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München - Trotz einer Mega-Serie werden die Steelers von der Spitze verdrängt, während die Packers klettern. Für Bradys Bucs geht es bergab. Das SPORT1-Power-Ranking zur NFL.

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In der NFL steht die entscheidende Phase der regulären Saison an. In den vergangenen Wochen haben bereits einige Teams ihre Super-Bowl-Ansprüche untermauert (Die Tabellen der NFL)

Im Power Ranking von SPORT1 bleibt das Spitzen-Duo unverändert. Jedoch gibt es einen neuen Verfolger. Zwei ambitionierte Teams stürzen nach starkem Saisonstart ab.

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32. NEW YORK JETS (Bilanz: 0-11, Position im letzten Ranking: 32) 

Die Jets sind auf dem besten Weg, die Nachfolge der Cleveland Browns von 2017 anzutreten mit einer gesamten Saison ohne Sieg. Quarterback Sam Darnold, immerhin ehemaliger Erstrunden-Pick im Draft 2018, spielte zwar nach Schulterverletzung erstmals wieder. Er lieferte aber wenig Hoffnung auf Besserung.

31. JACKSONVILLE JAGUARS (1-10, 31)

Das Erreichen der Playoffs ist seit Sonntag nicht mehr möglich. Nun reagierte Besitzer Shad Khan mit der Entlassung des General Managers David Caldwell nach sieben Jahren. Auf dem Feld fehlt ein Anführer auf der Quarterback-Position. Mit Mike Glennon spielte am Wochenende gegen die Browns nach Gardner Minshew und Jake Luton bereits der dritte Passgeber. 

30 CINCINNATI BENGALS (2-8-1, 24)

Die Saison der Bengals ist nach der schweren Knieverletzung von Joe Burrow, der First-Overall-Pick des vergangenen Drafts, gelaufen. Ohne den jungen Spielmacher fehlt dem Team die Klasse. Die Playoffs wären theoretisch trotzdem immer noch möglich.

29. DALLAS COWBOYS (3-8, 28)

Am Sonntag gab die herbe Klatsche gegen Washington (16:41) Gewissheit: America's Team wird diese Saison ohne ihren Star-QB Dak Prescott und bei den riesigen Defensiv-Problemen keine Bäume mehr ausreißen. Trotzdem sind die Playoffs in der schwachen NFC East nur einen Sieg entfernt.

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28. PHILADELPHIA EAGLES (3-7-1, 21)

Ein weiteres Mitglied der NFC East strauchelt weiter durch die Saison. Montagnacht gab es für den Champion von 2019 die nächste Niederlage gegen die Seahawks (17:23). Vor allem Quarterback Carson Wentz läuft seiner Bestform hinterher - bekommt aber auch kaum Schutz und wird häufig hart getroffen. 

27. DETROIT LIONS (4-7, 19)

Nach dem 25:41-Debakel gegen die Texans an Thanksgiving gab es den großen Knall. Head Coach Matt Patricia und General Manager Bob Quinn mussten mit sofortiger Wirkung die Koffer packen. Darrell Bevell, zuvor Offensive Coordinator, wird Interimstrainer. Die Franchise plant bereits den Neustart.

26. DENVER BRONCOS (4-7, 18)

Was für eine kuriose Situation! Den Broncos stand am Sonntag gegen die Saints (3:31) wegen großer Corona-Probleme kein Quarterback zur Verfügung. Mit Kendall Hilton spielte ein Receiver und kam nur auf unterirdische 13 Yards. Bereits am kommenden Spieltag wird aber Stamm-Passgeber Drew Lock zurückkehren. Und mit dem sind die Broncos durchaus für Überraschungen gut.

25. LOS ANGELES CHARGERS (3-8, 26)

Den Chargers fehlt wie keinem anderen Team in der NFL der Killerinstinkt. Rookie-Quarterback Justin Herbert liefert Spektakel, kann seine Mannschaft aber noch nicht in den entscheidenden Phasen zu Erfolgen führen. Kaum ein Team verspielt so oft ein Führung. Für die Zukunft besteht aber Hoffnung auf Besserung, weil diverse Bausteine im Kader vielversprechend sind.

24. CHICAGO BEARS (5-6, 16)

Der Saisonstart gelang mit einer Bilanz von 5-1 optimal. Doch seitdem gab es fünf Niederlagen in Folge gegen die Rams, Saints, Titans, Vikings und Packers - mit Ausnahme der Vikings allesamt Topteams. Zudem löste Mitchell Trubisky den zuletzt schwachen Nick Foles als Quarterback wieder ab.

