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München - Die Los Angeles Lakers melden sich nach der Pleite im Stadt-Duell bei den Raptors eindrucksvoll zurück. Ein Foul von Dennis Schröder löst eine Rudelbildung aus.

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Die Los Angeles Lakers haben zwei Tage nach der peinlichen Klatsche im Stadt-Duell gegen die Clippers eine starke Reaktion gezeigt. (NEWS: Alles zur NBA)

Obwohl das Team von Coach Frank Vogel noch immer auf sein Superstar-Duo LeBron James und Anthony Davis verzichten musste, fuhr es bei den Toronto Raptors einen 110:101-Sieg ein.

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Ausschlaggebend für den Erfolg war vor allem die starke Leistung der Lakers von Downtown. Die Franchise aus L.A. verbuchte insgesamt 18 Dreier, darunter sieben ihrer ersten acht Versuche. "Wir hatten qualitativ hochwertige Würfe, haben uns nicht mit Mitteldistanzwürfen begnügt und dadurch eine hohe Trefferquote erzielt", lobte Vogel nach der Partie.

Den Grundstein für den Erfolg legten die Lakers bereits zu Beginn des Spiels. Los Angeles erarbeitete sich in den ersten 20 Minuten einen 34-Punkte-Vorsprung, sodass die Raptors auch in der zweiten Halbzeit nie mehr gefährlich werden konnten. (SERVICE: Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

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Rudelbildung nach Schröder-Foul

Bester Werfer war Talen Horton-Tucker mit 17 Punkten, Markieff Morris steuerte 15 Punkte bei, bevor er das Spiel im dritten Viertel mit fünf Fouls beenden musste, und Marc Gasol kam auf 13 Punkte und neun Rebounds. Dennis Schröder verbuchte zwölf Zähler und neun Assists, machte aber vor allem durch eine Auseinandersetzung auf sich aufmerksam.

Der deutsche Nationalspieler foulte Torontos OG Anunobys kurz vor dem Ende des ersten Viertels bei einem Layup-Versuch, hielt ihn in der Folge noch fest, um einen Sturz seines Gegenspielers zu verhindern. Anunobys fasste Schröders Geste offenbar falsch auf, packte ihn an den Beinen und brachte ihn zu Fall.

Daraufhin kam es zu einer Rudelbildung, in die sich auch Lakers-Profi Montrezl Harrell einmischte. Der Center wurde genau wie Anunoby am Ende disqualifiziert. (SERVICE: Die Tabellen der NBA)

Schröder: "Damit soll er zur WWE gehen"

"Damit soll er zur WWE gehen, nicht zum Basketball", sagte Schröder danach mit Verweis auf die populäre Wrestling-Liga: "Das war unnötig. "Ich habe ihn hart gefoult. Bei mir gibt es keine einfachen Körbe", so der Deutsche.

Dennoch habe er Anunoby gehalten, damit er sich nicht verletze: "Danach wirft er mich auf den Rücken", so Schröder weiter. Mehrere Spieler mischten sich ein.

OG Anunoby zog sich den Zorn von Dennis Schröder zu
OG Anunoby zog sich den Zorn von Dennis Schröder zu © Imago

Bei den Raptors war Pascal Siakam mit 17 Zählern erfolgreichster Werfer. Davon erzielte er 17 erst im letzten Viertel, nachdem er in der ersten Hälfte bei lediglich zwei von elf Würfen erfolgreich war. 

Embiid führt Sixers zum Sieg bei Celtics

Die Philadelphia 76ers haben sich mit 106:96 bei den Boston Celtics durchgesetzt. Joel Embiid, der erst das zweite Spiel nach einer Prellung im linken Knie absolvierte, glänzte mit 35 Punkten. Der Center hatte zuvor insgesamt zehn Spiele verpasst.

"Ich bin noch nicht ganz so weit, aber der heutige Abend ist ein großer Schritt", sagte Embiid nach dem Spiel.

Danny Green steuerte 17 Punkte für die Sixers bei. Für Philadelphia war es der dritte Sieg in Folge gegen die Celtics. Damit konnten die 76ers zum ersten Mal seit der Saison 2000/2001 die Saisonserie für sich entscheiden.

Bulls gewinnen ohne Theis

Gleichzeitig war der Erfolg auch eine kleine Revanche für die Erstrunden-Klatsche, die die Celtics den Sixers in den Playoffs der vergangenen Saison zugefügt hatten. "Es geht nicht nur darum, was in den Playoffs passiert ist, jedes Jahr willst du dieses Matchup gewinnen. Das ist die Mentalität, die wir gegen jedes Team haben müssen. Aber gegen Boston, das ist unser Rivale", so Embiid.

Der Deutsche Moritz Wagner konnte für Boston keine Zähler beisteuern, verbuchte aber zwei Rebounds und einen Assist.

Ohne Schröders Nationalmannschaftskollegen Daniel Theis setzten sich die Chicago Bulls mit 113:97 bei den Indiana Pacers durch. Überragende Spieler bei den Bulls war erneut Nikola Vucevic mit 32 Punkten, 17 Rebounds und fünf Assists.

Chicago bleibt in der Eastern Conference auf Rang zehn.