Chase Young (m.) nahm beim Combine an keinem Workout teil
Das Coronavirus wirkt sich auch auf Vertragsverhandlungen in der NFL aus © Getty Images
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München - Die NFL-Teams fahren in der Coronakrise eine harte Linie. In den Verträgen der Free Agents soll eine neue Klausel greifen. Den Spielern wird das nicht gefallen.

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Die Coronakrise hat den US-Sport längst erreicht, nun beeinflusst das Virus die Verträge der Free Agents in der NFL. Die Spieler dürfte das allerdings nicht freuen. 

ESPN berichtet, dass die Teams auf die Tatsache reagieren, dass sie während der Coronakrise keinen Überblick über die Fitness der Spieler haben. Die eigenen Trainingszentren mussten die Klubs schließen. 

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Gerade bei den Free Agents birgt das hohe Risiken, weswegen in den Verträgen nun eine Klausel greifen soll. "Klubs haben ausdrücklich die Berechtigung zur Gewährung und Einbehaltung eines Bonus hinsichtlich der Free Agents", sagte ein Sprecher der NFL. 

Spielern drohen starke Gehaltseinbußen

Die Teams dürfen also dann einen Bonus einbehalten, der dem Spieler eigentlich vertraglich zusteht, wenn der Akteur durch einen medizinischen Test fällt. Diesen muss er absolvieren, sobald nach der Coronakrise wieder Normalität eingekehrt ist. 

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Falls ein Spieler beispielsweise einen Dreijahresvertrag über 30 Millionen Dollar mit einem Unterschriftsbonus von 10 Millionen Dollar unterzeichnet, und dann den Medizincheck nicht besteht, müsste er auf die 10 Millionen Dollar verzichten und könnte außerdem für die drei Jahre nur noch 20 Millionen Dollar einstreichen. 

Bislang ist noch ungewiss, wie viele Teams diese harte Linie fahren. In Zeiten der Coronakrise könnten diese Maßnahmen allerdings für viele Klubs einen wichtigen Schritt darstellen, um Sicherheit zu generieren.