Super Bowl LII - Philadelphia Eagles Media Availability
Eagles-Safety Malcolm Jenkins will im "Hymnenstreit" hart bleiben © Getty Images

Neues Kapitel im Hymnenstreit der NFL: Eagles-Safety Jenkins attackiert Jerry Jones. Erste Gespräche zwischen NFL und Spielergewerkschaft scheitern.

Neuer Krach im "Hymnenstreit" in der NFL! Star-Safety Malcolm Jenkins von Philadelphia Eagles hat sich mit deutlichen Worten gegen Jerry Jones, den Besitzer der Dallas Cowboys, gewannt.

Jenkins attackierte den Cowboys-Boss, weil dieser seine Spieler zwingt, während der Hymne stehen zu bleiben. Dagegen lobte er den Eagles-Besitzer Jeffrey Lurie ausdrücklich.

"Jeffrey unterstützte uns von Anfang an", so Jenkins: "Ich empfinde Jeffrey nicht als Tyrann wie Jerry Jones einer ist. Zum Glück spiele ich nicht für die Cowboys. Das würde ich auch nie wollen."  

Für Jenkins sind Franchise-Besitzer wie Jones der Grund, dass sich der Streit um den Protest während des Abspielens der US-Hymne nicht beilegen lässt.

"Unglücklicherweise haben wir Besitzer wie ihn, die ihre Position ausnutzen, um ihre Spieler einzuschüchtern und auch schon dem Ansatz eigener Gedanken der Spieler über Dinge, die ihre Community täglich betreffen, entgegenwirken. Das ist bedauerlich. Aber hoffentlich gibt es Jungs, die das nicht hinnehmen, und sie haben meine volle Unterstützung," sagt Jenkins.      

Erste Gespräche ergebnislos 

Unterdessen sind erste Gespräche zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft zum Hymnenstreit ohne Ergebnis geblieben.

Beide Seiten kündigten weitere Verhandlungen an, nachdem sich Liga und Spieler-Vertreter bereits zuvor auf die vorläufige Aussetzung einer im Frühjahr von den Besitzern der 32 Teams beschlossenen Kompromisslösung verständigt hatten.

Demnach sollte das Knien von Spielern während der US-Hymne bestraft, kritischen Profis aber der Aufenthalt in der Kabine während der Eröffnungszeremonien erlaubt werden. Diese Regelung war zuletzt außer bei der Spielergewerkschaft auch im Lager der Teams auf Kritik gestoßen. 

US-Präsident Donald Trump, der im Vorjahr niederknieende Spieler für ihren Protest gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt wüst beschimpft und damit für eine Eskalation der Debatte gesorgt hatte, war ebenfalls nicht einverstanden. Trump forderte anstelle der "dummen Lösung" die Suspendierung von Protestlern ohne Gehaltsfortzahlung.