Nick Foles (r.) fing beim Sieg seiner Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons erneut einen Pass
Nick Foles (r.) fing beim Sieg seiner Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons erneut einen Pass © Getty Images

München - Die Philadelphia Eagles mühen sich in der NFL zu einem Auftaktsieg gegen die Atlanta Falcons - und zeigen erneut eine berühmten Spielzug aus dem Super Bowl.

von Jonas Nohe

Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles hat einen Stotterstart in die neue NFL-Saison hingelegt, in einem bis zur allerletzten Sekunde spannenden Auftakt-Thriller gegen die Atlanta Falcons aber einen knappen Sieg gefeiert.

Das Team um Quarterback Nick Foles setzte sich vor heimischer Kulisse am Ende mit 18:12 durch und lieferte den Fans damit die Krönung eines emotionalen Abends: Nach dem Super-Bowl-Triumph über die New England Patriots im Februar war vor dem Spiel das erste Meisterbanner der Franchise-Geschichte enthüllt worden - allerdings mit 45-minütiger Verspätung wegen starker Winde und Gewitter in Philadelphia.

Entscheidender Mann des Abends war anschließend Running Back Jay Ajayi, der auf insgesamt 62 Yards Raumgewinn kam und beide Touchdowns für Philadelphia erlief, darunter den entscheidenden über elf Yards gut zwei Minuten vor Ende des Spiels. (Ergebnisse und Spielplan der NFL)

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Philadelphia zeigt legendäres Super-Bowl-Play erneut

Quarterback Nick Foles, der für den weiterhin verletzten Carson Wentz auflief, erwischte dagegen keinen guten Tag: Er kam letztlich nur auf 117 Passing Yards und leistete sich obendrein eine Interception. Am Ende des ersten Viertels stand für die Eagles zudem noch kein einziges Yard Raumgewinn zu Buche.

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Um die strauchelnde Offense in Schwung zu bringen, gruben die Eagles sogar ihr legendäres "Philly Special" aus dem Super Bowl wieder aus - einen Trickspielzug, bei dem Quarterback Foles selbst zum Passempfänger wird.

Im Endspiel gegen die Patritos im Februar hatte der Final-Held den Ball gefangen - im Gegensatz zu seinem damaligen Gegenüber Tom Brady - und dadurch sogar einen Touchdown verbucht.

Im dritten Viertel gegen die Falcons waren es beim Pass von Wide Receiver Nelson Agholor auf Foles zwar "nur" ein neues First Down und 15 Yards Raumgewinn - dies bedeutete aber den längsten erfolgreichen Pass des Spiels für Philly bis dahin.

Eagles-Defense gibt den Ausschlag

Letztlich war es aber vor allem der Eagles-Defense zu verdanken, dass es mit dem Auftaktsieg klappte:

Atlantas Star-Quarterback Matt Ryan kam zwar auf ordentliche 251 Yards, konnte jedoch keinen Touchdown-Pass an den Mann bringen und leistete sich ebenfalls eine Interception.

Nach Ajayis Touchdown und der anschließenden Two-Point-Conversion zum 18:12 führte Ryan sein Team allerdings noch einmal über das gesamte Feld und hatte in den Schlusssekunden sogar die Chance, das Spiel doch noch zu drehen. (Alle Tabellen der NFL)

Falcons verpassen Sieg in letzter Sekunde

Gleich fünf Passversuche direkt an der Endzone fanden jedoch keinen Abnehmer - auch nicht der letzte in Richtung Julio Jones in der Schlusssekunde. Dem Wide Receiver blieb damit die Krönung einer starken Leistung mit zehn Catches für 169 Yards Raumgewinn verwehrt.

"Das war ein Deja-vu", sagte Eagles-Cornerback Ronald Darby, der Jones beim letzten Play des Spiels hauteng bewacht hatte. In den Playoffs der vergangenen Saison hatten die Falcons gegen den späteren Champion Philadelphia ebenfalls in letzter Sekunde die Chance, aus einem 10:15 noch einen Sieg zu machen - auch damals konnte Jones einen Pass von Ryan in der Endzone nicht festhalten.

"Sie haben eine großartige Defense, ein großartiges Team", zollte Star-Receiver Jones dem Gegner Respekt: "Man macht nicht einfach mal so Punkte gegen sie. Es hat schon seine Gründe, dass sie den Super Bowl gewonnen haben."

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