Baltimore Ravens v Indianapolis Colts
Andrew Luck erwischte gegen Baltimore einen rabenschwarzen Abend © Getty Images

Andrew Luck enttäuscht bei seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause im heimischen Stadion. Die Ravens können sich dagegen auf ihr Quarterback-Duo verlassen.

So hatte sich Andrew Luck seinen ersten Auftritt im heimischen Lucas Oil Stadium nach 19 Monaten Pause wegen einer Schulterverletzung sicherlich nicht vorgestellt.

Zweimal wurde der zurückgekehrte Hoffnungsträger der Indianapolis Colts bei der 19:20-Niederlage im Pre-Season-Spiel gegen die Baltimore Ravens gesackt. Einmal sorgte er dabei sogar für einen mittelgroßen Schreckmoment für alle Colts-Fans, als er auf seiner operierten rechten Schulter landete.

Sturz auf verletzte Schulter

Der 28-Jährige schlug nach dem Tackle von Pass-Rusher Terrell Suggs zwar hart auf dem Boden auf, konnte aber schnell Entwarnung geben.

"Ich bin sogar irgendwie glücklich, dass das passiert ist", beurteilte Luck die Szene später. "Ich habe nichts gespürt. Ich habe nicht darüber nachgedacht. Es ist schon eine große Sache für mich, dass ich diesen Rucksack nicht mehr mit mir herum trage."

Schon beinahe die einzige gute Nachricht für Luck an diesem Abend: Nur sechs seiner 13 Passversuche fanden einen Abnehmer. Dem ehemaligen Pro-Bowl-Quarterback gelang in fünf Serien kein einziger Touchdownpass - stattdessen unterlief ihm eine Interception bei einem Pass in der Red Zone.

Kurzum: Ein Albtraum-Comeback.

Luck enttäuscht, Flacco überragt

Sein Gegenüber Joe Flacco, der 2012 mit den Ravens den Super Bowl gewann, machte es deutlich besser und führte Baltimore mit einer glänzenden Vorstellung zum knappen Sieg.

Auch Flacco (QB-Rating: 137,0) ging zwar einmal zu Boden, seine Passgenauigkeit war dagegen angsteinflößend: sieben von neun Pässen brachte der 33-Jährige an. Einmal fand er dabei einen Mitspieler in der Endzone.

Auch Baltimores Rookie-Quarterback Lamar Jackson legte einen Touchdown-Drive hin. Genug für das Team des deutschen Fullbacks Christopher Ezeala, der in der Schlussphase für drei Snaps zum Einsatz kam, um seinen dritten Sieg im dritten Vorbereitungsspiel einzufahren.

Jackson noch zu unkonstant

Während Routinier Flacco indes einen grundsoliden Eindruck hinterließ, war Jacksons Touchdownpass schon dessen Highlight. Daneben ließ der 21-jährige Hoffnungsträger eher Konstanz vermissen, brachte nur sieben von 15 Pässen an seine Mitspieler und entschied sich immer wieder für unkluge Runs.

Der Erstrundenpick des diesjährigen NFL-Drafts kam damit in keinem der drei Vorbereitungsspiele der Ravens auf eine Passquote von mehr als 50 Prozent.