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München - Patriots-Besitzer Robert Kraft wird wegen der Prostitutionsförderungs-Vorwürfe nicht verurteilt. Bestraft werden könnte er aber von anderer Stelle.

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Robert Kraft, Besitzer der New England Patriots, muss vorübergehend mit keiner Verurteilung wegen Prostitutionsförderung rechnen.

Die Staatsanwaltschaft Florida hat die entsprechende Anklage gegen den 79-Jährigen fallen gelassen. 

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Bei einer Verurteilung hätte Kraft wahrscheinlich eine Geldstrafe, einen Zivildienst und andere Sanktionen erhalten, aber keine Gefängnisstrafe.

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Kraft - seit 2011 Witwer - soll am Tag des AFC Championship Games 2019 gegen die Kansas City Chiefs im "Orchids of Asia Day Spa" in Jupiter Florida innerhalb von 24 Stunden zweimal für sexuelle Aktivitäten bezahlt haben (Die ursprünglichen Vorwürfe).

Vorliegende Videoaufnahmen dokumentieren dies wohl zweifelsfrei. Problematisch war der Besuch Krafts im "Massagesalon" deshalb, weil die dort arbeitenden Frauen als Teil eines Schlepperrings festgehalten wurden. 

Kraft auf Videomaterial beim Sex zu sehen

Im vergangenen Monat stellte das Berufungsgericht des vierten Bezirks von Florida fest, dass die Polizei die Rechte von Kraft und anderen verletzt hatte, als sie Anfang 2019 heimlich Videokameras in Massageräumen des "Orchids of Asia Day Spa" installierte. Das Gericht blockierte daraufhin die Verwendung des Videomaterials vor Gericht.

Diese Aufzeichnungen sind aber der einzige Beweis in diesem Fall. "Basierend auf dieser Analyse wurde die Entscheidung getroffen, keine weitere Überprüfung zu beantragen", schrieb die Sprecherin des Generalstaatsanwalts, Kylie Mason, in einer E-Mail an The Associated Press.

Die Entscheidung bedeutet, dass die Anklage gegen Kraft und etwa 20 weitere Männer wahrscheinlich abgewiesen wird.

Krafts Anwälte lehnten eine Stellungnahme zu der Entscheidung ab, reichten jedoch am Montag einen Antrag auf Vernichtung der Aufzeichnungen ein, damit sie niemals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. 

Suspendiert die NFL den Patriots-Besitzer?

"Nur wenn die Videos zerstört werden, kann er sich vor dem Risiko eines weiteren Missbrauchs und einer Veröffentlichung schützen und die in diesem Fall auf dem Spiel stehenden verfassungsrechtlichen Grundsätze und Rechte entsprechend verteidigen", so der Anwalt von Kraft, Frank Shepherd.

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Folgen könnte die Anklage für Kraft, der ein geschätztes Vermögen von sieben Milliarden US-Dollar hat, dennoch haben. Von der National Football League (NFL) könnte er suspendiert oder anderweitig bestraft werden. Die Liga hat sich aber noch nicht geäußert.