Los Angeles Chargers, Philip Rivers
Philip Rivers war gegen die Arizona Cardinals nahe an der Perfektion © Getty Images

Philip Rivers ist gegen die Arizona Cardinals nahe an der Perfektion. Seine ersten 25 Pässe im Spiel kommen an. Das gab es noch nie.

von SPORT1

Das ist wohl der Traum jedes Quarterbacks: Beim 45:10-Kantersieg gegen die Arizona Cardinals sind Philip Rivers von den Los Angeles Chargers 25 erfolgreiche Pässe in Folge gelungen. Alle seine 19 Pässe in der ersten Halbzeit kamen an. Erst der 26. Pass des Spiels im dritten Viertel auf Running Back Austin Ekeler misslang dem 36-Jährigen.

Die letzte perfekte Halbzeit mit mehr als 15 erfolgreichen Pässen war zuletzt Warren Moon im Spiel der Seattle Seahawks gegen die Oakland Raiders am 1. November 1998 gelungen. Moon verteilte damals aber "nur" 16 Bälle.

25 perfekte Pässe in Folge schaffte vor Rivers erst ein einziger Quarterback: Miami-Dolphins-Spielmacher Ryan Tannehill. Der Dolphins-Spielmacher legte die Serie 2015 aber in zwei aufeinander folgenden Spielen hin. Die längste Serie innerhalb eines Spiels waren bislang 22 erfolgreiche Pässe von Mark Brunell im Spiel der Washington Redskins gegen die Houston Texans vor zwölf Jahren.

Am Ende brachte Rivers 28 von 29 Pässen für 259 Yards an seine Mitspieler, dreimal bediente er seine Kollegen in der Endzone (Quarterback-Rating: 138,4). Damit kam der künftige Hall of Famer das elfte Mal in Folge auf mindestens zwei Touchdown-Pässe pro Spiel.

Rivers lobt Receiver

"Es gibt verrückte Träume, in denen du überlegst, ob es wohl mal ein Spiel geben wird, in dem du keinen Pass daneben wirfst. Und dann sagst du: 'Wahrscheinlich nicht.'", kommentierte Rivers seinen Gala-Auftritt und bedankte sich sofort bei seinen Passempfängern: "Es gab einige Catches, die auch leicht unvollständig hätten sein können. An dieser Bilanz haben einige Jungs Anteil."

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Tatsächlich: Alleine Rivers' Touchdownpässe waren keineswegs einfach unter Kontrolle zu bringen. Mike Williams (zwei Touchdowns) und Keenan Allen fingen die Zuspiele jeweils in höchster Bedrängnis.

"Er macht alles einfacher für uns Receiver", schwärmte Williams nach der Partie. Chargers-Headcoach Anthony Lynn lobte: "Er war heiß heute. Die Jungs liefen sich frei und bereiteten Spielzüge für ihn vor. Ich habe einige großartige Catches da draußen gesehen."

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Saisonübergreifend liegt Rivers jetzt bei einer Completion-Rate von 69,5 Prozent - der beste Wert in seiner 15 Jahre langen NFL-Karriere.

Während Routinier Rivers alles überragte, erwischte Arizonas Rookie-Quarterback Josh Rosen einen Horror-Abend: Mit zwölf erfolgreichen Pässen bei 19 Versuchen schaffte er gerade einmal 105 Yards Raumgewinn durch die Luft. Einem Touchdown-Pass auf Larry Fitzgerald stand am Ende eine Interception gegenüber.

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