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Tom Brady stellt beim Playoff-Sieg seiner Tampa Bay Buccaneers eine Oldie-Bestmarke auf - gegen Underdog Washington ist es dennoch eng.

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Tom Brady hat den Beweis erbracht: Seine Playoff-Magie wirkt auch abseits der New England Patriots.

Während das Ex-Team des legendären Quarterbacks in Trümmern liegt, stellte der Oldie für seine Tampa Bay Buccaneers beim 31:23 gegen das Washington Football Team einen neuen Postseason-Rekord auf.

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Im Alter von exakt 43 Jahren und 159 Tagen warf Brady einen Touchdown auf Skandalprofi Antonio Brown und ist damit der älteste Quarterback in der NFL-Geschichte, der das in den Playoffs geschafft hat.

Der Wurf über 36 Yards, resultierend im 9:0 aus Bucs-Sicht, war zudem Bradys längster Touchdown-Pass in den Playoffs seit 2011. Tampa steht nun in der Divisional Round und trifft dort auf die New Orleans Saints oder die Los Angeles Rams. (Spielplan und Ergebnisse der NFL-Playoffs)

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Solider Brady - Nobody Heinicke liefert harten Kampf

Insgesamt warf Brady gegen die starke Washington-Defense 381 Yards und konnte darauf bauen, dass er von seiner Offensive-Line gut geschützt wurde. Der 43-Jährige kassierte nur drei Sacks.

Allerdings brachte er auch so nur knapp die Hälfte seiner Pässe an den Mann (22 von 40), blieb mit zwei Touchdowns und null Interceptions aber fehlerfrei. Neben Brown bediente Brady auch Chris Godwin für einen Score, Leonard Fournette sorgte per Lauf für einen Touchdown.

Für Washington musste statt Alex Smith (Wadenprobleme) Nobody Taylor Heinicke (27) als Quarterback starten. Der Backup hatte zuvor in seiner NFL-Karriere ganze acht Pässe (bei 48 Versuchen) an den Mann gebracht - lieferte den Bucs und Brady aber einen harten Kampf!

Nachdem Tampa im 1. Viertel 9:0 und zu Beginn des 3. Viertels 18:7 in Führung lag, blies Heinicke zur Aufholjagd: Nach einem Field Goal von Dustin Hopkins lief der 27 Jahre alte Quarterback selbst zum Touchdown, Washington war auf 16:18 dran.

Brady und Tampa hoffen auf Super Bowl daheim

Doch im Schlussviertel zogen die Buccaneers wieder davon. Fournettes Touchdown sorgte für das 28:16, Heinickes einziger TD-Pass auf Steven Sims konnte nur noch verkürzen (23:28).

Heinicke, dessen NFL-Karriere schon beendet schien - im vergangenen Jahr war er stattdessen bei den St. Louis BattleHawks in der XFL unter Vertrag, dem in der Coronakrise in die Insolvenz gegangenen Football-Projekt von WWE-Boss Vince McMahon - heimste dennoch viel Lob für seine bemerkenswerte Performance ein.

Insgesamt brachte Heinicke 26 von 44 Pässen zum Mitspieler und agierte hier auf Augenhöhe mit dem zukünftigen Hall-of-Famer Brady, erlief dazu noch insgesamt 46 Yards. Allerdings leistete sich der QB des Football Teams auch eine Interception - letztlich der Unterschied im Duell mit Brady.

Nach seinem Wechsel von New England nach Florida führte "Tom Terrific" Tampa zum ersten Mal seit 2007 wieder in die Postseason und greift nach seinem siebten Meisterschafts-Ring. Der Super Bowl am 7. Februar steigt ausgerechnet im Heimstadion der Bucs.