Lesedauer: 17 Minuten

München - Champion Kansas City marschiert, Tom Brady kommt mit den Bucs ins Laufen, die Saints und Patriots haben Probleme: Das SPORT1-Power-Ranking zur NFL.

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32. NEW YORK JETS (Bilanz 0-4)

Verletzungen und Head Coach Adam Gase machen die Jets zum schlechtesten Team der Liga. Weil Star Le'Veon Bell (Oberschenkel) verletzt ist, startet auf Running Back eben der 37-jährige Frank Gore - und kein jüngeres Talent. Nur eine der Kopfschüttel-Entscheidungen des Trainers. Die besten Receiver sind ebenfalls kaputt, wie nun auch noch der ohnehin enttäuschende Quarterback Sam Darnold (Schulter).

31. NEW YORK GIANTS (0-4)

New York verdient sich im Doppelpack die schlechtesten Plätze im Power-Ranking. Mit Seuchenvogel Saquon Barkley (Kreuzbandriss) ist der beste Spieler für die komplette Saison raus, mit Sterling Shepard fällt auch der beste Receiver aus.

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Quarterback Daniel Jones (2 TD bei 5 INT und 14 Sacks in vier Spielen) hat auch in Jahr zwei noch nicht den Durchblick und ist mitverantwortlich für die schlechteste Offense der Liga (11,8 Punkte im Schnitt). (Spielplan und Ergebnisse der NFL 2020/21)

30. ATLANTA FALCONS (0-4)

Seit ihrem epischen Super-Bowl-Einbruch gegen die Patriots 2017 (25-Punkte-Führung verspielt) sind die Falken übel abgestürzt und heute eine der Schießbuden der Liga. Allein diese Saison verspielten sie auf dem Weg zum 0:4-Start Führungen von 20 (Cowboys) und 16 Punkten (Bears), auch dank der kaum existenten Defense (zweitschlechteste der Liga).

Mit Superstar-Receiver Julio Jones (Oberschenkel) fehlt Quarterback Matt Ryan auch noch die beste Anspielstation. Kleiner Hoffnungsschimmer: Die Niederlagen bislang kamen gegen die Seahawks, Cowboys, Bears, und Packers - jetzt wird der Spielplan gütiger.

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29. DENVER BRONCOS (1-3)

Top-Receiver Courtland Sutton (Schulter) hat es früh erwischt, mit Drew Lock und Jeff Driskel verletzten sich auch die Quarterbacks Nummer 1 und 2 - Bühne frei für Brett Rypien! Der Neffe des einstigen Super-Bowl-MVP Mark Rypien (Washington Redskins) erlebte in Woche 4 zwar ein durchwachsenes Spiel (2 TD bei 3 INT), feierte aber den Sieg - wenn auch nur gegen die Jets (37:28).

28. WASHINGTON FOOTBALL TEAM (1-3)

Der Saisonstart der ehemaligen Redskins mit dem Mega-Comeback gegen die Eagles (27:17 nach 0:17) ließ schon auf eine gute Saison hoffen - es folgten aber Klatschen gegen die Cardinals (15:30), Browns (20:34) und Ravens (17:31).

In der Defense ging Nummer-2-Pick Chase Young (Leiste) verletzt verloren, der junge Quarterback Dwyane Haskins (4 TD, 3 INT) braucht noch Zeit.

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27. MIAMI DOLPHINS (1-3)

Kult-Quarterback Ryan Fitzpatrick (wie immer) mit Licht und Schatten, vier Touchdowns bei fünf Interceptions. Zum Sieg hat es nur gegen die Jacksonville Jaguars gereicht. Miami geht diese Saison nirgendwo hin, irgendwann sollte Tua Tagovailoa übernehmen.

Ryan Fitzpatrick ist Quarterback der Miami Dolphins
Ryan Fitzpatrick ist Quarterback der Miami Dolphins © Imago

26. DETROIT LIONS (1-3)

Das einstige Patriots-Defensiv-Genie Matt Patricia bekommt auf seiner ersten Cheftrainer-Station einfach nicht die Kurve, obwohl bald die halbe Defense aus New England für die Lions spielt (Trey Flowers, Jamie Collins, Duron Harmon, Danny Shelton). Von den Packers wurde Detroit richtig vermöbelt (21:42), den einzigen Sieg gab es knapp gegen die Cardinals (26:23).