23. CAROLINA PANTHERS (4-8, 20)

Das Schlusslicht der NFC North schenkte zuletzt gegen die Vikings den Sieg trotz 21:10-Führung her. Carolinas Pech: die starke Division mit den Saints, Bucs und Falcons. Und gegen die Konkurrenz reicht es ohne den weiterhin verletzten Superstar Christian McCaffrey nicht. 

22. ATLANTA FALCONS (4-7, 27)

Finden die Super-Bowl-Teilnehmer von 2017 wieder zu ihrer Form? Die drei Siege in den vergangenen vier Partien - unter anderem mit dem völlig ungefährdeten Erfolg gegen die Raiders (43:6) - machen Mut. Die Sieg-Phobie könnte der Vergangenheit angehören. Aber: die häufig hoch gelobte Offense funktioniert nicht immer wie gewünscht, vor allem QB Matt Ryan zeigt sich anfällig für Fehler.

21. HOUSTON TEXANS (4-7, 29)

Die Hoffnung auf einen starken Endspurt wurde nach dem 41:25 gegen die Lions direkt getrübt. Star-Receiver Will Fuller - wichtigste Anspielstation von Quarterback Deshaun Watson - und Cornerback Bradley Roby wurden wegen Dopings für sechs Spiele gesperrt und fehlen damit den Rest der Saison. Einzig und alleine der bärenstarke Deshaunt Watson verhindert einen niedrigeren Platz.

Will Fuller von den Houston Texans wurde wegen Dopings gesperrt
Will Fuller von den Houston Texans wurde wegen Dopings gesperrt © Getty Images

 

20. WASHINGTON FOOTBALL TEAM (4-7, 25)

Führt die Odyssee von Alex Smith in die Playoffs? Der Quarterback hat seine Franchise nach seiner Rückkehr auf ein höheres Level gebracht. Mit dem 41:16 gegen den Rivalen aus Dallas setzte Washington ein Ausrufezeichen und ist lediglich wegen des verlorenen direkten Vergleichs hinter den Giants der Zweite der NFC East. Das Team hat die beste Passverteidigung der NFL.

19. SAN FRANCISCO 49ers (5-6, 15)

Die Personalsorgen reißen auch nach dem 23:20 gegen die Rams nicht ab. Mit Jimmy Garoppolo, George Kittle und Nick Bosa fehlen die Stars weiterhin. Nun muss der Super-Bowl-Teilnehmer von diesem Jahr auch noch umziehen und seine Heimspiele wegen neuer Corona-Beschränkungen in Arizona austragen. 

18. NEW YORK GIANTS (4-7, 30)

Die Giganten haben eine Siegesserie gestartet und zuletzt drei mal das Feld als Gewinner verlassen. Der Lohn ist die Tabellenspitze der NFC East. Vor allem Quarterback Daniel Jones schraubte die Zahl der Ballverluste herunter, hat sich jedoch im vergangenen Spiel verletzt.

17. NEW ENGLAND PATRIOTS (5-6, 23)

Erstmals seit 2009 werden die Playoffs ohne den Serienmeister ausgetragen- sollte kein Wunder in der AFC East geschehen. Die Hoffnung der Patriots lebt aber nach zuletzt drei Siegen in vier Spielen weiter. Quarterback Cam Newton schwankt weiterhin stark in seinen Leistungen, wird aber oft von der eigenen Defensive gerettet. 

16. MINNESOTA VIKINGS (5-6, 22)

Nach desaströsem Beginn der Saison gab es zuletzt vier Erfolge in fünf Partien. Kurios: Lediglich die schwachen Cowboys stoppten die Siegesserie der Vikings mit dem 31:28 zwischenzeitlich. Vor allem Running Back Dalvin Cook ist für den Aufwärtstrend verantwortlich. Auch Spielmacher Kirk Cousins hat sich gefangen und liefert nun ab. 

15. LAS VEGAS RAIDERS (6-5, 14)

Nach zwei Pleiten in Serie ist die Playoff-Teilnahme fraglich. Gur für die Raiders: nächster Gegner sind die Jets. Die Franchise wird also wohl schnell wieder in die Erfolgsspur finden. 

14. ARIZONA CARDINALS (6-5, 10)

Die Cardinals schwächeln ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Spiel gegen die direkten Konkurrenten der Rams am kommenden Spieltag. Die dritte Schlappe in Serie wäre aller Voraussicht nach das Playoff-Aus. 

13. INDIANAPOLIS COLTS (7-4, 12)

Philip Rivers und Co. müssen die krasse Klatsche gegen die Titans (26:45) schnell verdauen. Die hohe Niederlage hatte sich zuvor nicht angekündigt in der starken Saison des Teams, da die Defensive bisher fast immer überzeugte. 

12. LOS ANGELES RAMS (7-4, 13)

Sack-Monster Aron Donald führt eine der besten Abwehrreihen der NFL an. Die Probleme liegen in der Offensive. Quarterback Jared Goff spielt durchschnittlich und leistete sich bereits zehn Interceptions und sieben Fumbles. 

