Die Spieler der Kansas City Chiefs und Houston Texans protestieren gemeinsam gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA
Die Spieler der Kansas City Chiefs und Houston Texans protestieren gemeinsam gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Die Kansas City Chiefs und Houston Texans protestieren beim NFL-Start gemeinsam gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Doch einige Fans trüben die Stimmung.

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Wenngleich einige wenige Unverbesserliche aus der Rolle fielen - das war insgesamt ein beeindruckendes Statement für mehr Respekt und Toleranz:

Zum Start in die neue Saison haben die Football-Profis der NFL in einer solidarischen Aktion auf Rassismus und Polizeigewalt aufmerksam gemacht. (Hier zum NFL-Spielplan 2020/21)

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Vor der Auftakt-Begegnung zwischen Titelverteidiger Kansas City Chiefs und den Houston Texans, das der Champion nach einer starken Leistung mit 34:20 gewann, hatten sich beide Teams in der Mitte des Spielfelds getroffen, untergehakt sich unter und eine gemeinsame Schweigeminute eingelegt.

Mehr noch: Auf der Anzeigetafel des Arrowhead-Stadions in Kansas City waren dabei auch sieben politische Statements zu lesen, darunter "Wir müssen Rassismus beenden" und "Wir müssen Polizeigewalt beenden".

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Buh-Rufe einiger unverbesserlicher Fans

Einige der etwa 16 000 Zuschauer in dem wegen der Corona-Pandemie nur zu 22 Prozent gefüllten Stadion buhten allerdings -. und trübten somit die ansonsten beeindruckende wie friedfertige Atmosphäre.

Die Texans-Spieler waren während der US-Nationalhymne zuvor in der Kabine geblieben. Bedauerlich: Als sie das Stadion betraten, waren ebenfalls Buh-Rufe zu hören.

Die Footballer der Chiefs um Superstar-Quarterback Patrick Mahomes standen dagegen während der Hymne - mit einer Ausnahme. Defensivspieler Alex Okafor kniete und reckte eine Faust.

Gemischte Reaktionen; Während einige Fans der Kansas City Chiefs jubelten, buhten andere die Spieler aus während dessen Protestaktionen gegen Rassismus und Polizeigewalt
Gemischte Reaktionen; Während einige Fans der Kansas City Chiefs jubelten, buhten andere die Spieler aus während dessen Protestaktionen gegen Rassismus und Polizeigewalt © Imago

Kansas-Spieler stehen untergehakt

Zudem: Beim Lied "Lift ev'ry voice and sing", das als Hymne von Afroamerikanern gilt und in dieser Saison vor jeder Partie gespielt werden soll, waren die Texans ebenfalls in der Kabine geblieben. Die Spieler Kansas Citys standen derweil untergehakt auf dem Spielfeld.

Nach monatelangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA und klaren Aussagen aus anderen Ligen wie der NBA oder der NHL war das Verhalten der Profis in der National Football League mit Spannung erwartet worden.

Zur Erinnerung: Colin Kaepernick hatte 2016 als damaliger Quarterback der San Francisco 49ers mit dem Protest während der Hymne begonnen und damit in den Staaten eine gesellschaftliche Debatte über Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst.

Spieler und Trainer verurteilen Buh-Rufe

Angesprochen auf die vereinzelten Buh-Rufe der Zuschauer gestanden sowohl Reid und O' Brien, dass sie diese nicht wahrgenommen hätten.

Erklären konnten sich die Head Coaches diese Reaktion nicht. "Ich dachte, dass war eine nette Sache, deshalb weiß ich nicht, warum sie das ausbuhen sollten", sagte O' Brien. "Vielleicht haben sie uns ausgebuht, weil wir gerade auf das gegnerische Spielfeld gekommen sind", vermutete der 50-Jährige.

Auch Texans-Superstar J.J. Watt zeigte wenig Verständnis für die Buh-Rufe. "Ich verstehe es nicht ganz. Es war keine Flagge involviert. Es war nichts involviert außer zwei Team die zusammengekommen sind, um eine Einheit zu zeigen", sagte der Defensive End.