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Atlanta - Rams-Kicker Greg Zuerlein erklärt seinen außergewöhnlichen, mental ultraharten Job und räumt mit einem Mythos auf. Hier geht's zum SPORT1-Interview.

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Er ist einer der Schlüsselspieler des Super Bowl.

Trotzdem steht Greg Zuerlein bei den zahlreichen Medienterminen der Los Angeles Rams nicht auf der großen Bühne wie Quarterback Jared Goff, er hat nicht einmal ein kleines Podium wie Aaron Donald oder Todd Gurley, dabei wären die Rams ohne ihn nicht in Atlanta.

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Im NFC-Finale gegen New Orleans schoss er die Rams zunächst in die Verlängerung und dann mit einem 57-Yard-Field-Goal auch in den Super Bowl. Trotzdem steht "Greg the Leg" immer etwas im Schatten - das Los eines Kickers.

Im großen Spiel am Sonntag könnte es am Ende aber wieder auf ihn ankommen. Seine leichte Fuß-Verletzung sollte bis dahin auskuriert sein. (Super Bowl LIII: Los Angeles Rams - New England Patriots, ab 0.30 Uhr im Liveticker)

Zuerlein fühlt sich fit für Super Bowl

Im Gespräch mit SPORT1 erklärt Zuerlein seinen außergewöhnlichen Job und räumt mit einem Kicker-Mythos auf.

SPORT1: Mr. Zuerlein, sind Sie für Sonntag fit?

Greg Zuerlein: Mir geht es soweit gut, wir haben ja noch nicht trainiert, aber ich fühle mich gut und denke nicht, dass sich das entscheidend ändern wird. Am Freitag werde ich im Training kicken. Ich werde dabei sein.

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SPORT1: Sie haben die Rams im NFC-Finale erst in die Verlängerung und dann zum Sieg gekickt. Was ist das für ein Gefühl?

Zuerlein: Es hat sich großartig angefühlt. Schön, dass wir jetzt hier sind, aber es war nur ein Kick am Ende. Ein Kick definiert nicht, wer du als Spieler bist – im positiven oder negativen Sinn. Es ist nur ein Kick auf deiner Karriere-Reise.

SPORT1-Reporter Eric Böhm berichtet vor Ort vom Super Bowl 2019
SPORT1-Reporter Eric Böhm berichtet vor Ort vom Super Bowl 2019 © SPORT-Grafik: Getty Images

Kicker Zuerlein: 90 Prozent ist mental

SPORT1: Wie viel des Jobs eines NFL-Kickers spielt sich im mentalen Bereich ab?

Zuerlein: Ich würde sagen 90 Prozent. Es ist ein sehr kopflastiges Spiel. Du musst natürlich die physische Fähigkeit haben, etwas gottgegebenes Talent, aber die mentale Seite ist meiner Meinung nach deutlich schwerwiegender.

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SPORT1: Ist es der einsamste Job der NFL?

Zuerlein: Ja, es kann verdammt einsam sein. Entweder du triffst oder nicht. Das ist der Unterschied, ob die Leute dich lieben oder hassen. Als Kicker akzeptiert du das. Das ist Teil des Jobs. Es kann sehr einsam, aber auch sehr aufregend sein. Du darfst dich von den Höhen genauso wenig zu hoch tragen wie von den Tiefen runterziehen lassen.

Kicker sind keine Außenseiter

SPORT1: Hatten Sie als junger Spieler ein NFL-Vorbild?

Zuerlein: Adam Vinatieri vielleicht, seine Kicks in den Super Bowls waren natürlich schon cool. Damit bin ich aufgewachsen. Aber ein klassisches Vorbild hatte ich nicht.

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SPORT1: In der NFL hält sich hartnäckig der Mythos, dass die Kicker in der Kabine und im Team Außenseiter und ganz spezielle Typen sind. Ist das bei Ihnen und den Rams auch so?

Zuerlein: Überhaupt nicht! Wir sind ein Team, das sehr eng zusammenhält – nicht nur die Spezialisten. Ich weiß natürlich, dass das oft von außen so wahrgenommen wird, aber ich kenne keinen Kicker, der ein wirklicher Außenseiter ist. Ich habe das nie so erlebt oder gehört.