Clint Malarchuk zog sich 1989 bei einem NHL-Spiel eine absolute Horror-Verletzung zu
Clint Malarchuk zog sich 1989 bei einem NHL-Spiel eine absolute Horror-Verletzung zu © Dpa Picture-Alliance
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Vor 31 Jahren kommt es zur schrecklichsten Verletzung der NHL-Historie. Zuschauer müssen sich übergeben. Der Betroffene versucht sich später das Leben zu nehmen.

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Als die messerscharfe Kufe seine Halsvene aufschlitzt, hat Clint Malarchuk nur eines im Sinn: Runter vom Eis! Sofort!

"Meine Mutter hat das Spiel am Fernseher angeschaut", erinnert sich der ehemalige NHL-Goalie an die Tragödie vom 22. März 1989: "Ich wollte nicht, dass sie den Tod ihres Sohnes erleben muss."

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Denn davon geht Malarchuk in diesem Moment aus, "zwei bis drei Minuten" gibt er sich und seinem Leben noch.

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Krupp löst unabsichtlich die Horror-Szene aus

Es läuft die 16. Minute im Spiel zwischen den St. Louis Blues und den Buffalo Sabres, zu denen Malarchuk erst wenige Tage zuvor gewechselt war.

Der spätere Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp will vor Malarchuks Tor seinen Gegenspieler Steve Tuttle beim Schuss behindern - und löst damit einen der schrecklichsten Momente der NHL-Geschichte mit aus.

Tuttle verliert das Gleichgewicht, sein rechtes Bein schnellt in die Höhe und verletzt Malarchuk lebensgefährlich.

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Malarchuk verliert eineinhalb Liter Blut

Schnell bildet sich auf dem Eis eine dunkelrote Blutlache und als die Betreuer herbeieilen will Malarchuk nur, "dass sie meine Hand halten, während ich sterbe".

Insgesamt verliert Malarchuk eineinhalb Liter Blut innerhalb kürzester Zeit.

Zuschauer übergeben sich, wie sein Teamkollege Dave Andreychuk später berichtet - aber Malarchuk überlebt. Weil der Teambetreuer, ein früherer Kriegsveteran, den Finger instinktiv in die Wunde steckt und damit die Blutung stoppt.

Im Krankenwagen wird die 15 Zentimeter lange Wunde des damals 27-Jährigen mit 300(!) Stichen genäht, nur vier Tage später trainiert er bereits wieder, das nächste Spiel folgt eine Woche danach.

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Selbstmordversuch im Oktober 2008

Die Erinnerungen an den Vorfall aber bleiben und bringen Malarchuck schier um den Verstand. Er findet nicht mehr in den Schlaf - und greift zum Revolver.

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"Ich wollte diesen verdammten Schmerz beenden", begründet Malarchuk seinen Selbstmordversuch im Oktober 2008. Er überlebt. Heute arbeitet Malarchuk mit seiner Frau Joanie als Mentaltrainer.

Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie Depressionen oder suizidale Gedanken haben! Zum Beispiel, ganz unkompliziert, bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 – oder bei anderen Beratungsstellen.