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München - Weder das hohe Alter oder der Teamwechsel von den Patriots zu den Buccaneers noch eine vermeintliche Super-Bowl-Regel können Tom Brady stoppen.

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Es musste ja fast so kommen, dass ausgerechnet Tom Brady ein ungeschriebenes Gesetz bricht.

Mit den Tampa Bay Buccaneers, die am 7. Februar im Super Bowl gegen die Kansas City Chiefs spielen, kann sich zum ersten Mal in der NFL-Geschichte eine Mannschaft im heimischen Stadion zum Champion krönen.

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Noch nie zuvor stand ein Ausrichter eines Super Bowl auch im Finale – und dann kam Tom Brady und wechselte nach Tampa Bay, um seinen siebten Titel zu holen.

Brady lässt Kritiker verstummen

Nachdem Brady nach dem enttäuschenden Ende seiner Patriots-Ära mit dem Aus in der Wild Card Round gegen die Tennessee Titans 2020 vom ein oder anderen Experten bereits abgeschrieben wurde, strafte er in der Saison 2020/21 mit guten Leistungen und dem Finaleinzug mal wieder seine Kritiker Lügen.

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Allerdings überrascht sein erneuter Erfolg nicht jeden – schließlich ist und bleibt es eben Tom Brady.

"Wenn man sich seine Historie anschaut und auch seine Spiel- und Führungsqualitäten, dann hat man schon damit rechnen können - auch mit dem Gerüst um ihn herum im Team -, dass er weit kommt und es in die Playoffs schafft", erklärte Markus Kuhn bei SPORT1.

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Für den früheren NFL-Profi, der vier Jahre für die New York Giants auflief, ist Brady ohne Diskussion der beste Footballer der Geschichte. (Alles Wichtige zur NFL)

"Man hätte eigentlich schon vorher keine Fragen haben sollen. Aber wer es gehabt hat, der sollte nun endgültig still sein", sagte Kuhn nach dem NFC Championship Game, das die Bucs mit 31:26 gegen die Green Bay Packers gewannen.

Risiko-Wechsel zahlt sich aus

Der Megastar narrt die NFL nach Belieben.

Statt mit seinem Teamwechsel sein Denkmal anzukratzen, gar sein Vermächtnis zu riskieren, zementiert er seinen Legendenstatus mit dem Einzug in seinen zehnten Super Bowl – übrigens schaffte er das so oft wie kein anderer Spieler und doppelt so oft wie jeder andere Quarterback in der NFL-Geschichte.

Der Wechsel zeigte: Brady kann es eben nicht nur mit den Patriots, nicht nur mit Bill Belichick.

Brady mit 43 weiter erfolgreich

Mit 43 Jahren dann doch an Glanz verlieren und dem Karriereende entgegenschleppen? Doch nicht Brady, der als erst dritter Quarterback der Historie in drei Dekaden einen Super Bowl erreichte! (Alle Spiele und Ergebnisse der NFL)

"Er hat natürlich auch Glück aufgrund seiner Position. Auf anderen Positionen wäre das natürlich schwieriger", erklärte Kuhn das Phänomen Brady: "Er muss 'nur den Ball werfen'. Das ist etwas einfacher, das auch im fortgeschrittenen Alter zu machen."

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Dennoch sei es "unglaublich, was dieser Mann schon seit Jahrzehnten abliefert und was er leistet. Riesenrespekt."

Ein Ende ist nicht in Sicht – es sei denn, Brady hört nach einem weiteren Titel auf. Kuhn glaubt, dass der NFL-GOAT mindestens in der kommenden Saison weiterspielt, kann sich aufgrund Bradys Leistungen aber auch "vorstellen, dass er noch fünf Jahre weitermacht".

Brady gegen Mahomes

Es würde zu Bradys Vermächtnis passen, wenn er nun auch für den ersten Heim-Super-Bowl-Triumph sorgen würde.

Als Gegner warten zwar die Kansas City Chiefs um den aufstrebenden Superstar Patrick Mahomes, die Kuhn als "bestes Team allgemein" und "leicht vorne" sieht.

Der 34-Jährige weiß aber auch: "Gegen Brady zu wetten, ist eigentlich schon fast dumm."