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München - Dank eines herausragenden Raheem Mostert überrollen die San Francisco 49ers die Packers und stehen im Super Bowl. Auch ein Deutscher darf vom Titel träumen.

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Die San Francisco 49ers sind den Kansas City Chiefs dank einer über weite Strecken herausragenden Vorstellung im NFC Championship Game in den Super Bowl LIV gefolgt. In der Nacht auf den 3. Februar kommt es in Miami damit zum Showdown zwischen dem besten Regular-Season-Team der NFC (49ers, 13-3) und dem zweitbesten Team der AFC (Chiefs, 12-4).

Im Gigantenduell mit den Green Bay Packers setzte sich der fünfmalige NFL-Champion vor allem dank einer bärenstarken ersten Hälfte mit 37:20 (27:0) durch. Mit einem Sieg gegen die Chiefs, die zuvor im AFC-Finale das Überraschungsteam der Tennessee Titans mit 35:24 bezwungen hatten, würden die 49ers mit den Rekord-Titelträgern New England Patriots und Pittsburgh Steelers (je 6) gleichziehen.

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Zugleich lebt in San Francisco auch der Traum vom dritten deutschen Super-Bowl-Sieger weiter: Die 49ers um Head Coach Kyle Shanahan machten Mark Nzeocha mit dem Finaleinzug an seinem 30. Geburtstag das größte Geschenk.

Nzeocha als deutscher Super-Bowl-Champion?

Der Linebacker könnte als derzeit einziger aktiver Deutscher in der NFL in die Fußstapfen von Markus Koch (1987 und 1991 mit den Washington Redskins) und Sebastian Vollmer (2014 und 2016 mit den New England Patriots) treten.

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Alles überragender Mann bei San Franciscos Erfolg über die Packers war Raheem Mostert. Der Running Back erlief sage und schreibe 220 Yards und vier Touchdowns - so viele wie zuvor kein anderer Spieler in der Geschichte der 49ers. In der Playoff-Historie der NFL übertraf diese Marke lediglich Eric Dickerson im Januar 1986 mit 248 Yards für die Rams.

"Ich hatte eine Menge Zweifler und Pessimisten. Jetzt kann ich ihnen sagen: 'Schaut, wo ich jetzt bin.' Ich habe meine Träume nie aufgegeben", freute sich Mostert, der lange Zeit bei keinem NFL-Team Fuß fassen konnte und vor der aktuellen Saison in vier Spielzeiten erst einen Karriere-Touchdown erzielt hatte.

49ers-Quarterback Garoppolo kaum gefordert

Angesichts der Überlegenheit von San Franciscos Laufspiel begnügte sich Quarterback Jimmy Garoppolo mit gerade einmal acht Pässen (6 erfolgreich für 77 Yards).

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Zwischenzeitlich verging inklusive der Halbzeitpause im Levi's Stadium von Santa Clara weit mehr als eine Stunde ohne einen Wurfversuch des 49ers-Stars: Zwischen seinem Pass auf Kendrick Bourne mit noch zwei Minuten Spielzeit in der ersten Hälfte und dem nächsten Wurf auf George Kittle bei noch 7:49 Minuten im vierten Viertel sagte Shanahan 13 Laufspielzüge in Folge an, die unter anderem zu zwei Mostert-Touchdowns führten.

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Auch Nzeocha hatte seinen Anteil daran, dass die Partie den 49ers in der zweiten Hälfte nicht mehr entglitt: Nachdem die Packers mit ihrem zweiten Touchdown kurz nach Beginn des Schlussviertels auf 13:34 verkürzt hatten, versuchten es die Gäste mit einem Onside Kick. Nzeocha stand jedoch genau richtig, fing den Versuch souverän ab und sicherte seinem Team damit den Ballbesitz.

Rodgers leistet sich zwei Interceptions

Star-Quarterback Aaron Rodgers brachte aufseiten der Packers zwar 31 seiner 39 Pässe für insgesamt 326 Yards an den Mann und erzielte dabei zwei Touchdowns, leistete sich allerdings auch zwei Interceptions.

"Wir waren einfach nicht wirklich konsequent in der ersten Hälfte", haderte Rodgers nach dem Spiel: "Ich persönlich habe einige Fehler gemacht, die uns weh getan haben und durch die uns das Spiel entglitten ist.