten Tagen" auch dort einen ersten Anflug von Panik spüren würde.

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"Wir sind Europa, speziell auch Deutschland ein paar Wochen hinterher und von daher gehen wir auch hier in Florida davon aus, dass es in den nächsten Wochen extrem wird. Vom Krankenhaus und auch von den Tests her sieht man auch, dass bei uns in den nächsten Wochen die höchste Zahl erreicht wird", erklärte er bei SPORT1.

In den nächsten Wochen heißt es daher nun vor allem abwarten und "schauen, wie sich die Lage entwickelt". Von einem Abbruch bis hin zu einem Saisonende im Juli oder August scheint momentan noch alles möglich.