Bei den New England Patriots gibt es mal wieder Spekulationen um die Zukunft von Superstar Tom Brady. Laut neuesten Enthüllungen stand der Quarterback wohl kurz davor, die Patriots vor dieser Saison zu verlassen.

von Nikolas Pfeil

Quarterback-Superstar Tom Brady von den New England Patriots hat offenbar nach der Pleite im Super-Bowl gegen die Philadelphia Eagles ernsthaft über einen Abschied von den New England Patriots nachgedacht.

Brady sei sich nicht mehr sicher gewesen, ob er weiterhin unter Bill Belichick spielen will - dem einzigen Trainer, den er je hatte. Das berichtet ein Insider in einem neuen Buch über Belichicks Leben.

"Wenn du 18 Jahre lang mit einer mürrischen Person verheiratet bist, die dir nie Komplimente macht, willst du dich nach einiger Zeit scheiden lassen. Tom weiß zwar genau, dass Bill der beste Coach der Liga ist, aber er hatte einfach genug", wird die Quelle von ESPN-Autor Ian O'Connor zitiert, der sich in seinem Werk auf Aussagen von über 300 Interviews beruft.  

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Zoff zwischen Brady und Belichick

Bereits in der vergangenen Saison kamen zahlreiche Spannungen zwischen Brady und Belichick ans Licht. 

Vor Beginn der Playoffs hat Belichick Bradys Fitnesstrainer Guerrero praktisch Hausverbot erteilt, außerdem musste er gegen seinen Willen und auf Druck von Patriots-Owner Robert Kraft Bradys hochtalentierten Backup Jimmy Garoppolo für einen Spottpreis nach San Francisco traden.

Der 41 Jahre alte Superstar war seinerseits sehr verärgert darüber, dass Belichick Cornerback Malcolm Butler im Super Bowl gegen die Philadelphia Eagles nur auf der Bank ließ.

Durch den Trade von Ersatzmann Garoppolo seien Brady aber die Hände gebunden gewesen. Er hatte seinen Willen bekommen, bis in die Mittvierziger zu spielen, und die Patriots hätten keinen annähernd adäquaten Ersatz für ihn gehabt.

"Brady konnte nicht einfach davonlaufen, seine Karriere beenden oder einen Trade fordern. Dadurch hätte er riskiert, die Patriots-Fangemeinde, die ihm zu Füßen liegt, in einen wütenden Mob zu verwandeln", heißt es im Belichick-Buch.

In dieser Offseason war Brady dennoch der einzige Starting-Quarterback der Liga, der im Frühling nicht an den OTAs, einem freiwillig von den Klubs organisiertem Training, teilnahm.

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Schwester befürchtet Parallele zu Manning

Selbst Bradys Familie macht sich Sorgen um ein unrühmliches Karriereende des fünfmaligen Super-Bowl-Champions in New England.

"Belichick wird ihm definitv eines Tages das antun, was die Colts mit Peyton Manning gemacht haben", sagte die Schwester des 13-fachen Pro-Bowlers. Indianapolis hatte 2012 den Vertrag mit Quarterback-Legende Manning nach 14 Jahren wegen einer langwierigen Verletzung aufgelöst.

Der Saisonstart lief für Bradys Patriots nicht wirklich nach Plan: Nach dem Auftaktsieg gegen die Houston Texans unterlag New England den Jacksonville Jaguars am zweiten Spieltag verdient mit 20:31. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse der NFL)