25. HOUSTON TEXANS (0-4)

Die beste Nachricht aus Texans-Sicht: Bill O'Brien ist endlich weg. Der fragwürdige Trainer/General Manager vergraulte bzw. tradete die Top-Stars DeAndre Hopkins und Jadeveon Clowney und brachte sich erst jetzt durch den desaströsen Start um beide Jobs.

Das Potenzial in Houston ist eigentlich gut: Deshaun Watson als herausragend talentierter Quarterback, mit Will Fuller, Brandin Cooks, Randall Cobb und Kenny Stills viele gute Receiver, Running Back David Johnson (kam im Trade für Hopkins) macht einen guten Eindruck. Es kann nur besser werden.

24. PHILADELPHIA EAGLES (1-2-1)

Der Champion von 2018 ist nur ein Schatten seiner selbst. Kaum ein gesunder Receiver (u.a. Alshon Jeffery, DeSean Jackson verletzt), Quarterback Carson Wentz schon mit sieben Interceptions in vier Spielen.

Schlagen konnten die Eagles nur die von Verletzungen komplett gebeutelten 49ers (25:20), gegen die Bengals puntete Head Coach Doug Pederson in der Verlängerung den möglichen Sieg weg.

23. MINNESOTA VIKINGS (1-3)

Es bleibt dabei: Kirk Cousins (6 TD, 6 INT) ist einfach kein Gewinner. Gegen die Packers (34:43) und Titans (30:31) standen am Ende knappe Niederlagen, von den Colts bekam Minnesota ein 11:28 eingeschenkt.

Auch wenn die Defense schwach ist: Vorne wäre mit Adam Thielen, dem stark verbesserten Rookie Justin Jefferson und Top-RB Dalvin Cook viel mehr drin, aber Cousins ist einfach kein 86-Millionen-Quarterback.

22. JACKSONVILLE JAGUARS (1-3)

Die einst so gefürchtete Defense in Sack-sonville ist mittlerweile ziemlich löchrig, lässt fast 30 Punkte pro Spiel zu. Kombiniert mit einer mittelprächtigen Offense (Platz 22 in der Liga) reicht das einfach nicht.

Kult-QB Gardner Minshew (8 TD bei 4 INT) führte die Jags zum Saisonstart gegen die Colts noch zum Überraschungssieg, seitdem setzte es drei Niederlagen, darunter eine derbe 13:31-Klatsche gegen die schwachen Dolphins. (Tabellen der NFL 2020/21)

21. DALLAS COWBOYS (1-3)

Vorne hui, hinten pfui - die Cowboys sorgen mit Quarterback Dak Prescott und dem neuen Coach Mike McCarthy für jede Menge Spektakel, erfolgreich sind sie damit nicht. Kein Team wirft für mehr Yards im Schnitt als Dallas (407,8 pro Spiel), nur zwei Kontrahenten machen mehr Punkte (31,5) - es lässt aber auch keine Abwehr mehr Zähler zu (36,5).

Unterm Strich steht daher nur ein 1-Punkt-Sieg gegen die desolaten Falcons (40:39) und zuletzt eine 38:49-Demütigung gegen die Browns vor eigenem Publikum. Dallas verschleudert aktuell das enorme Offensiv-Potenzial um Prescott, Ezekiel Elliott, Amari Cooper und den starken Rookie Ceedee Lamb. Zudem steht Prescotts Zukunft nach der Saison in den Sternen.

20. LOS ANGELES CHARGERS (1-3)

Klassisches Chargers-Jahr: Verletzungen zerlegen nach und nach die eigentlich hochkarätige Defense, Safety Derwin James, Passrusher Melvin Ingram und Top-Cornerback Chris Harris fehlen bereits - gegen die Buccaneers erwischte es dann auch noch Running Back Austin Ekeler (Knie, Oberschenkel), er wird bis zu sechs Wochen fehlen.

So geht unter, dass Rookie-QB Justin Herbert (Rating von 102,2) einen ordentlichen Job macht, seit Tyrod Taylor von den eigenen Teamärzten versehentlich die Lunge punktiert wurde.

19. CINCINNATI BENGALS (1-2)

Nummer-1-Pick Joe Burrow ist ein Treffer. Der 23 Jahre junge Quarterback bringt starke 65,5 Prozent seiner Pässe an den Mann, steht nach vier Spielen bei sechs Touchdowns und nur zwei Interceptions - und das, obwohl der einstige Superstar-Receiver AJ Green nur noch ein Schatten seiner selbst ist (0 TD, 119 Yards in vier Spielen).

