Der Tod von George Floyd ist Anlass der neuen Anti-Rassismus-Proteste
Der Tod von George Floyd ist Anlass der neuen Anti-Rassismus-Proteste © Getty Images
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München - Von Tom Brady bis Gregg Popovich: Über 1.400 Aktive und Ehemalige aus NFL, NBA und MLB fordern eine Ende des Sonderschutzes für Polizisten nach dem Tod von George Floyd.

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Sportgrößen wie Tom Brady, Gregg Popovich und Giancarlo Stanton setzen sich im Kampf gegen die Polizeigewalt in den USA für eine Gesetzesänderung ein.

Mehr als 1400 Aktive und Ehemalige aus den Profiligen NFL (Football), NBA (Basketball) und MLB (Baseball) unterschrieben im Namen der "Players Coalition" einen Brief an den Kongress und forderten die Abgeordneten auf, einem Gesetzentwurf zur Abschaffung der Immunität von Polizisten zuzustimmen.

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Durch die Immunität ist es schwierig, Beamte anzuklagen. Das soll sich nach dem Tod von George Floyd ändern.

Zu den prominenten Unterzeichnern gehörten die NFL-Quarterbacks Brady (Tampa Bay Buccaneers), Dak Prescott (Dallas Cowboys) und Drew Brees (New Orleans Saints). Auch die NBA-Trainer Steve Kerr (Golden State Warriors) und Gregg Popovich (San Antonio Spurs) unterschrieben, dazu aus dem Baseball unter anderem MLB-Star Giancarlo Stanton (New York Yankees). Auch Manager und Funktionäre beteiligten sich an der gemeinsamen Aktion.

"Die Welt war Zeuge, als Polizist Cauvin George Floyd ermordete"

"Wir haben es satt, Gespräche über die Rechenschaftspflicht der Polizei zu führen, die nichts bringen", hieß es im Schreiben. Zu viele Diskussionen, die sich darum gedreht hätten, ob es im Land ein Problem mit Polizeigewalt gebe, seien nicht gehört worden."

Weiter hieß es im Brief: "Es gibt ein Problem. Die Welt war Zeuge, als Polizist Chauvin George Floyd ermordete, und die Welt schaut jetzt wieder zu, nachdem Beamte mit enormer Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor dem Weißen Haus vorgegangen sind."

Die Zeit für Debatten über die "unkontrollierte Autorität" der Polizei sei vorbei, "es ist Zeit für Veränderung".

Nach dem gewaltsamen Tod Floyds hatten sich zuletzt bereits zahlreiche US-Sportgrößen zu Wort gemeldet. Jetzt sprechen sie als "Players Coalition" in großer Zahl mit einer Stimme.