11. TAMPA BAY BUCCANEERS (7-5, 3)

Was ist mit dem Team von Tom Brady los? Drei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen haben den starken Saisonstart verblassen lassen. Die Saints sind in der NFC South nun mit 9-2 außer Reichweite. Angst hat vor dem Star-Team schon längst kein Gegner mehr.

Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers stecken im gewaltigen Formtief
Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers stecken im gewaltigen Formtief © Getty Images

10. BALTIMORE RAVENS (6-5, 4)

Die Ravens sind mit 160,5 Yards pro Partie das zweitbeste Laufteam der Liga. Die 183,4 Yards im Durschnitt bedeuten in der Passwertung aber Rang 31. Lamar Jackson, amtierender MVP, lässt als Quarterback die nötige Präzision vermissen, konnte im Nachholspiel des zwölften Spieltages aber ohnehin nicht spielen. Neben ihm wurden diverse Spieler auf die COVID-19-Liste verbannt.

9. MIAMI DOPLPHINS (7-4, 17)

Auf einmal ist Altmeister Ryan Fitzpatrick wieder erste Wahl als Quarterback. Und auch mit ihm als Passgeber läuft es. Das klare 20:3 gegen die Jets untermauerte die Playoff-Ambitionen des Teams. 

8. CLEVELAND BROWNS (8-3, 11)

161,4 Yards pro Partie: Die Browns sind die Lauf-Macht der NFL. Zudem wirkt sich der Ausfall von Star-Receiver Odell Beckham Jr. kaum aus. Quarterback Baker Mayfield muss sich jedoch steigern, wenn die Browns in den Playoffs für Furore sorgen wollen. Er belegt mit 2.108 Yards bei den Spielmachern nur Rang 22.

7. BUFFALLO BILLS (8-3, 8)

Die Bills arbeiten weiter an der Wachablösung in der AFC East. Quarterback Josh Allen hat einen riesigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht und führt die Offensive an.

6. TENNESSEE TITANS (8-3, 9)

Ein Blick auf die Zahlen genügt: 1.257 Laufyards, zwölf Touchdowns und 114,2 Laufyards pro Partie. Derrick Henry ist der beste Running Back der Liga, reiht eine Gala an die nächste und ist nicht zu stoppen. Behält er seine Mega-Form, reden die Titans auf dem Weg zum Super Bowl ein mächtiges Wort mit.

5. SEATTLE SEAHAWKS (8-3, 5)

Kommt ein überragender Schlussspurt der Hawks? Mit den Giants, Jets und Washington warten drei machbare Gegner. Russell Wilson und seine beiden Receiver Tyler Lockett sowie DK Metcalf wirbeln die NFL weiter durcheinander.

4. GREEN BAY PACKERS (8-3, 7)

Aaron Rodgers spielt weiterhin eine überragende Saison mit 33 Touchdowns und nur fünf Interceptions. Zudem ist sein Receiver Davante Adams mit mehr als 900 Yards und elf Touchdowns in nur neun Partien kaum zu stoppen. Die Lauf-Abwehr muss sich aber noch steigern. An der Tabellenführung in der NFC North ändert dies freilich nichts.

3. NEW ORLEANS SAINTS (9-2, 6)

Quarterback Drew Brees fällt mit einer schweren Rippenverletzung seit zwei Wochen aus. Der Franchise macht das nichts. Ersatzmann Taysom Hill offenbart zwar beim Pass große Mängel. Allerdings entscheidet die zweitbeste Defensive der Liga die Spiele aktuell fast im Alleingang. Nur 76,6 Yards lassen die Saints per lauf zu - überragend. 

2. PITTSBURGH STEELERS (11-0, 1)

Die Steelers sind das einzige noch ungeschlagene Team der Liga, dennoch nicht mehr auf Platz eins. Im Spiel gegen die Corona-geschwächten Ravens zeigten sich viele Schwächen. In einem möglichen Playoff-Duell gegen die Chiefs wäre die Truppe gewiss nicht der Favorit. Dennoch haben Big Ben und Co. eine beeindruckende Serie hingelegt und eilen von Sieg zu Sieg.

1. KANSAS CITY CHIEFS (10-1, 2)

Patrick Mahomes führt seinen Champion von einem Sieg zum nächsten. Er hat mit 3.497 Yards natürlich den Bestwert der Quarterbacks inne und sich erst zwei Interceptions geleistet. Absolut herausragend zudem: Tyreek Hill (1.021 Yards) und Travis Kelce (978) hinter DK Metcalf die besten Receiver der NFL. Hill legte jüngst die Bucs auseinander.