Michael Jordan war mit den Chicago Bulls 1996 kaum zu stoppen
Michael Jordan war mit den Chicago Bulls 1996 kaum zu stoppen © Imago
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München - Michael Jordan und die Chicago Bulls besiegten heute vor 25 Jahren einen Mythos. Stephen Currys Warriors brachen später den Rekord - aber mit großem Makel.

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Als die Spieluhr nichts als Nullen mehr anzeigte und der Buzzer ertönte, fehlte lediglich ein Konfettiregen, um den Eindruck einer Meisterfeier zu vermitteln.

Wie eine Trophäe hielt Scottie Pippen den Ball über seinen Kopf, Spieler rannten dicht gefolgt von Reportern jubelnd auf das Parkett. Mit dem Sieg bei den Milwaukee Bucks sicherten sich die Chicago Bulls um Superstar Michael "Air" Jordan am 16. April 1996 den inoffiziellen Titel "Bestes Team der Geschichte". 

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An jenem Tag durchbrach die Franchise aus Illinois eine Schallmauer der NBA: Die magische 70-Siege-Marke wurde geknackt. Seit die beste Basketball-Liga der Welt 1967 eine reguläre Saison mit 82 Spielen pro Team festgelegt hatte, wuchs der Mythos mit jeder Spielzeit. Die Los Angeles Lakers im Jahre 1972, angeführt von den Hall of Famern Wilt Chamberlain und Jerry West, hatten den Rekord mit einem Sieg bis dato am knappsten verpasst.

Michael Jordan und Coup krönten 70-Spiele-Coup mit dem Titel

Es klingt nur logisch, dass gerade Jordan seinem Team den nötigen Antrieb geben konnte, um Spiel für Spiel die maximale Leistung zu liefern. Die Dokuserie "The Last Dance" erinnerte zuletzt Fans an den unvergleichbaren Siegeswillen von "His Airness". Jordan zog Motivation aus allen Lebenssituationen und gab sich mit keinem Erfolg zufrieden (Was Michael Jordan Scottie Pippen bis heute übelnimmt).

"Es wurden einige Zigarren verteilt, gleichzeitig sind wir aber auch reserviert. Wir wollen unser Ziel vor Augen behalten und nicht überheblich werden", sagte Jordan nach dem Spiel. Aus den Jubelszenen hielt er sich ebenfalls raus: "Glaubt mir: Gewinnen wir einen Titel, werdet ihr uns deutlich ausfallender feiern sehen."

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Die Botschaft an seine Mitspieler war also klar: Der Job war noch nicht erledigt. Angespornt von ihrem titelhungrigen Anführer setzten die Bulls zwei weitere Siege auf die neue Bestmarke drauf, in den Play-offs veredelten sie ihre historische Saison durch den vierten Titel der Franchise.

Es sollten insgesamt sechs Meisterschaften werden - keine ohne den GOAT, den größten Basketballer aller Zeiten (Wie die Chicago Bulls nach Jordans Karriere-Ende sein Erbe verschleuderten).

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Currys Warriors brachen Rekord - aber mit Makel

20 Jahre lang hielt der Rekord von 72 Siegen. Die Golden State Warriors um Stephen Curry zogen 2016 durch ihren 73. Saisonsieg an Chicago vorbei.

Den Titel "Bestes Team der Geschichte" konnten die Kalifornier in den Augen der Öffentlichkeit allerdings nicht an die Westküste entführen.

Die "Mission", wie Jordan sie damals ausgerufen hatte, erfüllten die Warriors nicht: In den NBA-Finals unterlag die Mannschaft von Trainer Steve Kerr nach 3:1-Führung LeBron James und den Cleveland Cavaliers.