Donald Trump beim Besuch der New England Patriots nach ihrem Super-Bowl-Triumph der Saison 2018
Donald Trump beim Besuch der New England Patriots nach ihrem Super-Bowl-Triumph der Saison 2018 © Getty Images
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München - Der US-Präsident stellt in einer Telefonkonferenz mit den Liga-Bossen klar, dass er ab August Sportevents will - mit Fans. Der Gouverneur von Kalifornien widerspricht.

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Donald Trump sorgt nicht nur mit fragwürdigen medizinischen Statements zur Coronakrise für Kopfschütteln, jetzt greift er auch in die Sportwelt ein.

In einer Telefonkonferenz mit den Bossen der großen US-Ligen, sowie Verantwortlichen im Golf und aus Motorsportserien - auch UFC-Promoter Dana White und WWE-Boss Vince McMahon waren zugeschaltet -, forderte der Präsident nach übereinstimmenden Medienberichten unter anderem einen pünktlichen NFL-Start Anfang September.

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Trump will NFL und Co. mit Fans ab August

Dabei geht es für Trump offenbar nicht einmal um Geisterspiele. Ab August wolle er wieder Fans in den Stadien sehen. Das würde zum Beispiel auch die MLB einschließen.

Später untermauerte er selbst diese Forderung bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus: "Ich will Fans zurück in den Arenen - sobald wir bereit sind und es möglich ist. Die Fans wollen Basketball, Baseball, Football und Eishockey sehen, sie wollen Sport, wollen auf die Golfplätze und frische, wundervolle Luft atmen", sagte Trump.

Medizinische Experten halten dies jedoch für unrealistisch. Die USA leiden nicht zuletzt aufgrund ihres unsozialen Gesundheitssystems extrem unter der Coronakrise. Aktuell gibt es über 300.000 bestätigte Infizierte und bereits über 8.000 Todesfälle.

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Kaliforniens Gouverneur widerspricht Trump

Trotzdem lässt sich Trump nicht von seiner Linie abbringen. Nach einem konkreten Termin gefragt, wich er allerdings aus: "Ich kann ihnen kein Datum nennen, aber es wird eher früher als später sein."

Kalifonien ist einer der am stärksten betroffenen Staaten. Gouverneur Gavin Newsome widersprach Trump, was NFL-Spiele im September angeht. "Das sehe ich in diesem Staat nicht. Unsere Entscheidungen orientieren sich an den Fakten. Wir haben mit der Gegenwart mehr als genug zu tun", sagte Newsome.

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