Knappe Niederlagen gegen die stärkeren Chargers (13:16) und Browns (30:35), den Eagles ein Unentschieden abgetrotzt und in Woche 4 die Jags deutlich besiegt (33:25) - bei den Dschungelkatzen geht es aufwärts.

18. ARIZONA CARDINALS (2-2)

Mit dem letztjährigen Nummer-1-Pick Kyler Murray und Star-Receiver DeAndre Hopkins (kam per Trade aus Houston) haben die Cardinals ein super Duo in der Offensive.

Murray hat schon sieben Touchdowns geworfen und ist zudem Arizonas bester Läufer (265 Yards, 4 TD) - leistete sich aber auch schon fünf Interceptions. Auch ein Grund, warum Hopkins trotz 39 Catches (Ligaspitze) und 397 Yards (Platz 3) erst einen Touchdown verbuchen konnte. Nach Sieg gegen die 49ers zum Start enttäuschten die Cardinals zuletzt, leisteten sich vermeidbare Niederlagen gegen Lions (23:26) und Panthers (21:31).

17. CAROLINA PANTHERS (2-2)

Die Hiobsbotschaft der Knöchel-Verletzung von Super-RB Christian McCaffrey in Woche 2 hätte eigentlich der Killer für diese Saison sein können, von den Bucs wurde Carolina dann auch 17:31 zerlegt.

Aber seitdem läuft es! Teddy Bridgewater, der Nachfolger des entlassenen Cam Newton als Quarterback, führte die Panthers zu zwei Siegen in Serie gegen die Chargers (21:16) und Cardinals (31:21).

16. SAN FRANCISCO 49ERS (2-2)

Jimmy Garoppolo, George Kittle, Raheem Mostert, Tevin Coleman, Deebo Samuel, Nick Bosa, Dee Ford, Solomon Thomas, Richard Sherman, Ziggy Ansah - die Verletztenliste der Niners ist gespickt mit absoluten Superstars, Leistungsträgern, viele fallen für die komplette Saison aus, gerade in der Defense, wo es auch den Deutschen Mark Nzeocha erwischt hat.

Trotzdem steht Frisco bei zwei Siegen, wenn auch nur gegen die Giants und Jets. Immerhin: Rookie-Receiver Brandon Aiyuk lässt aufhorchen, Samuel und Kittle sind zurück. Aber: Garoppolo-Ersatz Nick Mullens ist als Quarterback nicht die Lösung, bei der Pleite gegen die schwächelnden Eagles leistete er sich zwei Interceptions. "Jimmy G" sollte bald zurückkehren.

15. LAS VEGAS RAIDERS (2-2)

Mit dem deutlichen 34:24 gegen die als Super-Bowl-Kandidat gehandelten Saints überraschten die Raiders, machten ihren 2:0-Start nach dem Umzug nach Las Vegas perfekt - nur um dann von den Patriots (20:36) und Bills (23:30) auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden.

Quarterback Derek Carr macht einen guten Job (8 TD bei 0 INT), die Offense ist dennoch nur Liga-Mittelfeld, auch weil der letztes Jahr so überragende Running Back Josh Jacobs bislang nur solide ist (300 Yards, 3 TD).

14. LOS ANGELES RAMS (3-1)

Wie stark sind die Rams wirklich? Die drei Siege fuhr Los Angeles allesamt gegen die Teams der NFC East ein - der schlechtesten Division der gesamten NFL. Der einzige Top-Gegner, die Bills, behielt im direkten Duell mit 35:32 die Oberhand.

Mit Superstar Aaron Donald stellen die Rams auch dieses Jahr wieder eine gute Defense (erlaubt 20 Punkte pro Spiel, Rang 6 ligaweit), die Offense von Coaching-Genie Sean McVay ist zwar nicht mehr so unaufhaltsam wie mit Todd Gurley, gerade im Lauf aber immer noch exzellent (Platz 7).

13. NEW ENGLAND PATRIOTS (2-2)

Cam Newton war DIE Geschichte der ersten NFL-Wochen, lief gegen die Dolphins (21:11) und Seahawks (30:35) zu zwei Touchdowns pro Spiel - jetzt hat er Corona. Wie lange er ausfällt, ist unklar, daran hängt das Schicksal der Patriots, die dank ihm die zweitbeste Rush-Offense der Liga stellen. Zumindest hat Newton keine Symptome. Auf seiner schnellen Rückkehr ruhen die Hoffnungen.

