Nach einem grauenhaften Start zeigt Ben Roethlisberger sein wahres Gesicht und führt Pittsburgh zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Comeback gegen Jacksonville.

von SPORT1

Die Pittsburgh Steelers haben ihre Fans beim 20:16-Sieg gegen die Jacksonville Jaguars am 11. Spieltag der NFL-Saison in ein verrücktes Wechselbad der Gefühle geschickt.

Der Super-Bowl-Kandidat legte gegen die Jaguars einen grausamen Start hin. In den ersten drei Angriffsserien schafften die Steelers gerade einmal ein einziges First Down. Die Jaguars gingen durch zwei Fieldgoals von Kicker Josh Lambo schnell mit 6:0 in Führung.

Gegen die bissige Defense der Hausherren um Star-Cornerback Jalen Ramsey fand Pittsburgh überhaupt kein Mittel. Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger stand auf verlorenem Posten, wollte die ersten Punkte aber dennoch erzwingen - und machte es damit nur noch schlimmer.

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Drei Interceptions in der ersten Hälfte

Sage und schreibe drei Pässe warf der Routinier, der in der Vorwoche noch die Carolina Panthers im Alleingang mit fünf Touchdown-Pässen besiegt hatte, in die Hände der Verteidiger aus Jacksonville. Bis zum Ende des dritten Viertels waren die Jaguars so auf 16:0 davon gezogen.

Ein Tag zum Vergessen für das Team von Cheftrainer Mike Tomlin - bis "Big Ben" sein wahres Gesicht zeigte. Noch vor Ende des dritten Viertels bediente der 36-Jährige seinen Star-Receiver Antonio Brown mit einem atemberaubenden 78-Yard-Pass zum ersten Touchdown für die Steelers, der den Knoten platzen ließ.

Jetzt dominierte Pittsburghs Defense die ohnehin nicht ganz sattelfeste Offensive der Jaguars, ließ keinen einzigen Punkt mehr zu. Und Roethlisberger machte das nicht mehr für möglich gehaltene Comeback im Schlussviertel tatsächlich perfekt. Zwei Minuten und 28 Sekunden vor Spielende fand "Big Ben" Tight Ende Vance McDonald in der Endzone. Die Steelers verkürzten auf 13:16.

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Strafe gegen Jags-Defense

Nur 46 Sekunden später kam der zweimalige Super-Bowl-Champion wieder an den Ball und führte sein Team in der verbleibenden Spielzeit über das gesamte Feld. Zwei Yards vom entscheidenden Touchdown entfernt schien Roethlisberger jedoch seine vierte Interception des Tages zu unterlaufen. Doch die Referees entschieden bei seinem Fehlpass 22 Sekunden vor Schluss auf eine Strafe gegen die Jags-Defense.

Der Steelers-Quarterback bekam also - etwas glücklich - noch einen Versuch, das Spiel zu entscheiden und nahm sein Glück nun in die eigenen Händen beziehungsweise Füße. Für das letzte Yard warf sich Roethlisberger, der sonst eher nicht für seine Alleingänge bekannt ist, selbst wagemutig in die Endzone. Der Touchdown zählte, in den verbleibenden fünf Sekunden hatte Jacksonville keine Antwort mehr. Pittsburghs Mega-Comeback war perfekt.

Jaguars-Star Ramsey war nach dem Einbruch seines Teams den Tränen nahe. "Ich will nicht lügen. Ich kämpfe gerade mit meinen Emotionen und versuche sie im Zaum zu halten", räumte der Cornerback bei ESPN ein.

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