Die Minnesota Vikings bleiben durch den knappen Sieg gegen die Green Bay Packers im Playoffs-Rennen. Der deutsche Receiver EQ St. Brown überzeugt trotz Pleite.

von SPORT1

Quarterback Kirk Cousins hat NFL-Krösus Aaron Rodgers im Hass-Duell zwischen den Minnesota Vikings und den Green Bay Packers ausgestochen.

"Captain Kirk" führte seine Vikings mit 342 erworfenen Yards und drei Touchdownpässen zum 24:17-Sieg gegen den Erzrivalen. In Woche zwei hatten sich die beiden Teams noch 29:29-Unentschieden getrennt, nachdem Ex-Vikings-Kicker Daniel Carlson zahlreiche Chancen auf den Sieg vergeben hatte. Carlson wurde daraufhin entlassen. Er steht inzwischen für die Oakland Raiders auf dem Feld.

Während Cousins einen Gala-Abend erwischte, blieb Packers-Legende Rodgers mit 198 Yards und einem Touchdownpass blass. Dazu kassierte der bestbezahlteste Spielmacher der NFL vier Sacks.

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Mit ihrem sechsten Saisonsieg wahrten die Vikings ihre Playoff-Chancen. Die Packers blieben dagegen auch im sechsten Auswärtsspiel der Saison sieglos und verharren damit bei vier Siegen. Die Hoffnung auf die Post Season dürfen Rodgers und Co. damit wohl endgültig begraben. (Die Tabellen der NFL)

Vikings kontern Packers-Touchdowns

Dabei legten die Packers in der ersten Halbzeit noch beständig vor: Mit seinem einzigen Touchdownpass auf Devante Adams eröffnete Rodgers die Partie. Doch Cousins zog nach und bediente im folgenden Drive Dalvin Cook in der gegnerischen Endzone.

Im zweiten Viertel das gleiche Spiel: Den Rushing-Touchdown von Packers-Runningback Aaron Jones konterten die Vikings im direkten Gegenzug. Mit einem 30-Yard-Pass schickte Cousins dieses Mal Stephon Diggs in die Endzone.

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Im dritten Viertel fiel dann die Entscheidung. Während die Vikings mit einem Fieldgoal und Cousins' drittem Touchdownpass des Abends auf Adam Thielen nachlegten, brachen die Packers komplett ein. Nach acht Spielen in Folge mit mehr als 100 Yards Raumgewinn zu Beginn der Saison knackte Star-Receiver Thielen damit wieder die magische 100er Marke.

EQ St. Brown überzeugt

Den Vorsprung aus dem dritten Viertel retteten die Hausherren dann über die Zeit. Das letzte Fieldgoal durch Packers-Kicker Mason Crosby war nur noch Ergebniskosmetik.

Der deutsche Rookie-Receiver Equanimeous St. Brown zeigte trotz der Pleite einen seiner stärksten Auftritte in der ersten Saison für die Packers. Der 22-Jährige fing drei Rodgers-Pässe für 53 Yards und war damit - in Abwesenheit des verletzten Randall Cobb - zweitbester Receiver der "Cheeseheads".

Die Denver Broncos landeten indes den zweiten Überraschungssieg in Folge und finden sich damit etwas unerwartet im Playoff-Rennen wieder. Im heimischen "Mile High" schlugen die Broncos die favorisierten Pittsburgh Steelers mit 24:17. Die Entscheidung fiel im Schlussviertel.

Erst brachte Running Back Philip Lindsay, mit 110 erlaufenen Yards überragender Akteur seines Teams,  den Super-Bowl-Champ von 2015 mit einem Touchdown-Lauf von der 2-Yard-Linie in Führung. Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger blieben allerdings noch mehr als vier Minuten, um die Partie wieder auszugleichen.

Steelers verpassen Comeback

Anders als in der Vorwoche, als "Big Ben" die Steelers nahezu im Alleingang zum Comeback-Sieg gegen die Jacksonville Jaguars geführt hatte, fiel die Aufholjagd dieses Mal aber aus. Roethlisberger führte die Gäste zwar bis an die 2-Yard-Linie, seinen versuchten Touchdown-Pass auf Antonio Brown fing Denvers Defensive End Shelby Harris allerdings ab. Das Spiel war gelaufen.

Nach einem holprigen Beginn drehten die Los Angeles Chargers um ihren überragenden Quarterback Philip Rivers gegen die Arizona Cardinals gewaltig auf. Das erste Viertel ging noch mit 10:0 an den Underdog. Danach überrollten die Chargers das Kellerkind aber regelrecht und erzielten 45 Punkte in Folge.

Rivers mit 25 erfolgreichen Pässen in Folge

Rivers erwischte einen Traum-Abend und brachte 28 von 29 Pässen an seine Mitspieler, die ersten 25 davon in Folge. Erst Rivers' 26. Pass auf auf Austin Ekeler ging daneben.

Bei acht Siegen und drei Niederlagen sind die Playoffs den Chargers kaum mehr zu nehmen. Die Cardinals liegen mit nur zwei Siegen dagegen weiterhin am Tabellenende der NFC.

Die Ergebnisse im Überblick: 

Donnerstag, 22. November: 

Detroit Lions - Chicago Bears 16:23
Dallas Cowboys - Washington Redskins 31:23

Freitag, 23. November:

New Orleans Saints - Atlanta Falcons 31:17

Sonntag, 25. November

Cincinnati Bengals - Cleveland Browns 20:35
Carolina Panthers - Seattle Seahawks 27:30
Buffalo Bills - Jacksonville Jaguars 24:21
Baltimore Ravens - Oakland Raiders 34:17
Tampa Bay Buccaneers - San Francisco 49ers 27:9
Philadelphia Eagles - New York Giants 25:22
New York Jets - New England Patriots 13:27

Los Angeles Chargers - Arizona Cardinals 45:10
Indianapolis Colts - Miami Dolphins 27:24
Denver Broncos - Pittsburgh Steelers 24:17

Montag, 26. November:

Minnesota Vikings - Green Bay Packers 24:17

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