Denn abgesehen vom Superstar im zweiten Frühling und Receiver Julian Edelman fehlt offensiv das Talent, gerade im Passing Game. Die Defense ist wie immer unter Bill Belichick stark. Die Chiefs zeigten beim klaren 26:10 in Woche 4 aber die Probleme schonungslos auf.

12. INDIANAPOLIS COLTS (3-1)

Indy lässt gerade einmal 14 Punkte zu und damit satte 3,5 weniger als jedes andere Team. Neben der Top-Defense reicht es, dass der alternde Quarterback Philipp Rivers mit nun 38 Jahren fast nur noch Verwalter ist. Rookie Jonathan Taylor zigt gute Ansätze im Laufspiel, aber den Breakout gab es noch nicht.

11. CHICAGO BEARS (3-1)

Der einstige Super-Bowl-Held Nick Foles ersetzte in Woche 3 den schwachen Mitch Trubisky als Quarterback und feierte gegen die Falcons (wen auch sonst?) einen grandiosen Comeback-Sieg - um als Starter in Woche 4 gegen die Colts dann selbst zu enttäuschen.

Trotz QB-Sorgen steht Chicago bei drei Siegen, weil die Defense dieses Jahr wieder liefert (Platz 6) und die Gegner mit Lions, Giants und Atlanta nicht aus dem obersten Regal kamen.

10. NEW ORLEANS SAINTS (2-2)

Mit der Verpflichtung von Wide Receiver Emanuel Sanders und der Rückkehr von Star-QB Drew Brees galten die Saints eigentlich als Kandidat für den Super Bowl. In der Realität hat Brees mit seinen mittlerweile 41 Jahren Probleme, den tiefen Ball zu werfen und muss auch noch auf WR-Maschine Michael Thomas verzichten, der nur in Woche 1 spielen konnte.

Auf Kurs hält die Saints der bisher unglaubliche Running Back Alvin Kamara, der in vier Spielen bereits sieben Touchdowns und insgesamt 557 Yards angehäuft hat.

9. CLEVELAND BROWNS (3-1)

Vor allem der beeindruckende 49:38-Sieg gegen die Cowboys zeigt das Potential dieses Teams unter dem neuen Head Coach Kevin Stefanski. Quarterback Baker Mayfield macht weniger Fehler, Receiver Odell Beckham jr. sieht wieder eher aus wie der Superstar, der er einst in New York war.

Früher eine komplette Lachnummer, stellt Cleveland heute die viertbeste Offense der Liga (31 Punkte pro Spiel) und ist im Rushing Game sogar die Nummer 1 dank des Mega-Duos Kareem Hunt und Nick Chubb - letzterer wird nun aber wegen einer Knieverletzung lange fehlen.

8. TENNESSEE TITANS (3-0)

Die Titans sind gefühlt schon wieder im Playoff-Modus und liefern, wenn es darauf ankommt. Ihre drei Siege fuhren sie mit gerade einmal acht Punkten Differenz ein - insgesamt!

Quarterback Ryan Tannehill leistete sich bei sechs Touchdowns nur eine Interception, Running Back Derrick Henry marschiert mit über 100 Yards pro Spiel verlässlich.

7. TAMPA BAY BUCCANEERS (3-1)

Seine Tampa-Zeit begann für Tom Brady mit einem eigenen Rushing-Touchdown - aber trotzdem gab es eine 23:34-Niederlage gegen die Saints. Doch seitdem läuft es bei den Bucs, gerade offensiv zeigt "Tom Terrific", dass er es noch drauf hat: elf Touchdowns und bereits 1.122 Yards (Platz 9 ligaweit).

Der Angriff ist jetzt schon auf Rang 8, obwohl Top-Receiver Chris Godwin seit Woche 2 verletzt fehlt und Rob Gronkowski kaum ein Faktor ist. Hat Brady alle Waffen an Bord, könnte es noch besser werden. Allerdings fällt Tight End O.J. Howard mit Achillessehnenriss für den Rest der Saison aus.

