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München - Stephen Curry sorgt in der NBA derzeit Woche für Woche für spektakuläre Leistungen. Seine Auftritte lassen sogar die MVP-Debatte neu entfachen.

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Stephen Currys Rekordjagd in der NBA geht unaufhörlich weiter. (Alles zur NBA)

Erst vor einer Woche hatte der Point Guard für eine Bestmarke in der Geschichte der Golden State Warriors gesorgt und den legendären Wilt Chamberlain mit 17.818 Zählern als besten Werfer in der Franchise-Histori eüberflügelt.

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"Das ist surreal, um ehrlich zu sein", sagte der dreimalige NBA-Champion im Anschluss. Surreal ist auch, wie Curry Spiel für Spiel noch einen drauflegt. 

Auch in der Nacht auf Dienstag spielte der 33-Jährige in seiner eigenen Welt: Curry erzielte bei den Philadelphia 76ers 49 Punkte und führte sein Team zu einem 107:96-Erfolg. Zum elften Mal in Serie gelangen dem zweimaligen MVP mindestens 30 Punkte, das hatte vor ihm noch nie ein 33-Jähriger geschafft. Den alten Rekord hielt Lakers-Legende Kobe Bryant.

Curry mit Monster-Leistungen im April

Aber damit nicht genug: Es war zudem Currys sechstes Spiel in dieser Saison mit mindestens zehn Dreiern. Damit hat er seinen eigenen Rekord aus der Saison 2018/19 eingestellt. Kein anderer NBA-Spieler hat sechs Partien mit zehn Triples über die komplette Karriere geschafft. (SERVICE: Die Tabellen der NBA) 

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Nur zwei Tage zuvor hatte der Star-Guard der Warriors gegen die Boston Celtics 47 Punkte erzielt. Dass diese Glanzleistungen alles andere als Glückfälle sind, zeigt auch Currys April-Statistik: In zehn Spielen hat der Superstar durchschnittlich 39,9 Punkte, 6,6 Rebounds und 4,3 Assists erzielt.

In den letzten sechs Spielen traf Curry 54 Dreier. Es ist wahrlich kein Zufall, dass die Warriors gerade in ihrer besten Phase der Saison stecken und fünf der letzten sechs Spiele gewonnen haben. (SERVICE: Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

Magic Johnson: Curry ist der wahre MVP

Mit seinen Leistungen hat Curry auch die Debatte um den MVP-Titel neu entfacht. "Steph Curry ließ heute Abend keinen Zweifel daran, wer der wahre MVP ist", schrieb etwa NBA-Legende Magic Johnson nach Currys Show gegen die Sixers.

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Dem pflichtete NFL-Star Russell Wilson bei: "Steph Curry der MVP", erklärte der Quarterback. Bulls-Guard Zach LaVine meinte: "Steph ist einfach von einer anderen Welt."

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Hat Curry die Maurice Podoloff Trophy wirklich mehr verdient als die aktuellen Favoriten Joel Embiid, Nikola Jokic und LeBron James?

Was für Curry als MVP spricht

Tatsächlich sprechen die Zahlen dafür: Als Curry das letzte Mal - in der Saison 2015/16 - zum MVP gewählt wurde, erzielte er durchschnittlich 30,1 Punkte pro Spiel. Derzeit liegt sein Schnitt bei 31,0 Zählern.

Und auch seine Rolle bei Golden State spricht für sich. Erstmals seit langem hat Curry keine All-Stars an seiner Seite, er führt die Warriors Woche für Woche im Alleingang an. Mussten die Dubs in dieser Saison auf Curry verzichten, lief es meist nicht rund. Nur eins von sieben Spielen konnten die Warriors ohne ihren Starspieler gewinnen.

Auch der erfahrene Warriors-Center Kevon Looney findet, dass Curry den besten Basketball seiner Karriere spielt - sogar besser als vor fünf Jahren, als er einstimmig zum MVP der Liga gewählt wurde.

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"In meinem Rookie-Jahr dachte ich, dass niemand besser spielen kann als er. Aber ich denke, dieses Jahr könnte er das in den Schatten stellen und es auf ein ganz anderes Level bringen. Er wird immer besser und bricht immer wieder Rekorde und tut immer wieder neue Dinge, die noch nie jemand gesehen hat. Es ist unglaublich", so Looney.

Lob von Nowitzki, Miller und West

Selbst NBA-Legenden wie Dirk Nowitzki, Reggie Miller und Jerry West schwärmen in den höchsten Tönen von Curry. "Er ist einer meiner Lieblingsspieler, dem ich gerne zusehe. Er hat das Spiel definitiv verändert", adelte Nowitzki Curry, nachdem dieser Chamberlain als besten All-Time-Scorer der Dubs abgelöst hatte.

Miller nannte Curry, der seine gesamte NBA-Karriere die Farben der Golden State Warriors trägt, "Mr. Warrior" und verglich den MVP-Kandidaten mit Größen wie Chamberlain, Shaquille O'Neal und Michael Jordan. 

Warriors-Coach Steve Kerr fehlen mittlerweile beinahe die Worte, wenn er einmal mehr über Currys Leistungen sprechen soll. "Es ist nach jedem Spiel das Gleiche, es ist einfach nur völliges Erstaunen über die Fähigkeiten dieses Kerls, sein Herz, seinen Verstand, seine Konzentration. Es ist einfach nur erstaunlich, ihm zuzusehen", so der 55-Jährige.

Der Superstar selbst, der sich jede Woche aufs Neue mit seinen Performances ins Rampenlicht katapultiert, bleibt bei all dem Trubel um seine Person dennoch zurückhaltend. "Ich habe Spaß da draußen und spiele einfach Basketball und es funktioniert offensichtlich."