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München - Cam Newton erlebt bei den Patriots eine durchwachsene Saison. Besonders im Passspiel kommt die einstige Scoring Machine nicht mehr an frühere Leistungen ran.

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In Foxborough droht etwas selten Dagewesenes. Zum ersten Mal in 20 Jahren könnten die New England Patriots eine Saison mit mehr Niederlagen als Siegen abschließen.

Mit einer Bilanz von sechs Erfolgen und sieben Pleiten haben die Patriots inzwischen ohnehin nur noch Außenseiterchancen auf die Playoffs. (SERVICE: Tabelle der NFL)

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Ein Grund für den Leistungsabfall des Teams im Vergleich zum Vorjahr (12 Siege, vier Niederlagen) ist die Besetzung auf der Position des Quarterbacks.

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Denn anders als auf den abgewanderten Tom Brady ist auf den neuen Spielmacher Cam Newton nicht immer Verlass.

Newton feiert Traumeinstand bei Patriots

Dabei hatte die Saison für Newton gut begonnen. In seinem Debüt gegen AFC-Rivale Miami Dolphins erlief der 31-Jährige zwei Touchdowns und brachte zudem starke 79 Prozent seiner Bälle an den Mann. Auch im zweiten Spiel überzeugte der Neuzugang, komplettierte 30 von 44 Passversuchen und erzielte drei Touchdowns (zwei via Lauf, einen via Pass).

Danach war der Zauber jedoch erst einmal vorbei. Auf eine durchwachsene Leistung gegen die Las Vegas Raiders folgte eine Corona-Infektion, in Folge derer Newton ein Spiel verpasste.

Bei seinem Comeback gegen die Denver Broncos leistete sich der Quarterback gleich mehrere schwerwiegende Fehler, darunter zwei Interceptions. Trotzdem hatten die Patriots kurz vor Spielende noch die Chance das Spiel mit einem Touchdown und anschließendem Extrapunkt zu gewinnen.

Newton hätte also zum großen Held werden können, stattdessen überwarf er den völlig freien Wide Receiver N'Keal Harry. Seine Ungenauigkeit im Passspiel sollte ihm auch im nächsten Spiel zum Verhängnis werden, diesmal warf Newton gleich drei Interceptions ohne selbst einen Touchdown zu erzielen. Die Folge: der ehemalige MVP wurde während des Spiels von Fünftrunden-Pick Jarred Stidham ersetzt.

Newton glänzt im Laufspiel - aber schwächelt im Passspiel 

Auch wenn es für die Nummer eins in den darauffolgenden vier Wochen besser lief, blieb ein großes Manko bestehen: das Passspiel. Denn in keiner Begegnung gelang Newton mehr als ein Touchdown-Pass. 

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Zwar befinden sich unter seinen Anspielstationen wahrlich keine Stars oder Unterschiedsspieler, trotzdem sollte Newton aufgrund seiner überdurchschnittlichen Offensive Line in der Regel genug Zeit haben, um einen offene Anspielstation zu finden. 

Stattdessen nimmt der 1,96 Meter große und 111 Kilogramm schwere Riese häufig lieber das Zepter selbst in die Hand. Mit Erfolg: Bereits elf Mal erreichte Newton die Endzone zu Fuß. Kein Quarterback hat in dieser Saison mehr Touchdown-Läufe.

Der Schein trügt jedoch etwas. In den letzten vier Spielen gelangen Newton "nur" zwei Touchdowns per Lauf. "Nur", weil das Gleiche auch für die Anzahl der in dieser Zeit geworfenen Touchdown-Pässe gilt. Hinzu kamen fünf Turnover (drei Interceptions und zwei Fumbles).

Was auch bedeutet: Insgesamt hat der Spielmacher in dieser Saison erst fünf Touchdown-Pässe geworfen. So viele wie sein Vorgänger Tom Brady in einem Spiel!  

Droht Newton Degradierung?

Der Motor der "Scoring Machine", wie Newton einst in einem NFL-Werbeclip genannt wurde, stottert immer mehr. Dass er bald ganz ausgeht, ist längst nicht mehr auszuschließen, beendete der 31-Jährige seine letzten beiden Spiele doch auf der Bank.

Noch hat er die Chance, eine Degradierung zu verhindern. So sagte der genervte Head Coach Bill Belichick nach der jüngsten Niederlage auf Nachfrage von ESPN hastig: "Cam ist unser Quarterback."

Nur wie lange noch?