6. BUFFALLO BILLS (4-0)

Die Bills sind ungeschlagen und das beste Team in der AFC East, die seit 1996 nur fünf Mal nicht von den Patriots gewonnen wurde, seit 2009 war New England immer das Top-Team der Division. Jetzt also die Ära der neuen Bills um Quarterback Josh Allen?

Der 24-Jährige spielt eine grandiose Saison, hat schon zwölf Pass-TD auf dem Konto, lief selbst für weitere drei. Voll eingeschlagen hat auch Receiver Stefon Diggs. Der 26-Jährige fängt bislang Pässe für über 100 Yards pro Spiel, die Bills insgesamt sind bei den Pass-Yards sogar das zweitbeste Team der Liga.

5. BALTIMORE RAVENS (3-1)

Die Erfolgsformel in Baltimore ist auch diese Saison die gleiche und erfolgreich: Superstar-Quarterback Lamar Jackson und die Running Backs walzen unaufhaltsam die Liga (drittbeste Lauf-Offense), hinten erstickt die Defense den Großteil der Gegner (drittbeste Abwehr der Liga, 18,3 zugelassene Punkte im Schnitt).

So fegten die Ravens über die anfälligen Teams Washington (31:17), Houston (33:16) und Cleveland (38:6) hinweg - beim Härtetest gegen Super-Bowl-Champion Kansas City fiel Baltimore aber durch. 20:34 hieß es dort am Ende, gegen Super-Bowl-MVP Patrick Mahomes sah die Ravens-D eher alt aus, Jackson kam gerade einmal auf 97 Pass-Yards.

4. PITTSBURGH STEELERS (3-0)

Der Steel-Curtain ist für die Gegner kaum zu durchdringen: Ganze 19,3 Punkte erlaubt Pittsburgh, nur vier Teams sind giftiger.

Nach seiner schweren Schulterverletzung 2019 ist Quarterback Ben Roethlisberger wieder fit und liefert mit sieben Touchdowns bei nur einer Interception (Pittsburgh hat wegen der Corona-Verschiebung gegen die Titans erst drei Spiele).

3. GREEN BAY PACKERS (4-0)

Nach einer schwachen Saison feuert Aaron Rodgers 2020 wieder aus allen Rohren: 13 Touchdowns (Platz 2), keine einzige Interception und mächtige 1.214 Yards (Platz 5). Und das, obwohl mit Davante Adams der beste Receiver erst zwei Spiele gemacht hat, mit Allen Lazard der zweitbeste Passfänger jetzt auch auf der Injured Reserve gelandet ist.

Trotzdem stellen die Packers die beste Offense der Liga - 38 Punkte im Schnitt schaffen nicht einmal die Chiefs. Grund: Green Bay kann Lauf und Pass überragend (jeweils 4. Platz im Ligavergleich), die Defense ist immerhin mittelmäßig (Platz 18).

2. SEATTLE SEAHAWKS (4-0)

Russell Wilson, der Superstar, der tatsächlich noch nie eine einzige Stimme im MVP-Voting bekam, agiert in den ersten Wochen auf absolutem MVP-Level: Mit 16 Touchdown-Pässen führt er die Liga an (nur 2 INT), nur zwei Stars warfen mehr Yards.

Mit Tyler Lockett und DK Metcalf stehen ihm exzellente Receiver zur Verfügung, die Seahawks sind eingespielt und dank "DangeRuss" die zweitbeste Offense der Liga. Allerdings hat die Defense mit der "Legion of Boom" nicht mehr viel gemein - lediglich elf Teams lassen mehr Punkte zu.

1. KANSAS CITY CHIEFS (4-0)

Der Champion fliegt schon wieder durch die Saison - und gefühlt könnte KC noch einen Gang höher schalten. Knapp war es auf dem Weg zum 4:0 nur gegen die Chargers (23:20),ansonsten wurden die Gegner mit mindestens 14 Punkten distanziert. Gerade das 34:20 gegen die starke Ravens-D war ein Statement.

Stichwort Defense: Hier sind die Chiefs diese Saison überragend, obwohl mit Houston, L.A. und Baltimore fähige Gegner auf der anderen Seite standen (die Patriots ohne Cam Newton waren erwartbar schwach). Trotzdem ließ KC nur 17,5 Zähler zu. Die Offense belegt aktuell nur den 9. Platz, Quarterback Patrick Mahomes steht "erst" bei elf Pass-Touchdowns, erlief einen weiteren. Da geht noch mehr. Beängstigend.