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München - Die Tampa Bay Buccaneers verlieren ein dramatisches Match bei den Chicago Bears. Tom Brady leistet sich einen ungewöhnlichen Patzer.

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Tom Brady hat nach der historischen Pleite im Super Bowl 2018 gegen die Philadelphia Eagles erneut im Duell mit Quarterback Nick Foles den Kürzeren gezogen.

Zwar hieß es diesmal Tampa Bay Buccaneers gegen Chicago Bears, doch beim sechsmaligen Super-Bowl-Sieger dürften trotzdem Erinnerungen wach geworden sein. Die Bucs mussten sich in einem dramatischen Match trotz zwischenzeitlicher 13:0-Führung mit 19:20 bei den Bears geschlagen geben.

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Ausgerechnet Brady leistete sich beim entscheidenden Down 33 Sekunden vor Ende einen untypischen Fehler: Er verzählte sich offensichtlich bei den "Downs", glaubte beim vierten und letzten Versuch, auf zehn Yards Raumgewinn zu kommen, um den Ball in den eigenen Reihen zu halten, noch beim Third Down zu sein (Was sind Downs? Die Football-Regeln).

Tom Brady verzählt sich bei den Downs

Brady spielte einen riskanten Pass auf Tight End Cameron Brate, den er glaubte, sich noch erlauben zu können. Weil Brate den Ball nicht fing, war der Spielzug zu Ende - und die Bears hatten den Sieg in der Tasche (Hier zum NFL-Spielplan 2020/21). Brady wirkte über die Folgen des Spielzugs verwirrt und zeigte vier Finger, was als Beleg für seinen Fehler verstanden wurde.

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Coach Bruce Arians gab die Schuld für die Pleite allerdings nicht Brady, sondern nahm sie auf sich. "Schlechtes Coaching" sei das Problem gewesen. Arians widersprach auch dem allgemeinen Eindruck, dass Brady nicht über die Downs im Bilde war. "Er wusste es", sagte er auf Nachfrage. Es wirkte wie eine Schutzbehauptung.

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Brady erklärte seinen seltsamen Spielzug so: "Du spielst gegen die Uhr und ich wusste, dass wir ein größeres Stück Raumgewinn brauchten, aber ich hätte an den Down denken müssen statt daran."

Im Netz erntete der Superstar für seinen Aussetzer reichlich Spott:

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Wieder kein Handschlag für Nick Foles

Für einen weiteren Aufreger sorgte Brady, indem er nach dem Spiel direkt in die Kabine ging, ohne Bears-Quarterback Nick Foles die Hand zu schütteln - wie schon nach der Super-Bowl-Pleite gegen die Eagles.

Der Superstar stand damals wie ein schlechter Verlierer und Egoist da - beteuerte später allerdings, dass er Foles damit nicht absichtlich hatte bloßstellen wollen. Ob absichtlich oder nicht: Einmal mehr hat er nun die Gelegenheit verpasst, Größe in der Niederlage zu zeigen.

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Bears mit entscheidendem Field Goal

Brady ging in seinen 20 Jahren als Spieler der New England Patriots nie gegen Chicago als Verlierer vom Platz. "Wir müssen alle unseren Job besser erledigen. Wir hatten einige schlechte Aktionen", sagte der dreimalige MVP nach dem Spiel.

Der 43-Jährige brachte 25 von 41 Pässen für 253 Yards an den Mann und sorgte für einen Touchdown. Auf der Gegenseite brachte Foles, der MVP des Super Bowl 52, 30 von 42 Pässen für 243 Yards an und verbuchte ebenfalls einen Touchdown - und das bei seinem zweiten Einsatz, nachdem er Mitchell Trubisky ersetzen musste.

"Alles in allem hat die Offense Plays gemacht, wenn es sein musste, und ich denke, das ist eine der besonderen Eigenschaften, die Nick meiner Meinung nach hat", so Bears-Trainer Matt Nagy über seinen Quarterback.

Für die entscheidende Szene auf Seiten der Bears sorgte aber Cairo Santos: Der Kicker stellte eine Minute und 13 Sekunden vor dem Spielende durch ein 38-Yard-Field-Goal die 20:19-Führung her.

Mit dem Sieg erholten sich die Bears (4:1) von einer glanzlosen Niederlage gegen Indianapolis. Für die Bucs war es die erste Pleite nach drei Siegen in Folge.

Beide Teams müssen um wichtige Leistungsträger bangen: Bei Chicago verletzte sich Left Guard James Daniels womöglich schwer, bei den Bucs musste Defensive Tackle Vita Vea kurz vor Spielende mit einer Knöchelverletzung vom Feld gefahren werden.